{"id":5284,"date":"2018-06-25T10:41:11","date_gmt":"2018-06-25T08:41:11","guid":{"rendered":"http:\/\/mit140umdiewelt.com\/?p=5184"},"modified":"2024-01-15T07:42:02","modified_gmt":"2024-01-15T07:42:02","slug":"von-christchurch-nach-omarama-neuseeland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=5284","title":{"rendered":"Von Christchurch nach Omarama (Neuseeland)"},"content":{"rendered":"\n<p>(Wegen der Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-mit-140-um-die-welt wp-block-embed-mit-140-um-die-welt\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"kmqe6kywDB\"><a href=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2018\/06\/25\/von-christchurch-nach-omarama-neuseeland\/\">Von Christchurch nach Omarama&nbsp;(Neuseeland)<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Von Christchurch nach Omarama&nbsp;(Neuseeland)&#8220; &#8212; HTTPS:\/\/www.Otterpack8.wordpress.com\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2018\/06\/25\/von-christchurch-nach-omarama-neuseeland\/embed\/#?secret=ODhT8PkkKI#?secret=kmqe6kywDB\" data-secret=\"kmqe6kywDB\" width=\"525\" height=\"296\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n<p><span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Nach dreieinhalb Stunden Flug, durch die Zeitverschiebung jedoch f\u00fcnfeinhalb Stunden sp\u00e4ter, erreichen wir Christchurch. Schon im Flugzeug haben wir Formulare bekommen, in denen speziell nach mitgebrachten Pflanzenteilen oder Lebensmitteln gefragt wird. Ich habe schon \u00fcberall \u201eNEIN\u201c angekreuzt, dann f\u00e4llt mir ein, dass ich noch Gew\u00fcrze im Gep\u00e4ck habe, und korrigiere das. Vielleicht hat auch die Durchsage, dass falsche Angaben mit Geldstrafen zwischen 400 und 10.000\u00a0$ geahndet werden, meinem Ged\u00e4chtnis auf die Spr\u00fcnge geholfen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Bei der Einreise wird dieser Zettel genauestens angeschaut. Der Zollbeamte, ein Mann mittleren Alters, will ganz genau wissen was wir dabei haben. Rosmarin, Thymian und Pfefferk\u00f6rner l\u00e4sst er durchgehen. Trotz der Versicherung, dass ich unsere Trekkingsandalen in der Maschine gewaschen habe muss Klaus den Koffer \u00f6ffnen; er will die Schuhe sehen. Zufrieden mit dem Ergebnis ist er dann beim Einpacken und Verschlie\u00dfen des Koffers behilflich und w\u00fcnscht uns einen sch\u00f6nen Aufenthalt in Neuseeland. Alles geht bestimmt aber sehr freundlich vonstatten. Um 2 Uhr nachts verlassen wir mit den letzten Passagieren die Einreisekontrolle.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Am Ausgang ist eine Tafel angebracht, auf der die Hotels in Christchurch aufgef\u00fchrt sind. Hinter jedem Namen steht eine Nummer, bei unserem die 27. Die rufen wir mit dem daneben stehenden Telefon an und sind mit der Rezeption unseres gebuchten Hotels verbunden. \u201eWir schicken Ihnen sofort einen Wagen,\u201c lautet die Antwort und kurze Zeit sp\u00e4ter sind wir dann im Hotel. Weil wir so sp\u00e4t kommen, d\u00fcrfen wir das Zimmer morgens eine Stunde l\u00e4nger bewohnen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Um 12 Uhr werden wir mit dem Auto von der Vermietstation im Hotel abgeholt. Dann dauert es noch eine ganze Weile, bis wir unser neues rollendes Heim bekommen; die Computer sind ausgefallen und die Mitarbeiter m\u00fcssen alle schon gespeicherten Angaben nochmal per Hand aufnehmen. Schlie\u00dflich ist auch das geschafft und wir k\u00f6nnen vom Hof fahren. Dieses Mal haben wir uns f\u00fcr ein gr\u00f6\u00dferes Fahrzeug (mit Toilette) entschieden, 7 Meter lang, 2 Meter breit und 3 Meter hoch ist das Vehikel. Heute geht