{"id":3543,"date":"2018-02-04T16:11:21","date_gmt":"2018-02-04T14:11:21","guid":{"rendered":"http:\/\/mit140umdiewelt.com\/?p=3543"},"modified":"2024-01-19T14:38:30","modified_gmt":"2024-01-19T14:38:30","slug":"phnom-penh-und-soban-teuk-zwei-welten-kambodscha","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=3543","title":{"rendered":"Phnom Penh und Soban Teuk &#8211; zwei Welten (Kambodscha)"},"content":{"rendered":"\n<p>(Wegen fehlender Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-mit-140-um-die-welt wp-block-embed-mit-140-um-die-welt\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"tCaWh4qoTD\"><a href=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2018\/02\/04\/phnom-penh-und-soban-teuk-zwei-welten-kambodscha\/\">Phnom Penh und Soban Teuk &#8211; zwei Welten&nbsp;(Kambodscha)<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Phnom Penh und Soban Teuk &#8211; zwei Welten&nbsp;(Kambodscha)&#8220; &#8212; HTTPS:\/\/www.Otterpack8.wordpress.com\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2018\/02\/04\/phnom-penh-und-soban-teuk-zwei-welten-kambodscha\/embed\/#?secret=BpafUPHm36#?secret=tCaWh4qoTD\" data-secret=\"tCaWh4qoTD\" width=\"525\" height=\"296\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Morgenbus in die Hauptstadt Phnom Penh gibt es keine Tickets mehr. Wir m\u00fcssen auf den n\u00e4chsten um 14.30 Uhr warten. Ein gl\u00fccklicher Zufall, dadurch k\u00f6nnen wir uns noch mit unseren Reisefreunden Christian und Stefan zum Lunch treffen, die gerade in Kampot angekommen sind.<br>Die Fahrt soll drei Stunden dauern, es geht vorbei an Stra\u00dfend\u00f6rfern, Reisfeldern und Fabriken. Aber auch hier dasselbe Spiel wie in Saigon: Wir erreichen den Stadtrand zwar rechtzeitig aber dann geht alles nur noch im Schneckentempo. An der Busstation angekommen ist es bereits dunkel. Gro\u00dfes Gewimmel, viele \u201ehilfreiche\u201c Taxifahrer, die uns zum \u00fcberteuerten <u>Sonderangebot<\/u> zum Hotel bringen oder ein anderes verkaufen wollen. Wir verzichten und greifen auf den verl\u00e4sslichen Uber-Transport zur\u00fcck. Unser Fahrer muss durch den dichten Verkehr am Night-Market, kommt dann aber doch irgendwann an. Es ist nicht so einfach unser Hotel zu finden, denn die H\u00e4user tragen nur ab und zu Hausnummern, aber letztendlich finden wir es gemeinsam. Es geh\u00f6rt zu einem australischen Lokal, wo wir hungrig erstmal zu Abend essen. Der Renner ist hier eine kleine Bierzapfkanne mit 3 Litern, die man sich an den Tisch bringen lassen kann. Innen ist ein mit Eisw\u00fcrfeln gef\u00fcllter Zylinder, damit es bis zum letzten Glas k\u00fchl bleibt. Die meist westlichen G\u00e4ste sind begeistert und nat\u00fcrlich blendender Laune. Wir verzichten allerdings denn wir wollen &nbsp;noch etwas von der Stadt sehen. Auf der Hinfahrt kamen wir an einer breiten Allee vorbei, die steuern wir jetzt an. Von weitem sehen wir viele bunte Lichter, wahrscheinlich ist schon f\u00fcr das chinesische Neujahrsfest dekoriert. An jeder Stra\u00dfenkreuzung stehen zwei Soldaten mit Maschinenpistolen. Das wirkt schon ein wenig bedrohlich.<br>Ich passe einen Moment nicht auf und verknackse mir den Kn\u00f6chel auf einem breiten, gut gepflasterten B\u00fcrgersteig, durch den sich ohne erkennbaren Grund eine Absenkung zieht. Bei der schummrigen Beleuchtung war sie nicht zu sehen. Vor Schmerz bleibt mir kurz die Luft weg. Selbst der grimmige bewaffnete Soldat schaut mitleidig. Bewegung soll ja helfen, und so laufen wir weiter.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"99\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-13-300x99.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8748\" style=\"width:670px;height:221px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-13-300x99.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-13.png 742w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Mitten auf dem gro\u00dfen Kreisel das Unabh\u00e4ngigkeitsmonument, das nach der Losl\u00f6sung von der Kolonialmacht Frankreich errichtet wurde. Daran anschlie\u00dfend eine gepflegte Gr\u00fcnanlage mit mehreren Brunnen und einem Denkmal. Links und rechts braust der Verkehr. Viele Familien mit Kindern sind am Freitag Abend unterwegs. Die Kinder toben herum, laufen quietschend unter den Wasserstrahlen der Brunnen durch, die Eltern sitzen am Rand, unterhalten sich und schauen dem Treiben zu. Nur wenn eins der ganz Kleinen sich der Stra\u00dfe n\u00e4hert, wird eingegriffen.<br>Die Mitarbeiter im Hotel entschuldigen sich daf\u00fcr, dass mir in ihrer Stadt ein Unfall passiert ist. Sie versorgen mich mit einem gro\u00dfen Beutel Eis. Immer wenn mir am n\u00e4chsten und \u00fcbern\u00e4chsten Tag jemand begegnet, dr\u00fcckt er sein Bedauern aus und entschuldigt sich wieder. Und Eis bekomme ich so oft und so viel, wie ich m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"256\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-14-300x256.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8749\" style=\"width:671px;height:573px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-14-300x256.