{"id":5431,"date":"2018-07-09T14:50:13","date_gmt":"2018-07-09T12:50:13","guid":{"rendered":"http:\/\/mit140umdiewelt.com\/?p=5431"},"modified":"2024-01-15T07:48:28","modified_gmt":"2024-01-15T07:48:28","slug":"vulkane-und-heisse-quellen-neuseeland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=5431","title":{"rendered":"Vulkane und hei\u00dfe Quellen (Neuseeland)"},"content":{"rendered":"\n<p>(Wegen der Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-mit-140-um-die-welt wp-block-embed-mit-140-um-die-welt\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"frYTA9uCDv\"><a href=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2018\/07\/09\/vulkane-und-heisse-quellen-neuseeland\/\">Vulkane und hei\u00dfe Quellen&nbsp;(Neuseeland)<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Vulkane und hei\u00dfe Quellen&nbsp;(Neuseeland)&#8220; &#8212; HTTPS:\/\/www.Otterpack8.wordpress.com\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2018\/07\/09\/vulkane-und-heisse-quellen-neuseeland\/embed\/#?secret=NHpl5QLgIP#?secret=frYTA9uCDv\" data-secret=\"frYTA9uCDv\" width=\"525\" height=\"296\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<p><span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Als wir Wellington erreichen ist es schon dunkel und wir fahren auf dem schnellsten Weg zu einem Caravan-Park. Am n\u00e4chsten Tag haben wir mal wieder einen Werkstatt-Termin und hier \u2013 in der Hauptstadt \u2013 bekommen wir einen nagelneuen K\u00fchlschrank. W\u00e4hrend der eingebaut wird, gehen wir zum Einkaufen in einen Supermarkt in der N\u00e4he. Danach wollen wir uns die Innenstadt anschauen. Doch wir finden keinen Parkplatz. F\u00fcr die Parkh\u00e4user ist das Auto zu hoch, f\u00fcr die Parkpl\u00e4tze zu lang. Nach etlichen Versuchen geben wir auf. <\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Noch eine Runde durch das Zentrum. Neuseel\u00e4nder scheinen Frostschutzmittel im Blut zu haben, das Thermometer zeigt 8,5 Grad an, und wir sehen Menschen in Shorts und Tr\u00e4gertop. Sehr gerne werden auch Flip Flops an nackten F\u00fc\u00dfen, Shorts, Daunenjacke und Pudelm\u00fctze kombiniert. Die Schulkinder stemmen ihre nackten bl\u00e4ulichen Knie trotzig gegen den scharfen Wind. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Hier auf der Nordinsel herrscht viel mehr Verkehr, als auf der S\u00fcdinsel. Vor allem der Bereich rund um die Hauptstadt ist dicht besiedelt. Erst nach rund 50 Kilometern l\u00e4sst der Verkehr nach. Wir sind hungrig, aber nirgends ist ein Rastplatz zu finden. Kurz entschlossen biegen wir in ein Wohngebiet ab. Vor einem der sch\u00f6nen H\u00e4user parken wir und verzehren unser Mittagessen. Das scheint niemanden zu st\u00f6ren, jedenfalls fordert uns niemand auf, unverz\u00fcglich weiter zu fahren. Heute geht es noch bis zur Stadt Wanganui zu einem Campingplatz am Whanganui-Fluss. Sch\u00f6n ist es hier am drittl\u00e4ngsten Fluss Neuseelands, aber l\u00e4nger als eine Nacht k\u00f6nnen wir nicht bleiben. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Am Morgen wollen wir zum Taranaki (Mount Egmont), dem im Westen gelegenen 2.518 Meter hohen Vulkan. <\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Malerisch erhebt sich der Spitzkegel schneebedeckt aus der Ebene. Wir fahren bis in den Nationalpark, je h\u00f6her wir kommen umso mehr Schnee liegt links und rechts der Stra\u00dfe. Auf dem Parkplatz ist es stellenweise gef\u00e4hrlich glatt. Erstaunlich viele Autos sind hier und die Insassen haben offenbar die Absicht, den Berg ganz oder teilweise zu besteigen. Das ist nichts f\u00fcr uns, mit unseren Sportschuhen sind wir sowieso nicht richtig ausgestattet. Als ich auf einen Aushang im Fenster des geschlossenen Informationszentrum lese, dass es an diesem Berg schon 86 Tote gab, f\u00fchle ich mich ermuntert, schleunigst zum Auto zur\u00fcckzukehren und dem Vulkan den R\u00fccken zu kehren. