{"id":4850,"date":"2018-05-21T15:03:58","date_gmt":"2018-05-21T13:03:58","guid":{"rendered":"http:\/\/mit140umdiewelt.com\/?p=4850"},"modified":"2024-01-15T07:33:20","modified_gmt":"2024-01-15T07:33:20","slug":"von-bunbury-nach-esperance-australien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=4850","title":{"rendered":"Von Bunbury nach Esperance (Australien)"},"content":{"rendered":"\n<p>(Wegen der Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-mit-140-um-die-welt wp-block-embed-mit-140-um-die-welt\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"Ke4qpCw1bT\"><a href=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2018\/05\/21\/von-bunbury-nach-esperance-australien\/\">Von Bunbury nach Esperance&nbsp;(Australien)<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Von Bunbury nach Esperance&nbsp;(Australien)&#8220; &#8212; HTTPS:\/\/www.Otterpack8.wordpress.com\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2018\/05\/21\/von-bunbury-nach-esperance-australien\/embed\/#?secret=WhqA5Rl9CG#?secret=Ke4qpCw1bT\" data-secret=\"Ke4qpCw1bT\" width=\"525\" height=\"296\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck fahren wir zum Hafen der rund 30.000 Einwohner z\u00e4hlenden Stadt Bunbury. Vom Naturhafen aus werden Holzsp\u00e4ne, Aluminium und Mineralsand verschifft. Die oft in der Bucht auftauchenden Delfine bekommen wir leider nicht zu Gesicht.<br \/>\n<br \/>\nDer n\u00e4chste Halt ist in Busselton, wo der l\u00e4ngste Jetty der s\u00fcdlichen Hemisph\u00e4re 1.841 m weit ins Meer gebaut wurde. 1865 wurde mit dem Bau begonnen, um das Verladen des Bauholzes \u2013 unter anderem f\u00fcr London \u2013 in der flachen Bucht zu erleichtern. Nach und nach musste der Pier verl\u00e4ngert werden, sp\u00e4ter verlegte man noch Eisenbahnschienen, um den Transport zu vereinfachen. Noch heute f\u00e4hrt eine Bahn, allerdings transportiert sie Touristen. Vom Steg aus wird gern geangelt, an einigen Stellen f\u00fchren Treppenstufen nach unten zu kleinen Plattformen, auf denen es sich die Angler auf Hockern bequem machen. Ungef\u00e4hr in der Mitte fallen uns am Gel\u00e4nder viele kleine Gedenktafeln auf. Hier wurde die Asche von verstorbenen Anglern oder Meeresliebhabern direkt dem Ozean \u00fcberantwortet. Einige haben offenbar direkt auf dem Steg den Tod gefunden. Ein wenig makaber mutet das schon an. Das vom Meer abgeteilte und von einem gro\u00dfen Netz umgebene Schwimmbad liegt nur ein paar hundert Meter entfernt am Ufer.<br \/>\nAm Ende des Jetty kann man zum nat\u00fcrlichen Aquarium hinabsteigen. Hier befinden sich eigentlich die Menschen hinter oder besser im Glas und k\u00f6nnen das nat\u00fcrliche Leben im Meer an einem Korallenriff beobachten. Wenn man Gl\u00fcck hat, schauen auch die Seel\u00f6wen mal rein.<br \/>\nWir fahren weiter \u00fcber Dunsborough zum Cape Naturaliste. An der Stra\u00dfe steht ein gro\u00dfes Leuchtschild. Besucher erfahren, dass Haie gesichtet worden sind. F\u00fcr uns ist die Warnung zwar interessant, aber bei den Wassertemperaturen ist die Badesaison f\u00fcr uns ohnehin vorbei. Den vielen Surfern, die in Neopren-Anz\u00fcgen ihrem Hobby nachgehen, verdirbt die Warnung allerdings den Tag.<br \/>\n<br \/>\nWir laufen zum alten Leuchtturm an der Spitze. Er ist noch in Betrieb, deshalb kann man nur nach Voranmeldung nach oben laufen, doch auch von der Holzterrasse aus hat man eine gute Sicht nach drei Seiten. Auf dem R\u00fcckweg gehen wir ins Caf\u00e9 im ehemaligen Leuchtturmw\u00e4rterhaus. Die einzelnen R\u00e4ume sind mit alten M\u00f6beln wie Wohnstuben aus vergangener Zeit eingerichtet. Es liegen sogar B\u00fccher aus dieser Zeit herum. Hier kann man es eine Weile aushalten. Die Torten sollen laut Hinweis so gut sein, dass man daf\u00fcr sterben k\u00f6nnte. Deshalb machen wir einen gro\u00dfen Bogen um die Kuchentheke und trinken nur Kaffee, bevor wir wieder ins Auto steigen.