es nur ein paar Kilometer weit, bis zu einem in der Stadt liegenden Campingplatz. Drei Tage bleiben wir in Christchurch, um uns einzurichten, Lebensmittel einzukaufen und die Stadt zu erkunden. Im nahe gelegenen Einkaufszentrum sind am Nachmittag viele Sch\u00fcler unterwegs. An unterschiedlichen Uniformen kann man erkennen, zu welcher Schule sie geh\u00f6ren. Schottenkaros in klassischen Farben und Mustern geh\u00f6ren zu jeder Kombination. <\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Im Kaufhaus entdecke ich sp\u00e4ter eine ganze Abteilung mit Kleidung f\u00fcr Kindergarten- und Schulkinder, getrennt nach den einzelnen Schulen. Die passenden Schuhe stehen gleich im n\u00e4chsten Regal. Ich glaube, dass diese Regelung f\u00fcr Eltern und Kinder viele Vorteile bringt. Niemand wird geh\u00e4nselt, weil er die \u201efalsche\u201c Jeans oder Schuhe einer Marke tr\u00e4gt, die nicht \u201ein\u201c ist. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Nach den verheerenden Erdbeben 2010 und 2011, bei denen 185 Menschen ihr Leben verloren und 70% der Geb\u00e4ude zerst\u00f6rt wurden ist der Wiederaufbau in Christchurch schon weit fortgeschritten. Viele supermoderne Geb\u00e4ude sind entstanden. <\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Einige alte Fassaden stehen noch, von der R\u00fcckseite durch Container gest\u00fctzt. \u00dcberhaupt ist aus dem seinerzeit schnell geschaffenen Provisorium aus Containern durch die begeisterte Zustimmung der Menschen eine dauerhafte Einrichtung geworden. <\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Caf\u00e9s, Bars und Shops haben ihr dauerhaftes Zuhause in bunten Containern gefunden. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5207\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/06\/p1110597.jpg\" alt=\"P1110597\" width=\"3264\" height=\"2448\" \/>Der am Ufer des Avon stehende Bogen der Erinnerung \u2013 zum Gedenken an die Gefallenen der verschiedenen Kriege \u2013 war beim Erdbeben ebenfalls eingest\u00fcrzt. 2016 wiederer\u00f6ffnet hat er nun eine weitere Bedeutung bekommen. Wer Christchurch fr\u00fcher gesehen hat, wird es kaum wiedererkennen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Eine restaurierte Stra\u00dfenbahn f\u00e4hrt Touristen auf einer 2,5 Kilometer langen Schleife durch die Innenstadt. Den Weg kann man auch ganz bequem laufen.<\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Auf dem Platz vor der \u201eChristchurch Cathedral\u201c, die noch immer ohne ihren Turm dasteht, ist eine Schulklasse damit besch\u00e4ftigt, Informationen zu sammeln. Die Kinder lesen aufmerksam die Texte auf den Informationstafeln, fotografieren oder machen sich Notizen. Ob die Kathedrale an dieser Stelle wieder aufgebaut wird, ist bis heute noch unklar, die noch stehenden Reste sollen jedenfalls abgerissen werden.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Busfahren ist in Christchurch eine beinahe neue Erfahrung. Der Busbahnhof ist eins der neuen gro\u00dfartigen Bauwerke. Rund zwanzig Halteboxen k\u00f6nnen an dem in Bumerang-Form gestalteten Geb\u00e4ude angefahren werden. Glast\u00fcren \u00f6ffnen sich automatisch beim Ein- und Aussteigen und die Passagiere stehen nicht im Freien, sondern haben eine geschlossene gro\u00dfe helle Wartehalle mit Sitzbereichen, wo sie ihre Handys laden k\u00f6nnen. In kleinen L\u00e4den kann man Essen und Getr\u00e4nke kaufen oder gleich dort verzehren. Und wenn der Bus kommt, stellen sich alle in einer Reihe hintereinander an, niemand dr\u00e4ngelt. Wunderbar, man kann aussteigen, ohne sich den Weg freik\u00e4mpfen zu m\u00fcssen. