{"id":4600,"date":"2018-05-06T13:31:31","date_gmt":"2018-05-06T11:31:31","guid":{"rendered":"http:\/\/mit140umdiewelt.com\/?p=4600"},"modified":"2024-01-15T07:27:35","modified_gmt":"2024-01-15T07:27:35","slug":"von-broome-in-den-karijini-nationalpark-australien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=4600","title":{"rendered":"Von Broome in den Karijini Nationalpark (Australien)"},"content":{"rendered":"\n<p>(Wegen der Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-mit-140-um-die-welt wp-block-embed-mit-140-um-die-welt\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"WnmahpCcek\"><a href=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2018\/05\/06\/von-broome-in-den-karijini-nationalpark-australien\/\">Von Broome in den Karijini Nationalpark&nbsp;(Australien)<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Von Broome in den Karijini Nationalpark&nbsp;(Australien)&#8220; &#8212; HTTPS:\/\/www.Otterpack8.wordpress.com\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2018\/05\/06\/von-broome-in-den-karijini-nationalpark-australien\/embed\/#?secret=xSltKJ91Wo#?secret=WnmahpCcek\" data-secret=\"WnmahpCcek\" width=\"525\" height=\"296\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n<p>So gut uns Broome auch gef\u00e4llt, wir m\u00fcssen weiter. Schlie\u00dflich haben wir uns eine ganz sch\u00f6ne Strecke vorgenommen, die wir in 8 Wochen zur\u00fccklegen wollen.<br \/>\nBevor wir uns aber auf den Weg in Richtung S\u00fcden machen, fahren wir noch an die Westspitze der Halbinsel. Bei extremer Ebbe sind dort Saurier-Fu\u00dfspuren zu sehen. Das Gl\u00fcck werden wir heute nicht haben, aber trotzdem ist dieser Endpunkt spektakul\u00e4r. Ockerfarbene und rostrote Felsen t\u00fcrmen sich vor dem t\u00fcrkisblauen Meer auf. Wir klettern begeistert herum und fotografieren.<br \/>\n<br \/>\nWir sind noch so gefangen genommen von dem sch\u00f6nen Anblick, dass wir beim Losfahren nicht aufpassen und auf der unbefestigten Stra\u00dfe in die falsche Richtung fahren. Zwar bemerken wir den Fehler ziemlich schnell, aber wenden ist unm\u00f6glich. Recht bald geraten wir in losen Sand. Die ersten Male kann Klaus dank einer lang zur\u00fcckliegenden <strong>\u201eErfahrung\u201c <\/strong>mit einem Jeep in den D\u00fcnen von Furteventura geschickt meistern. Doch irgendwann nutzen auch seine Fahrk\u00fcnste nicht mehr, wir stecken fest. W\u00e4hrend wir \u00fcberlegen, was zu tun ist, h\u00e4lt ein Mann mit seinem hochbeinigen, 4WD Fahrzeug neben uns und bietet sofort seine Hilfe an. Er ist mit Klappspaten, Abschleppband und Walky Talky f\u00fcr solche F\u00e4lle perfekt ausgestattet. Wir leider nicht, an unserem Camper ist keine Abschlepp\u00f6se zu finden. Beide M\u00e4nner liegen im Sand und suchen nach einer geeigneten Stelle, das Band an unserem Auto zu befestigen. Mit Leichtigkeit zieht der starke Wagen uns aus den Sandd\u00fcne, aber der Fahrer wei\u00df, es kommt noch mal eine Stelle, in der wir garantiert wieder stecken bleiben w\u00fcrden. So bringt er uns auch noch \u00fcber diese Gefahrenstelle und verabschiedet sich freundlich und ohne etwas f\u00fcr seine Hilfe zu verlangen. Tausend Dank, Marvin.<br \/>\n<br \/>\nBei dem Man\u00f6ver ist im Camper nichts mehr am urspr\u00fcnglichen Platz, die Koffer sind heruntergefallen, die festgesteckten K\u00f6rbchen ebenfalls. Der Inhalt liegt bunt gemischt herum. Dazu \u00fcberall der rote Sand. Wir fahren zur\u00fcck zum Cable Beach, dort gibt es Duschen am Strand, das reicht f\u00fcr die erste grobe Reinigung von Klaus, f\u00fcrs Auto benutzen wir den Handfeger.<br \/>\n<br \/>\nDie Stra\u00dfe f\u00fchrt durch ein gro\u00dfes Sumpfgebiet, ein idealer Platz f\u00fcr Wasserv\u00f6gel aller Art.<br \/>\nWir brauchen noch einen elektrischen Adapter f\u00fcr den Camper und im gut ausgestatteten Laden entdecke ich auch eine Abteilung mit Outdoor-Kleidung. Klaus hat ein Poloshirt in der Hand und fragt nach einer gr\u00f6\u00dferen Ausgabe. \u201eIt`s leidi\u201c, antwortet die Verk\u00e4uferin. Wir stehen auf dem Schlauch, bis wir kapieren, das es ein Hemd f\u00fcr Damen (Lady) ist.