{"id":3708,"date":"2018-02-12T08:54:25","date_gmt":"2018-02-12T06:54:25","guid":{"rendered":"http:\/\/mit140umdiewelt.com\/?p=3708"},"modified":"2024-01-13T20:11:53","modified_gmt":"2024-01-13T20:11:53","slug":"positives-merkwuerdiges-und-negatives-nach-18-tagen-in-kambodscha","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=3708","title":{"rendered":"Positives, Merkw\u00fcrdiges und Negatives nach\u00a018 Tagen in Kambodscha"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3710\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/dsc03314.jpg\" alt=\" dsc03314.jpg\" =\"\"=\"\" width=\"2137\" height=\"2304\"><\/p>\n<ul>\n<li>Dass die Kambodschaner so fr\u00f6hlich und freundlich sind, nach all dem Grauen, dass sie noch bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts erleben mussten, ist schon erstaunlich. Man trifft nat\u00fcrlich meist die j\u00fcngere Generation an, die das nicht mehr oder nur als Kind erlebt hat.<\/li>\n<li>Viele sch\u00f6ne Ressorts sind sowohl an der K\u00fcste als auch im Landesinneren gebaut worden und die Menschen sind es Wert, dass man sie besucht und ihnen damit zu etwas Wohlstand verhilft.<\/li>\n<li>In vielen Hotels und Anlagen werden Fahrr\u00e4der kostenlos zur Verf\u00fcgung gestellt. Der Zustand ist nicht der beste, aber das ist in S\u00fcdostasien ein generelles Problem. Wartung und Reparatur sind Fremdworte.<\/li>\n<li>Die Hauptstra\u00dfen sind in ordentlichem Zustand, dadurch ist das Reisen recht bequem.<\/li>\n<li>Das Busnetz ist gut ausgebaut, man kommt ohne Schwierigkeiten \u00fcberall hin. In den Orten selbst stehen Tuktuks zur Verf\u00fcgung.<\/li>\n<li>Reisanbau und Kautschukplantagen sind die wichtigsten Wirtschaftszweige in diesem Land. Nach und nach besinnt man sich beim Reisanbau wieder auf alte Methoden ohne Kunstd\u00fcnger-Einsatz und erzielt damit Spitzenqualit\u00e4t.<\/li>\n<li>Obwohl unter den Roten Khmer die Religion verboten war, bekennen sich heute wieder \u00fcber 90% zum Buddhismus.<\/li>\n<li>Glaube und Aberglaube existieren hier quasi gleichberechtigt nebeneinander. Schon den Kindern wird durch Erz\u00e4hlungen von Geistern Angst eingefl\u00f6\u00dft, und die l\u00e4sst sie nie wieder los.<\/li>\n<li>Die H\u00e4user werden in l\u00e4ndlichen Gebieten immer auf Stelzen gebaut. Dass damit eine gewisse Sicherheit bei \u00dcberschwemmungen in der Regenzeit gegeben ist, ist nur ein Teil der Wahrheit. Der andere ist, dass man glaubt, dicht unter der Erde&nbsp; leben die Geister. Sie k\u00f6nnen dann nicht so schnell in die H\u00e4user kommen.<\/li>\n<li>Die Tuktuks sehen in jedem Land anders aus, hier wird eine Art Kutsche von einem Moped gezogen. Und weil dabei der Motor leicht \u00fcberhitzt, haben sich die Menschen eine pragmatische L\u00f6sung einfallen lassen. Ein Wasserkanister an einer Seite l\u00e4sst permanent einen leichten Wasserstrahl \u00fcber den Motor rinnen, um ihn zus\u00e4tzlich zu k\u00fchlen.<\/li>\n<li>Siem Reap ist durch das nahe gelegene Angkor eine wohlhabende Stadt geworden. Es wird berichtet, dass eine private Organisation f\u00fcr die Ticketverk\u00e4ufe zust\u00e4ndig ist. Der Staat hat lediglich Einnahmen in H\u00f6he von einer Million US$ pro Jahr..<\/li>\n<li>In l\u00e4ndlichen Gegenden laufen die Kinder bis zum Alter von 3 Jahren nackt herum.