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-14.png 666w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"237\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-15-300x237.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8750\" style=\"width:674px;height:534px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-15-300x237.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-15.png 664w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"88\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-16-300x88.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8751\" style=\"width:670px;height:198px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-16-300x88.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-16.png 666w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Der f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag geplante Rundgang durch die 1,5 Millionenstadt f\u00e4llt nat\u00fcrlich ins Wasser. In der Hauptstadt sein, ohne ein paar Sehensw\u00fcrdigkeiten besucht zu haben, geht jedoch nicht. Deshalb lassen wir uns im Tuktuk fahren. Dabei sehen wir den Anfang des 19. Jahrhunderts erbauten K\u00f6nigspalast mit Silberpagode und die 1930 im Art-D\u00e9co-Stil errichtete Markthalle wenigstens von au\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"148\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-17-300x148.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8752\" style=\"width:671px;height:331px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-17-300x148.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-17.png 746w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"219\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-18-300x219.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8753\" style=\"width:673px;height:491px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-18-300x219.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-18.png 745w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>eine Wasserflasche muss vor der Markthalle die Dusche ersetzen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Killing Fields und das Genozid-Museum \u2013 Erinnerungen der schlimmsten Art an das Phol Poth Regime \u2013 hatten wir sowieso nicht auf dem Plan. Wir schaffen es einfach nicht uns anzusehen, was Menschen sich f\u00fcr Folter- und T\u00f6tungsmethoden ausgedacht haben, um ihre Macht zu festigen und zu erhalten.<br>Unser Fahrer ist ein waghalsiger junger Mann. Wahrscheinlich will er uns zeigen, dass wir mit ihm die richtige Wahl getroffen haben, und so f\u00e4hrt er bei Dunkelrot \u00fcber zwei gro\u00dfe Kreuzungen. Beifallheischend schaut er sich um und erwartet ein Lob f\u00fcr seine Tollk\u00fchnheit dabei donnert er fast gegen die sich gerade \u00f6ffnende Fahrert\u00fcr eines Lieferwagens. Klaus bittet ihn eindringlich, vorsichtiger zu fahren, sonst darf er uns am n\u00e4chsten Tag nicht zum Busbahnhof bringen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone size-full wp-image-3573\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/dsc02543.jpg\" alt=\"DSC02543\" class=\"wp-image-3573\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ticketschalter am Busbahnhof<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Strecke nach Siem Reap, unser n\u00e4chstes Ziel, ist zu weit f\u00fcr meinen dicken Fu\u00df, deshalb entscheiden wir uns f\u00fcr einen Aufenthalt auf halber Strecke. In der N\u00e4he von Kampong Thom (auf der Ostseite des Tonle Sap \u2013 dem gr\u00f6\u00dften Binnensee S\u00fcdostasiens) finden wir ein kleines Homestay. Dort im Nirgendwo will ich ein bisschen das Bein hochlegen und dabei ins Gr\u00fcne schauen. Vor der Abfahrt erkl\u00e4re ich dem Busfahrer, dass wir ein paar Kilometer vor Kampong Thom aussteigen m\u00f6chten. Nach kurzer Beratung mit zwei Kollegen stimmt er zu.<br>Kaum sind wir losgefahren, f\u00e4hrt der Bus rechts ran und h\u00e4lt. Die Zeit vergeht, nichts passiert. Die Menschen werden nicht etwa ungehalten oder unruhig.<br><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3574\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/dsc02557.jpg\" alt=\"DSC02557\" width=\"1548\" height=\"1882\">Eine \u00e4ltere Frau erledigt ein kleines Gesch\u00e4ft ganz zwanglos auf dem B\u00fcrgersteig. Vierzig Minuten sp\u00e4ter kommen drei Personen, steigen ein und sofort setzt der Bus die Fahrt fort \u00fcber den Fluss in Richtung Norden.Tja, das zum Thema Fahrplan. Es folgen D\u00f6rfer, St\u00e4dte und Reisfelder. Heute am Sonntag nutzen viele Menschen den luftigen, schattigen Platz unter ihren auf Stelzen errichteten H\u00e4usern. Sie liegen in H\u00e4ngematten oder sitzen mit Familie und Freunden beim Essen.<br>Nach drei Stunden n\u00e4hern wir uns unserem Ziel und ich sehe das Schild von unserm Gasthaus. Der Busfahrer denkt aber nicht daran zu stoppen. Auf unseren Hinweis sch\u00fcttelt er l\u00e4chelnd den Kopf, er wei\u00df schon wo wir hin m\u00fcssen, schlie\u00dflich kennt er sich aus und wir sind wir fremd im Land.<br>Nachdem er dann gehalten hat, gelingt es mit Hilfe einer englisch sprechenden Frau in einem Miniladen Kontakt zu unserem Gasthaus aufzunehmen. Und nach einer Weile kommen drei Motorr\u00e4der an.