<br \/>\nMit Verz\u00f6gerung setzen wir unseren Weg in Richtung Port Hedland fort. Unser geplantes Ziel erreichen wir heute nicht mehr, aber ein St\u00fcck wollen wir wenigstens noch weiterfahren. Wir \u00fcbernachten wieder am Highway auf einem der ausgewiesenen Rastpl\u00e4tze. Der Platz ist sch\u00f6n, aber es wimmelt von M\u00fccken und K\u00e4fern, wir k\u00f6nnen nicht mal drau\u00dfen essen. Durch die kleinesten Ritzen kommen die Insekten. Direkt nach Sonnenaufgang fahren wir weiter, ohne zu fr\u00fchst\u00fccken.<br \/>\n<br \/>\nDas holen wir eine Stunde sp\u00e4ter an einem Rasthof (Roadhouse) nach. Hier k\u00f6nne wir einen Roadtrain mit drei Anh\u00e4ngern bestaunen, aber es gibt noch eine weitere Sehensw\u00fcrdigkeit. Die Besitzer haben offenbar eine Vorliebe f\u00fcr Pfauen, mindestens 20 dieser V\u00f6gel laufen hier frei herum. Neben dem Geb\u00e4ude wurde ein kleines Museum errichtet. Es gibt noch einige verrostete alte Gegenst\u00e4nde: Eine Tanks\u00e4ule, einen K\u00fchlschrank und verschiedene Ger\u00e4te. An der Wand h\u00e4ngen Zeitungsartikel aus den 80er Jahren, die von den verheerenden Auswirkungen zweier Taifune berichten. Offenbar war diese Rastst\u00e4tte auch betroffen.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4621\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/05\/dsc05157.jpg\" alt=\"DSC05157\" width=\"3072\" height=\"2304\" \/>Wir lassen Port Hedland \u2013 eine Stadt mit gro\u00dfem Hafen f\u00fcr die Verschiffung von Eisenerz und Salz links, genauer gesagt rechts liegen und fahren weiter auf dem Highway. Hier herrscht viel Verkehr, die Roadtrains mit drei Anh\u00e4ngern sind leer zu den Minen und beladen zum Hafen unterwegs. Dann m\u00fcssen wir noch vor einer Bahnschranke halten und haben das Vergn\u00fcgen, einen der 300 Meter langen G\u00fcterz\u00fcge an uns vorbeifahren zu sehen.<br \/>\nDas Landesinnere ist unser Ziel, wir wollen in den Karijini National Park (zweitgr\u00f6\u00dfter Westaustraliens) und haben noch etliche Kilometer vor uns. In der Region Pilbara, in der auch der Nationalpark liegt, gibt es gro\u00dfe Eisenerzvorkommen. Als uns ein PKW entgegenkommt mit dem Warnhinweis auf einen Transport mit \u00dcberbreite, denke ich mir nicht viel dabei. Ich steuere unsern Camper ganz nach links und gehe mit der Geschwindigkeit runter. Der n\u00e4chste PKW warnt mich mit der Lichthupe, so dass ich auf den hier gl\u00fccklicherweise vorhandenen Seitenstreifen lenke, und dann kommt die \u00dcberbreite auf uns zu.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4663\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/05\/dsc05161.jpg\" alt=\"DSC05161\" width=\"3072\" height=\"2304\" \/>Das Fahrzeug nimmt exakt beide Spuren ein, da bleibt mir noch nachtr\u00e4glich die Luft weg.<br \/>\nDie Landschaft ist flach, man kann unendlich weit gucken. Wo und warum hier ein Nationalpark sein soll, ist momentan noch unverst\u00e4ndlich. Doch allm\u00e4hlich kommen wir in h\u00fcgeliges Gebiet und kurz nach Sonnenuntergang erreichen wir den Campingplatz. Trotzdem k\u00f6nnen wir uns nicht vorstellen, dass es hier spektakul\u00e4re Schluchten gibt.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen melden wir uns erst mal an, am Vorabend war das B\u00fcro bereits geschlossen. Wir bekommen Informationen \u00fcber den Park, Pl\u00e4ne der Umgebung und einige Tipps f\u00fcr Ausfl\u00fcge. Hier befinden wir uns auf einem Plateau in 600 Metern H\u00f6he.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4626\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/05\/dsc05231.jpg\" alt=\"DSC05231\" width=\"3072\" height=\"2304\" \/>Vom Parkplatz aus kommen wir nach 100 Metern an eine Aussichtsplattform und schauen genau in einen Naturpool, der ca. 60 Meter unter uns liegt. Hier vergn\u00fcgen sich schon ein paar Familien mit Kindern. Das Gekreische ist bis zu uns herauf zu h\u00f6ren. Der Weg hinunter ist mit Schwierigkeitsstufe 4 von 5 bezeichnet. Aber da habe ich mir umsonst Gedanken gemacht, unsere Dschungeltouren haben uns f\u00fcr solche Pfade fit gemacht.