<\/li>\n<li>Schulunterricht l\u00e4uft noch nach alten Mustern. Auswendiglernen ist die Devise, Mitdenken nicht erw\u00fcnscht. Uns wurde berichtet das man den Kindern oft erz\u00e4hlt, dass sie ihrem Land am besten dienen, wenn sie Reisbauern werden.<\/li>\n<li>Die M\u00e4dchen tragen sehr konservative Schuluniformen. Bis ca. 10 Jahre tragen sie zur wei\u00dfen Bluse einen dunkelblauen Faltenrock der die Knie bedeckt. Die \u00e4lteren M\u00e4dchen tragen den traditionellen Wickelrock, der bis zur halben Wade reicht in derselben Farbe.<\/li>\n<li>Beim Mopedfahren gibt es eine neue Variante; die kleinen Kinder <span style=\"text-decoration: underline;\">stehen<\/span> entweder vor oder hinter dem Fahrer auf dem Sitz und werden von ihm oder dem Beifahrer mit einer Hand festgehalten.<\/li>\n<li>Auf den \u00f6ffentlichen Toiletten h\u00e4ngen h\u00e4ufig Schilder (\u00e4hnlich dem abgebildeten), die verschiedene Dinge verbieten: Mit den Schuhen auf der Toilettenbrille hocken, sich in der Toilette die F\u00fc\u00dfe waschen oder unter der Reinigungsd\u00fcse die Haare oder Schuhe waschen.<br \/>\nEs gab keine Toilettenbrille, die nicht abgeschabt gewesen w\u00e4re, was die anderen Punkte betrifft, sind die nicht so ohne weiteres zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3656\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/dsc02811.jpg\" alt=\"DSC02811\" width=\"3072\" height=\"2304\">.<\/p>\n<ul>\n<li>Und auch hier das leidige Problem mit dem vielen Plastik. Gem\u00e4\u00df einer Statistik verbrauchen die Kambodschaner 10.000 T\u00fcten pro Kopf und Jahr. Es reicht z.B. nicht, Getr\u00e4nke im Plastikbecher mit Deckel zu verkaufen, das Ganze muss noch extra in eine Plastiktrageh\u00fclle gepackt werden.<br \/>\nManche Menschen versuchen, das Abfallproblem es auf ihre eigene Art zu l\u00f6sen, indem sie alles auf einen Haufen werfen und anz\u00fcnden (inklusive Dosen und Plastik). Fr\u00fcher, als Bananenbl\u00e4tter das einzige Verpackungsmaterial waren, hat das gefahrlos funktioniert.<br \/>\nDa wartet noch eine gro\u00dfe Aufgabe auf die Regierung, erstens f\u00fcr eine funktionierende M\u00fcllabfuhr zu sorgen und zweitens die Menschen entsprechend aufzukl\u00e4ren.<\/li>\n<li>Man sieht viele behinderte Menschen. In Angkor sahen wir zwei Bands, die nur aus Menschen bestanden, die blind waren oder denen Gliedma\u00dfen fehlten. Aber sie spielten ihre Instrumente mit&nbsp; vollem Elan. Einem Mann, dem beide H\u00e4nde fehlten, hatte man die Trommelst\u00f6cke mit B\u00e4ndern an den Armst\u00fcmpfen festgebunden.<\/li>\n<li>Viele Landminen sind noch nicht aufgesp\u00fcrt und entsch\u00e4rft worden, von manchen Gebieten wird deshalb von einem Besuch abgeraten. So sind die Gr\u00e4uel des Krieges mit dessen Ende noch nicht ausgestanden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>W\u00fcrden wir wieder hinfahren? Auf jeden Fall.<br \/>\n<em>Chum riap lia Kambodscha<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass die Kambodschaner so fr\u00f6hlich und freundlich sind, nach all dem Grauen, dass sie noch bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts erleben mussten, ist schon erstaunlich. Man trifft nat\u00fcrlich meist die j\u00fcngere Generation an, die das nicht mehr oder nur als Kind erlebt hat. 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