<br><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3576\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/dsc02598.jpg\" alt=\"DSC02598\" width=\"2304\" height=\"3072\">Rico, der franz\u00f6sische Besitzer mit seiner kambodschanischen Frau Kunthy und ein Mitarbeiter bringen uns und die Koffer die f\u00fcnf Kilometer <u>zur\u00fcck<\/u> zur Unterkunft. Dort wartet ein kleiner gelb gestrichener Bungalow auf uns.<br><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3632\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt..de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/dsc02736.jpg\" alt=\"DSC02736\" width=\"3072\" height=\"2304\"><br>&nbsp;<br><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3622\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/dsc027351.jpg\" alt=\"DSC02735\" width=\"3072\" height=\"2304\">Ein sechs Wochen alter Welpe mit zu gro\u00dfem Fell und Denkerstirn erobert uns im Sturm. Wenn ich auch nicht richtig laufen kann, spielen und schmusen geht prima.<br>Tags darauf machen einen Motoradausflug auf dem Sozius in die Umgebung. Gefahren von den Besitzern geht es \u00fcber rote Sandpisten an den kleinen, typischen H\u00e4usern der Reisbauern vorbei.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"198\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-19-300x198.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8755\" style=\"width:674px;height:445px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-19-300x198.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-19.png 741w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"206\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-20-300x206.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8756\" style=\"width:673px;height:463px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-20-300x206.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-20.png 745w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"156\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-21-300x156.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8757\" style=\"width:678px;height:353px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-21-300x156.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-21.png 743w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Uns begegnen viele Kinder mit ihren Fahrr\u00e4dern auf dem Weg zur Schule; alle winken uns freundlich zu. Wir fahren an Teichen, Gr\u00e4ben und sonstigen Wasserstellen vorbei. Ideale Voraussetzungen f\u00fcr den Reisanbau. Da gerade keine Pflanzzeit ist, haben die Wasserb\u00fcffel ein faules Leben. Sie weiden auf den abgeernteten Feldern oder nehmen ein erfrischendes Schlammbad. Auch die wei\u00dfen Buckelrinder freuen sich noch \u00fcber die Stoppeln auf den Reisfeldern. Kreuz und quer fahren wir durch die Gegend, durch kleine Ansiedlungen, an L\u00e4den, Lokalen, Schulen und Tempeln vorbei.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"150\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-22-300x150.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8758\" style=\"width:671px;height:336px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-22-300x150.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-22.png 742w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"143\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-23-300x143.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8759\" style=\"width:673px;height:321px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-23-300x143.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-23.png 745w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Wenn wir einen Wasserlauf auf einer der schmalen H\u00e4ngebr\u00fccken \u00fcberqueren m\u00fcssen, steigen wir ab, und laufen hin\u00fcber. Auf dem Fluss sind mehrere beinahe runde Bereiche mit Bambusstangen und Netzen abgesteckt. Hier f\u00e4ngt sich der treibende Wasserkohl, bildet ein dichtes Feld und unter Wasser bieten die Triebe und Wurzeln den Fischen Verstecke und Schatten. Die Menschen haben doppelten Nutzen, Fisch und Gem\u00fcse f\u00fcr die n\u00e4chste Mahlzeit sind jederzeit verf\u00fcgbar und immer frisch.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"111\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-24-300x111.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8760\" style=\"width:666px;height:246px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-24-300x111.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-24.png 742w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Interessant ist ein Halt an einer Deckstation mit zwei pr\u00e4chtigen Buckelrinderbullen. &nbsp;Die Tiere liegen gem\u00fctlich herum und warten auf ihren n\u00e4chsten Einsatz, f\u00fcr den der Besitzer je 55 $ kassiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"138\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-25-300x138.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8761\" style=\"width:675px;height:311px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-25-300x138.