<br \/>\nBald darauf verlassen wir die K\u00fcste und biegen ins Landesinnere ab. Unser heutiges Ziel ist Margaret River, die bekannteste Weinregion in Australien. Je n\u00e4her wir der Stadt kommen, umso mehr Hinweisschilder auf Weing\u00fcter sind zu entdecken. Und dann sehen wir sie auch links und rechts der Stra\u00dfe. Geschmackvolle Zufahrten, riesige Grundst\u00fccke mit Zierteichen oder Parkanlagen, und daneben oder mittendrin die sch\u00f6nen H\u00e4user.<br \/>\n<br \/>\nWer hier ein Weingut hat, geh\u00f6rt mit Sicherheit zu den wohlhabenden und angesehenen B\u00fcrgern des Landes. Auch die Stadt selbst macht einen einladenden Eindruck, aber anders als bei uns, sind die Weinlokale abends geschlossen, um 17 Uhr ist Schluss mit lustig. Das erhoffte Dinner in einem netten Lokal f\u00e4llt aus, denn nat\u00fcrlich kommen wir zu sp\u00e4t hier an. Und so essen wir wieder in der \u201eSterne-Campingk\u00fcche\u201c.<br \/>\nIn unserem Camper haben wir einen zweiflammigen Gaskocher und eine Mikrowelle (ausgiebig als Vorratsschrank genutzt). Meinen Anspruch, immer alles frisch zu kochen, habe ich bald aufgegeben. Der 50 Liter K\u00fchlschrank hat kein Gem\u00fcsefach und in der K\u00fchltasche vergammeln im feucht-hei\u00dfen Klima sogar die Zwiebeln. Wir haben uns einen Vorrat an Gem\u00fcsekonserven angeschafft. Fleisch und Fisch kaufen wir m\u00f6glichst vakuumverpackt. Wenn ein Supermarkt auf unserer Strecke liegt oder wir rechtzeitig in einer Stadt sind, kaufen wir f\u00fcr unser Abendessen auch frische Lebensmittel ein.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen zieht es uns in einen Weinladen. Wir k\u00f6nnen diese Stadt doch nicht verlassen, ohne etwas von den hochgelobten Erzeugnissen zu kaufen. Eine sehr kompetente Dame ber\u00e4t uns bei der Auswahl, und so verlassen wir Margaret River mit zwei Flaschen Rotwein. \u00dcbrigens ist der Fluss, der der Stadt ihren Namen gegeben hat eigentlich nur ein Bach.<br \/>\nWir fahren Richtung Nannup, Manjimup und Quinninup und dann durch den Shannon Nationalpark. Gro\u00dfe Weinfelder wechseln sich mit Weiden voller Rinderherden ab. Wieder nehmen wir unterwegs die Gelegenheit war, eine Scenic-Route zu fahren.<br \/>\n<br \/>\nEin Schwarm gr\u00fcner Papageien l\u00e4sst uns mitten auf der Stra\u00dfe anhalten. Zum Gl\u00fcck v\u00f6llig ungef\u00e4hrlich, denn au\u00dfer unserem ist kein Fahrzeug weit und breit zu sehen. Nach einigen Kilometern laufen Emus \u00fcber die Stra\u00dfe, drei von ihnen wollen offenbar einen Wettlauf mit uns machen und rennen vor und neben dem Auto her. Auf dem weiteren Weg entdecken wir 50 Meter neben der Stra\u00dfe eine Gruppe K\u00e4ngurus. Leider k\u00f6nnen wir nicht n\u00e4her an sie herankommen. Ich hoffe auf unseren Campingplatz in Walpole, in der Beschreibung stand, dass diese Tiere hier h\u00e4ufig zu sehen sind. Der Platz liegt wundersch\u00f6n an einem Inlet, einer gro\u00dfen Bucht mit einer schmalen Verbindung zum Meer.<br \/>\n<br \/>\nDiese Bucht k\u00f6nnte genauso gut in Schweden oder Kanada liegen. Aber auch hier lassen sich keine K\u00e4ngurus blicken. Vielleicht sind sie beleidigt, weil \u00fcberall Schilder stehen, dass man sie auf keinen Fall f\u00fcttern darf. Au\u00dferdem muss immer die T\u00fcr zu den Waschr\u00e4umen geschlossen werden, der leichte Zugang zu S\u00fc\u00dfwasser ist f\u00fcr die Tiere zu verlockend, und wenn dann die T\u00fcren zufallen, geraten sie in Panik und k\u00f6nnen f\u00fcr Menschen gef\u00e4hrlich werden.<br \/>\nUns gef\u00e4llt es hier, und wir bleiben einen weiteren Tag. Nachmittags laufen wir \u00fcber einen Wanderweg in den Ort zum Einkaufen und wieder zur\u00fcck.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4891\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/05\/img_20180509_172328.jpg\" alt=\"IMG_20180509_172328\" width=\"4160\" height=\"2336\" \/>Sp\u00e4ter im Camper schaue ich vom Computer auf und da sitzen zwei K\u00e4ngurus \u2013 keine drei Meter vom Fenster entfernt. Aufgeregt fotografieren wir zuerst von drinnen, dann versuchen wir leise die Schiebet\u00fcr zu \u00f6ffnen und laufen auf Socken nach drau\u00dfen. Die Australier wundern sich \u00fcber uns, so viel Aufregung wegen zweier K\u00e4ngurus. Aber sie verhalten sich still und warten ab, bis wir die Tiere genug Fotos gemacht haben. Wir sind richtig gl\u00fccklich!