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Wir nehmen in Strathford die 155 Kilometer lange Strecke \u00fcber den \u201eVergessene Welt Highway\u201c durch herrliches H\u00fcgelland. Das Land ist sehr fruchtbar, es gibt gen\u00fcgend Niederschl\u00e4ge. Zaunpf\u00e4hle und Strommasten haben ein Polster aus Moos und erwecken den Eindruck, als h\u00e4tten sie wieder ausgeschlagen. <\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Die Berge sehen aus, als w\u00e4ren sie komplett mit gr\u00fcnem Velours \u00fcberzogen. Wir m\u00fcssen einfach immer wieder stehen bleiben und uns umschauen. An den wei\u00dfen Tupfen auf dem leuchtenden Gr\u00fcn erkennt man Schafe, soweit das Auge reicht. Im Hintergrund der schneebedeckte Tarankai. In der Gegenrichtung drei weitere Vulkane im Tongariro Nationalpark, ebenfalls schon mit wei\u00dfer Decke. Die Stra\u00dfe verl\u00e4uft in einem Flusstal, manchmal sieht man links unten Eisenbahnschienen, die dann wieder im Tunnel verschwinden. Ein Teil der Strecke kann mit einer Draisine befahren werden. Mit ein paar hundert Dollar ist man dabei. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Elf Kilometer dieser Stra\u00dfe sind nicht asphaltiert. Es ist zwar die am wenigsten befahrene Stra\u00dfe Neuseelands, trotzdem sind heute erstaunlich viele Autos unterwegs. Selbst ein gro\u00dfer LKW mit Anh\u00e4nger biegt hinter uns in die Stra\u00dfe ein. Als wir den engen Moki Tunnel durchfahren, der heute Hobbits Hole hei\u00dft, kann ich mir nicht vorstellen, dass solch ein gro\u00dfes Fahrzeug hier durchkommt. Irrtum, f\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter hat er uns eingeholt und wir lassen ihn an einer Haltebucht vorbeifahren. Eine Staubwolke verr\u00e4t uns noch einige Zeit, wie weit er bereits gekommen ist. Gegen Abend erreichen wir am Ende der 155 Kilometer Taumarunui, hier bleiben wir heute Nacht.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">In der N\u00e4he liegt der Tongariro Nationalpark, sowohl Weltkultur- als auch Weltnaturerbe. Drei aktive Vulkane: Tongariro (1968 Meter), Ngauruhoe (2291 Meter) und Ruapehu (2797 Meter) sind Zentrum des Parks. Sie werden von den Maori als Heiligtum verehrt und es war ihr Bestreben, dieses Gebiet unter besonderen Schutz zu stellen. Am heutigen Tag geht der Schutz allerdings so weit, dass das ganze Gebiet in Wolken geh\u00fcllt ist. Wir fahren rund um den Park und sehen \u2013 nichts. Dabei wollten wir so gern den Schicksalsberg (Ngauruhoe) aus dem Film \u201eHerr der Ringe\u201c in Natura sehen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Und dann ist es der andere Vulkan, \u00fcber den eine tragische Geschichte zu erz\u00e4hlen ist. Wir haben gerade das St\u00e4dtchen Tangiwai hinter uns gelassen, als wir auf eine Gedenkstelle aufmerksam werden. Am Weihnachtsabend des Jahres 1953 brach der Ruapehu aus und sein Kratersee ergoss sich mit Schlamm- und Ger\u00f6llmassen in den Whangaehu-Fluss. Die dort installierte Eisenbahnbr\u00fccke hielt den Massen nicht Stand und brach zusammen, kurz bevor der Nachtexpress Wellington \u2013 Auckland die Stelle erreichte. Ein Autofahrer versuchte zwar noch den Lokf\u00fchrer zu warnen, aber der konnte nicht mehr vor der Einsturzstelle anhalten. Mehrere Waggons st\u00fcrzten in den Fluss und wurden mitgerissen. Dadurch verloren 151 Personen ihr Leben. Noch heute wird der Opfer gedacht. An jedem 24. Dezember verlangsamt der Zug auf der neu errichteten Br\u00fccke seine Fahrt und einer der Eisenbahner wirft einen Blumenstrau\u00df in den Fluss.