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-25.png 742w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Unser n\u00e4chster Stopp ist an einem Palmenhain. Viele der B\u00e4ume wurden vom Blitz getroffen. \u00dcbrig geblieben sind schwarze St\u00fcmpfe. Warum das immer wieder an dieser Stelle passiert und nicht an dem hundert Meter weiter entfernten, wei\u00df kein Mensch. An den noch intakten Palmen klettert ein Mann auf der angebundenen Bambusleiter rund zehn Meter nach oben, schneidet vom Bl\u00fctenstab die vordere Spitze ab und h\u00e4ngt ein Plastikgef\u00e4\u00df an. Nach 24 Stunden hat die Palme pro Bl\u00fctenstab einen Liter Saft abgegeben. Einmal am Tag wird der Saft abgeholt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone size-full wp-image-3603\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/p1090439.jpg\" alt=\"P1090439\" class=\"wp-image-3603\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Fahrradersatz<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>An unserem n\u00e4chsten Haltepunkt sehen wir auch, was damit passiert. Am Ufer des Flusses leben drei Familien in den allereinfachsten Bambush\u00fctten. Eine Menge Kinder wuseln herum. Kunthy versammelt sie um sich und zaubert aus ihrer Tasche bunte Kugelschreiber. Sie legt Wert darauf, dass sie und nicht die Touristen die Schenkenden sind, um die Kinder bei zuk\u00fcnftigen Besuchen nicht zum betteln zu verleiten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"149\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-26-300x149.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8762\" style=\"width:663px;height:329px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-26-300x149.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-26.png 747w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"227\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-27-300x227.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8763\" style=\"width:673px;height:510px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-27-300x227.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-27.png 727w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"188\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-28-300x188.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8764\" style=\"width:671px;height:420px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-28-300x188.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-28.png 742w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein gro\u00dfer Berg geh\u00e4kseltes Palmholz liegt vor der einen H\u00fctte, wo in der Kochstelle ein munteres Feuer prasselt. Obendrauf eine gro\u00dfe Blechschale, von rund 60 cm Durchmesser, in dieser ein Korb, der offenbar daf\u00fcr sorgt, dass der Palmsaft gleichm\u00e4\u00dfig verteilt ist. Hier dampft, zischt und brodelt es, und es riecht leicht nach Karamell. Eine Charge ist gerade fertig geworden und wird in wei\u00dfe Eimer umgef\u00fcllt. Sie hat Farbe und Konsistenz von Kleehonig. Die z\u00e4he Masse schmeckt gut und ist ewig haltbar. Mit l\u00e4ngerer Lagerzeit wird sie steinhart, und muss dann zersto\u00dfen werden. F\u00fcr die Familien scheint das die einzige Einnahmequelle zu sein, aber um diesen Palmzucker ohne irgendwelche Zus\u00e4tze zu kaufen, kommen Menschen bis aus der Hauptstadt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"151\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-29-300x151.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8765\" style=\"width:673px;height:338px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-29-300x151.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-29.png 743w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"208\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-30-300x208.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8766\" style=\"width:671px;height:465px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-30-300x208.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/image-30.png 746w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Die Kinder sind inzwischen zum Flussufer gelaufen und planschen herum. Keins von ihnen kann schwimmen, aber die Eltern haben vollstes Zutrauen in ihre F\u00e4higkeiten. Das Wasser ist an der tiefsten Stelle h\u00f6chstens 70 Zentimeter tief. Es sieht so einladend aus, dass ich in voller Montur ins Wasser steige. Die Kinder schauen mir erst mit offenem Mund zu und sind dann begeistert. Das Wasser str\u00f6mt gewaltig, bestimmt 1-2 Meter pro Sekunde. Eine Weile lasse ich mich treiben, dann gehe ich an anderer Stelle ans Ufer. Kunthy wollte auch gern schwimmen, aber sie plagt sich mit einer Erk\u00e4ltung und geht nur bis zu den Oberschenkeln ins Wasser, um Flussmuscheln zu sammeln.<br>Als wir zur\u00fcck im Ressort sind, bin ich fast wieder trocken, doch der rote Staub steckt in Ober- und Unterkleidung und wir lassen noch schnell alles in die Waschmaschine stecken. Aber wer h\u00e4tte gedacht, dass rote Erde so farbecht ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Wegen fehlender Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt) F\u00fcr den Morgenbus in die Hauptstadt Phnom Penh gibt es keine Tickets mehr. Wir m\u00fcssen auf den n\u00e4chsten um 14.30 Uhr warten. 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