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">In der Nacht trommelt der Regen auf das Dach unseres Campers und wir bef\u00fcrchten, dass wir auf unsere Fahrt auf die Banks-Halbinsel verzichten m\u00fcssen. Doch als wir um 10 Uhr den Caravan-Park verlassen, k\u00e4mpft sich die Sonne langsam durch die Wolken und je weiter wir nach Osten fahren, umso sch\u00f6ner wird es.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Wir staunen \u00fcber die vielen mehrere Meter hohen und bis zu zwei Meter breiten Hecken, die Weiden und Geb\u00e4uden als Windschutz dienen. Bei einer kann man sehen wie hoch die Leiter ist, die der Farmer beim beschneiden eingesetzt hat. Bis vier Meter H\u00f6he ist die Hecke akkurat gestutzt, dar\u00fcber sprie\u00dfen die Koniferen in alle Richtungen. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5212\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/06\/dsc07130-kopie.jpg\" alt=\"DSC07130 - Kopie\" width=\"3072\" height=\"2304\" \/>Wir kommen am Forsyth-See vorbei, der die Heimat einer Kolonie Trauerschw\u00e4ne ist. Langsam wird die Stra\u00dfe schmaler, die Kurven enger und wir stellen fest: \u201eFreie Fahrt f\u00fcr freie B\u00fcrger\u201c wird hier anders interpretiert. Die Geschwindigkeit ist begrenzt, daf\u00fcr der Stra\u00dfenrand nicht. Obwohl es links steil bergab geht, hat man auf Leitplanken oder andere Schutzma\u00dfnahmen verzichtet. Nur die \u00fcblichen Begrenzungspf\u00e4hle stehen im Abstand von 25 Metern neben der Stra\u00dfe. <\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Die Aussicht ist auf jeden Fall spektakul\u00e4r, eingebettet zwischen alten Bergen vulkanischen Ursprungs liegt eine gro\u00dfe Bucht. Die Stadt Akaroa am \u00f6stlichen Ufer ist unser Ziel. 1838 lie\u00df sich der franz\u00f6sische Kapit\u00e4n eines Walfangschiffes hier ein St\u00fcck Land reservieren. 1840 trafen die ersten Siedler aus Frankreich ein und gr\u00fcndeten die Stadt Akaroa. <\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Noch heute sind viele franz\u00f6sische Namen zu finden, aber die Sprache der Einwohner ist inzwischen durchweg englisch. <\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Von unserem \u00fcber der Bucht gelegenen Campingplatz mit toller Aussicht f\u00fchrt ein steiler Fu\u00dfweg in den Ort. Wir kommen am Bowling-Platz vorbei. Ein paar M\u00e4nner spielen und wir schauen ihnen eine Weile zu. Es erinnert eher an Boule, als an das uns bekannte Spiel mit Kegeln und Kugel. Es gibt eine kleine wei\u00dfe Holzkugel, die auf dem Kunstrasen ans andere Ende geworfen wird. Die beiden aus drei Personen bestehenden Mannschaften versuchen, ihre eigenen verzierten sechs Holzkugeln die etwa die Gr\u00f6\u00dfe von Pampelmusen haben so nahe wie m\u00f6glich an die Zielkugel zu bringen. Sie darf allerdings nicht getroffen werden.<\/span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5189\" style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/06\/dsc07138-kopie.jpg\" alt=\"DSC07138 - Kopie\" width=\"1686\" height=\"2387\" \/><span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Eine der Sehensw\u00fcrdigkeiten, die St. Patrick Pfarrkirche ist zur Zeit in wei\u00dfe Folie eingewickelt, wahrscheinlich hat auch sie bei dem Erdbeben Sch\u00e4den davon getragen, schlie\u00dflich lag das Epizentrum seinerzeit unter der Halbinsel. Viele h\u00fcbsche Lokale mit kleinen G\u00e4rten liegen link und rechts der Hauptstra\u00dfe. Die H\u00e4nge hinauf stehen H\u00e4user mit unverbaubarem Blick auf die Bucht. In der Saison verzehnfacht sich die Einwohnerzahl auf 7.000. Gute 70 Kilometer von Christchurch entfernt haben sich verm\u00f6gende Stadtbewohner hier Wochenendh\u00e4user gebaut. Der Blick in den Sternenhimmel in der Nacht ist unglaublich sch\u00f6n.