<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen fahren wir um den Inlet herum, um dann durch den Nationalpark mit den Riesenb\u00e4umen \u00fcber Denmark nach Albany, einer historischen Stadt zu fahren. Aborigines lebten bereits seit 50.000 Jahren in dieser Region, bevor 1826 europ\u00e4ische Siedler kamen, um sich hier nieder zu lassen. Ein paar H\u00e4user sind an die 100 Jahre alt, das gilt in Australien schon als alte Stadt. Die Amerikaner hatten hier eine Zeit lang einen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt.<br \/>\n<br \/>\nWir \u00fcbernachten in Bremer Bay und laufen abends im frischen Wind noch ein St\u00fcck an der Bucht entlang, in der sich ein Schwarm Wasserv\u00f6gel bereits einen Schlafplatz gesucht hat. Der Boden ist salzverkrustet und wie mit Teppichboden belegt. Das sind Algenteppiche die nur bei Hochflut vom Meerwasser \u00fcbersp\u00fclt werden. Die niedrigen B\u00e4ume sind vom st\u00e4ndigen Wind gebeugt und von der Sonne gebleicht. Am n\u00e4chsten Morgen \u2013 im strahlenden Sonnenschein \u2013 sieht alles viel lieblicher aus. Wir sind ganz allein an einem schneewei\u00dfen Strand mit ein paar Granitfelsen.<br \/>\nUm nicht dieselbe Strecke wie gestern 60 Kilometer weit zur\u00fcckzufahren, biegen wir von der Hauptstra\u00dfe ab. Der Mann an der Tankstelle erkl\u00e4rt uns im Brustton der \u00dcberzeugung, dass alle Stra\u00dfen hervorragend zu befahren seien. Wir glauben ihm und die erste viertel Stunde sieht alles prima aus, dann beginnt eine Schotterpiste. Behutsam lenke ich unseren Camper \u00fcber das \u201eWaschbrett.\u201c Das kostet Zeit, macht aber auch Spa\u00df, durch diese einsame Landschaft zu fahren.<br \/>\nAm sp\u00e4ten Nachmittag erreichen wir Esperance und fahren zu einem am Meer gelegenen Caravan-Park. Von hier aus wollen wir am n\u00e4chsten Morgen den \u201eGreat Ocean Drive\u201c fahren, einen rund 40 Kilometer langen Rundweg mit atemberaubenden Ausblicken auf die wei\u00dfesten und feinsandigsten Str\u00e4nde, die man sich nur vorstellen kann.<br \/>\n<br \/>\nDas Meer bietet ein Farbspiel von hellt\u00fcrkis bis zum tiefen tintenblau. In Ufern\u00e4he treiben Surfer auf ihren Brettern im Wasser und warten auf die perfekte Welle. Immer wieder lassen wir das Auto stehen und laufen zu besonderen Aussichtspunkten. Einmal machen wir auch eine kleine Wanderung \u00fcber einen Granitr\u00fccken und \u00fcber den Strand zur\u00fcck. Der am Rundweg gelegene \u201ePink Lake\u201c ist schon lange nicht mehr rosa. Durch den Stra\u00dfenbau bekommt der See nicht mehr gen\u00fcgend Meerwasser und die f\u00fcr die intensive Farbe verantwortlichen Bakterien vermehren sich nicht in ausreichender Menge.<br \/>\nF\u00fcr den Abend haben wir in einem Fischlokal einen Tisch reserviert. W\u00e4hrend des Telefongespr\u00e4ches bittet uns der nette Mann, Wein oder Bier mitzubringen, das Lokal habe keine Lizenz f\u00fcr den Alkoholausschank. Als wir dann mit unserem Wei\u00dfwein kommen, bringt er sofort einen Weink\u00fchler mit Eis und die richtigen Gl\u00e4ser. Eine Flasche Wasser wird unaufgefordert und kostenlos auf den Tisch gestellt. Wir essen je eine Platte Meersefr\u00fcchte, eine gegrillt die andere &#8222;crumpled&#8220;. Das Lokal schlie\u00dft um 20.30 Uhr. Nicht ungew\u00f6hnlich f\u00fcr Australien. Der R\u00fcckweg \u00fcber sch\u00f6n angelegte Wege am Meer unter dem funkelnden Sternenhimmel ist das Sahneh\u00e4ubchen auf diesem Abend.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Wegen der Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt) Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck fahren wir zum Hafen der rund 30.000 Einwohner z\u00e4hlenden Stadt Bunbury. Vom Naturhafen aus werden Holzsp\u00e4ne, Aluminium und Mineralsand verschifft. Die oft in der Bucht auftauchenden Delfine bekommen wir leider nicht zu Gesicht. 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