<br \/>\n<br \/>\nUnten in der Schlucht angekommen entschlie\u00dfen wir uns, den 1,5 st\u00fcndigen Wanderweg zum anderen Felsenpool zu laufen. Hier am Grund ist es schattig und auch die l\u00e4stigen Fliegen sind uns nicht gefolgt. Das Gestein in diesem Nationalpark ist \u00fcber 2,5 Milliarden Jahre alt und geh\u00f6rt damit zum \u00e4ltesten der Erde. Die Zufl\u00fcsse des Fortescue River\u00a0haben sich 100 Meter tief eingegraben und bizarre Schluchten in herrlichen Farben und wunderbare Felsenpools geschaffen, die das ganze Jahr \u00fcber Wasser bereit halten. Nach dem Weg \u00fcber Steine und durch Wasserl\u00e4ufe erreichen wir den Pool mit den Fortescue-F\u00e4llen. Hier legen wir auch eine Badepause ein. Das Wasser ist erfrischend k\u00fchl. Dort komme ich mit einer Australierin ins Gespr\u00e4ch. Sie erz\u00e4hlt mir, dass ihr neuseel\u00e4ndischer Ehemann als Mechaniker f\u00fcr eine Minengesellschaft die gro\u00dfen Maschinen wartet und die Familie mit den vier Kindern seit 3,5 Jahren in einem gro\u00dfen Wohnmobil lebt und jeweils dorthin f\u00e4hrt, wo der Mann Arbeitseins\u00e4tze hat. Da Australien zwar Bildungs- aber keine Schulpflicht hat, k\u00f6nnen die Kinder entweder eine virtuelle Schule besuchen oder von den Eltern mit vom Staat zur Verf\u00fcgung gestellten Lehrmaterial unterrichtet werden. Zur Zeit sind Herbstferien, deshalb sind so viele Familien mit Kindern unterwegs.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4658\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/05\/p1100554.jpg\" alt=\"P1100554\" width=\"3264\" height=\"2448\" \/>Der zweite Pool, den wir besuchen, ist noch gr\u00f6\u00dfer und das Wasser noch etwas k\u00e4lter als im ersten. Trotzdem schwimmen wir einmal bis zum Wasserfall und wieder zur\u00fcck. Auf dem R\u00fcckweg entdecken wir in einer Baumgruppe eine gro\u00dfe Kolonie fliegende Hunde.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4640\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/05\/dsc05270.jpg\" alt=\"DSC05270\" width=\"3072\" height=\"2304\" \/>F\u00fcr den Aufstieg sind hier bequeme Treppen angebracht, und alle Stufen haben eine einheitliche H\u00f6he. Trotz dieser Erleichterung bin ich oben schon geschafft, und dann noch der Weg zur\u00fcck unter brennender Sonne. Ein uns entgegenkommender Mann weist uns auf die tollen Farben hin, durch den k\u00fcrzlich gefallenen Regen ist frisches Gr\u00fcn gewachsen. \u201eDas sieht man hier sehr selten,\u201c erz\u00e4hlt er und ich verspreche, viele Fotos zu machen.<br \/>\nAbends wird es recht frisch und wir sind froh, dass eine Steppdecke zur Ausstattung unseres Campers geh\u00f6rt. In der Nacht heulen die Dingos, sie m\u00fcssen ganz in der N\u00e4he sein. Da ist es schon ein beruhigendes Gef\u00fchl, Metall- und keine Zeltw\u00e4nde um sich herum zu haben.<br \/>\nBevor wir den Nationalpark endg\u00fcltig verlassen, fahren wir noch zum Besucherzentrum und schauen uns die Informationstafeln an. Wir bekommen den Hinweis auf eine weitere spektakul\u00e4re Schlucht, die wollen wir uns auf jeden Fall noch ansehen. Auf dem Weg dorthin l\u00e4uft vor unserem Auto ein Emu \u00fcber die Stra\u00dfe. Er verharrt noch einen Moment, bevor er im dichten Geb\u00fcsch verschwindet.<br \/>\n<br \/>\nDie Joffre-Schlucht ist wirklich noch beeindruckender, \u00fcber gro\u00dfe Felsenstufen (Schwierigkeitsstufe 5) erreicht man das tief liegende Badeparadies, beginnend mit einem runden Becken mit einer Kiesbank in der Mitte, dann folgt ein tiefer Pool, der an einer schmalen Felsbarriere endet. Dahinter verl\u00e4uft ein sehr enger Flusslauf, der sich wiederum in einen Pool erweitert. \u00dcberall wird gebadet, von den Felsen gesprungen oder man sonnt sich auf den Steinplatten. Der Weg ist wirklich anstrengend, und weil ich gestern zuviel Sonne abbekommen habe und mich mit Kopfschmerzen plage, verzichten wir auf den beschwerlichen Weg. Ist wahrscheinlich auch besser so, wir haben ja noch immer einen weiten Weg vor uns.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Wegen der Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt) So gut uns Broome auch gef\u00e4llt, wir m\u00fcssen weiter. Schlie\u00dflich haben wir uns eine ganz sch\u00f6ne Strecke vorgenommen, die wir in 8 Wochen zur\u00fccklegen wollen. 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