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Noch eine Rundfahrt am n\u00e4chsten Morgen, dann fahren wir den gr\u00f6\u00dften Teil der Strecke zur\u00fcck und halten uns Richtung S\u00fcden. Die Entfernungen sind \u2013 im Gegensatz zu Australien \u2013 wieder \u00fcberschaubar. Auf der Bundesstra\u00dfe herrscht moderater Verkehr und so erreichen wir am Nachmittag die Stadt Oamaru. Wir haben gelesen, dass hier eine Kolonie Zwergpinguine leben soll und die m\u00f6chten wir gern sehen. Von unserem Caravanplatz direkt am Meer machen uns gleich auf den Weg zum Pinguin-Center.<\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Auf halber Strecke sehen wir auf einem alten Pier eine gro\u00dfe Anzahl V\u00f6gel sitzen. Es m\u00fcssen einige hundert sein, die meisten sind Shags aus der Familie der Kormorane, die bereits ihr Nachtquartier aufgesucht haben. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Im Pinguin Center werden wir zu einer Terrasse geleitet und h\u00f6ren einen Vortrag zur Lebensweise der Tiere und zur Arbeit der Mitarbeiter in der Aufzuchtstation. Die Tiere werden hier nicht gef\u00fcttert, ihnen wird nur ein gesch\u00fctzter Bereich zum Schlafen und Br\u00fcten geboten. Unbeeindruckt liegt w\u00e4hrenddessen eine Pelzrobbe dicht hinter dem Gel\u00e4nder und riecht wie ein Fass verdorbener Fisch. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Die Zwergpinguine oder blauen Pinguine leben an vielen K\u00fcstenabschnitten in Neuseeland. Aber nur in Oamaru kehren sie abends in Gruppen von ihrem t\u00e4glichen Fischfang zur\u00fcck. Wenn es bereits dunkel ist, sammeln sie sich im Uferbereich. Es kommt uns vor wie ein Zauberkunstst\u00fcck, gerade war der Strand noch leer, und nach der n\u00e4chsten Welle stehen dort 15 bis 20 dieser niedlichen Tiere. Gemeinsam klettern sie die Felsen hoch, verharren kurz und watscheln dann zu einem Eingang. Mehrmals wiederholt sich das Schauspiel mit einer unterschiedlichen Anzahl von Tieren. Einer nimmt einen anderen Weg, er klettert an der Seite hoch, l\u00e4uft an der Robbe vorbei und h\u00fcpft durch den Zaun. Zwei Meter vor der Terrasse mit den Besuchern bleibt er stehen, seine 20 bis 25 cm zur vollen Gr\u00f6\u00dfe aufgerichtet und schaut sich an, was da f\u00fcr komische Wesen auf den Stufen hocken. Danach l\u00e4uft er weiter zu seinem Schlafplatz. Nach eineinhalb Stunden sind 80 Tiere zur\u00fcckgekommen. W\u00e4hrend ihrer Jagd nach Beute legen sie bis zu 100 Kilometer zur\u00fcck und k\u00f6nnen 60 Meter tief tauchen. Sie sind total ersch\u00f6pft und brauchen die Nacht zur Erholung. Die finden sie in einem abgetrennten Bereich, den die Besucher nicht betreten k\u00f6nnen. Etliche Bruth\u00f6hlen \u2013 sie erinnern stark an die H\u00e4user der Hobbits \u2013 sind ins Erdreich eingegraben und werden von vielen Tieren gern angenommen, einige legen ihre Eier jedoch an anderer Stelle und br\u00fcten dann auch dort. Kurz bevor die Sonne aufgeht laufen sie den Weg zur\u00fcck ins Meer. Fotografieren ist hier leider strengstens verboten. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5192\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/06\/dsc07167-kopie.jpg\" alt=\"DSC07167 - Kopie\" width=\"2304\" height=\"3072\" \/>W\u00e4hrend wir fr\u00fchst\u00fccken f\u00e4llt mir gegen\u00fcber unter einem Baum eine Bewegung auf. Beim N\u00e4herkommen sehe ich, dass eine Pelzrobbe sich hier h\u00e4uslich niedergelassen hat. Unbemerkt von den vielen Spazierg\u00e4ngern liegt sie hier. Nur die Hunde, die morgens ausgef\u00fchrt werden, bellen sie an, aber auch das verstehen ihre Herrchen und Frauchen nicht und ziehen sie an der Leine weiter, ohne den merkw\u00fcrdigen Besucher zu bemerken.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Die Stadt Oamara wurde 1859 gegr\u00fcndet und hat einige Sehensw\u00fcrdigkeiten zu bieten. Der dort vorkommende Kalkstein ist gut zu bearbeiten und wurde bei vielen \u00e4lteren Geb\u00e4uden verbaut. Seit der Hafen geschlossen ist, hat die Stadt ihre einstige wirtschaftliche Bedeutung verloren. Doch setzt man geschickt auf Tourismus, indem eine alte Bahnstrecke wieder in Betrieb genommen und ein markierter Rundweg durch die Stadt angelegt wurde.<\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Er f\u00fchrt durch das Hafengebiet, wo in ehemaligen Lagerhallen viele nette Caf\u00e9s, Gesch\u00e4fte und Restaurants entstanden sind. Das hervorragend ausgestattete Besucherzentrum hat auch am Sonntag ge\u00f6ffnet und die Dame gibt uns wertvolle Tipps und eine Menge an Material mit. Der Rundgang f\u00fchrt weiter an den alten H\u00e4usern aus Limestone (Kalkstein) vorbei durch einen wunderbaren Park. <\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Nach dem \u00dcberqueren der Eisenbahnschienen kommen wir zum alten Friedhof, der sich wellenf\u00f6rmig \u00fcber zwei H\u00fcgel den Hang hochzieht. Mindestens vier Generationen sind hier bestattet worden, und wir verbringen einige Zeit damit, die Inschriften der Grabsteine zu lesen. <\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Ganze Romane erz\u00e4hlen sie; einer Familie sind zum Beispiel innerhalb eines Jahres zwei Kinder gestorben, die Mutter \u00fcberlebte sie auch nur um ein Jahr. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Durch ein sch\u00f6nes Wohngebiet, in dem kein Haus dem anderen gleicht, geht es weiter den H\u00fcgel hoch.<\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Doch auch was in den Vorg\u00e4rten der H\u00e4user w\u00e4chst, ist faszinierend. Hier ist Sp\u00e4therbst und Narzissen, Rhododendron und Azaleen beginnen zu bl\u00fchen. Hortensien und Rosen sind bereits verbl\u00fcht. Wie eigenartig, dass es Pflanzen gibt, die noch immer die Wachstumsperioden der n\u00f6rdlichen Halbkugel haben. Oben angekommen haben wir einen gro\u00dfartigen \u00dcberblick \u00fcber die Bucht. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">W\u00e4hrend wir auf einer Bank die Aussicht genie\u00dfen, kommt ein Paar mit Hund den Weg vom Hafen hoch gelaufen. Wir unterhalten uns eine Weile. Die Frau erz\u00e4hlt begeistert von der historischen Kirche, die bereits 120 Jahre alt ist und muss dann lachen weil ihr einf\u00e4llt, dass 120 Jahre f\u00fcr eine Kirche in Europa nichts ungew\u00f6hnliches ist. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Der Weg bergab durch den dicht begr\u00fcnten H\u00fcgel zeigt uns immer wieder neue Ausblicke. Wir werfen einen letzten Blick auf die Robbe und fahren dann weiter. Die Dame in der Touristeninformation hatte uns einen Rundweg empfohlen, der den Waitaki River entlang ins Landesinnere f\u00fchrt. Leider beginnt es zu regnen und bis wir unseren Campingplatz in Omarama erreichen, h\u00f6rt es auch nicht mehr auf.<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Wegen der Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt) Nach dreieinhalb Stunden Flug, durch die Zeitverschiebung jedoch f\u00fcnfeinhalb Stunden sp\u00e4ter, erreichen wir Christchurch. Schon im Flugzeug haben wir Formulare bekommen, in denen speziell nach mitgebrachten Pflanzenteilen oder Lebensmitteln gefragt wird. 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