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Als wir am Ufer des gr\u00f6\u00dften Sees Neuseelands (Lake Taupo) auf die Stadt Taupo zufahren, sehen wir am Horizont Dampfwolken in den Himmel steigen. Am n\u00e4chsten Tag haben wir Gelegenheit, der Sache auf den Grund zu gehen. Der Taupo-See ist vulkanischen Ursprungs, er ist durch einen gigantischen Vulkanausbruch vor 26.500 Jahren entstanden. In der ganzen Gegend gibt es hei\u00dfe Quellen, die auch in gro\u00dfen Geothermie-Anlagen zur Energiegewinnung genutzt werden. Wir fahren zum Thermalpark. Hier gibt es noch \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche hei\u00dfe Quellen. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5475\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/07\/dsc07925.jpg\" alt=\"DSC07925\" width=\"2536\" height=\"1764\" \/>Eine Gruppe junger Menschen sitzt gem\u00fctlich im warmen Wasser, den gut gef\u00fcllten Bierkasten in Reichweite. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Am Ufer des Waikato Flusses verl\u00e4uft ein Wanderweg bis zu den Huka Wasserf\u00e4llen. <\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Am gegen\u00fcber liegenden Ufer werden gerade etliche Kajaks ausgeladen, eine Schulklasse hat heute einen Ausflug aufs Wasser. Immer wieder steigen kleine Dampfwolken aus dem breiten Fluss auf. Der Weg schl\u00e4ngelt sich durch einen herrlichen Wald. Nach vier Kilometern haben wir unser Ziel erreicht. Wir treffen auf viele Ausfl\u00fcgler, denn der Parkplatz ist nur 100 Meter entfernt. Mit 220.000 Litern pro Sekunde schie\u00dft das gletscherblaue Wasser des Waikato Fluss (der Abfluss des Lake Taupo) durch die Verengung von 100 auf 15 Meter Breite. Dahinter sch\u00e4umt es und sieht aus wie ein Sahnesee. Ausflugsboote fahren bis in die N\u00e4he des Wasserfalls, und machen im aufspritzenden Wasser unter dem Gekreische der Passagiere eine scharfe Kurve. Wir laufen unseren Wanderweg zur\u00fcck, das Felsen-Bassin ist inzwischen von einer anderen Gruppe besetzt. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Durch den Geothermie-Park verl\u00e4uft eine Stra\u00dfe, von der aus man links und rechts die dicken Edelstahlrohre sehen kann. Aus einigen zischt und qualmt es. <\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Von einem Aussichtspunkt k\u00f6nnen wir einen Teil der riesigen Anlage \u00fcberblicken. Anschlie\u00dfend fahren wir weiter zu den Craters of the Moon (Mondkratern), einem abgetrennten Gebiet, dass man nach Zahlung von 8 $ pro Person durch den Kiosk betreten kann. Nachdem 1991 ein paar parkende Autos in dem Gel\u00e4nde eingebrochen sind, achtet man sehr auf Sicherheit. Zwischen B\u00fcschen und Str\u00e4uchern sind Holzstege verlegt, \u00fcber die man gefahrlos zu den einzelnen Aussichtspunkten gelangt. <\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Die Sonne steht schon tief und der an vielen Stellen aus der Erde austretende Dampf l\u00e4sst alles so geheimnisvoll wirken, als sei man in einer anderen Welt. Um 17, also zur Sonnenuntergangszeit schlie\u00dft der Park seine T\u00fcren. Aber damit nicht genug, auch die einzige Zufahrtsstrecke wird mit einer Schranke geschlossen. Schilder weisen darauf hin, dass die Uhrzeit \u201escharf\u201c eingehalten wird. Damit auch wirklich niemand \u201eversehentlich\u201c vers\u00e4umt, den Park zu verlassen, ert\u00f6nt eine halbe Stunde vorher eine Sirene.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Am n\u00e4chsten Morgen haben wir den Orakei Korako Thermal Park auf dem Programm. Wir m\u00fcssen durch dichten Nebel oder Dampf fahren \u2013 vielleicht ist es auch eine Kombination aus beidem \u2013 und bef\u00fcrchten schon, nicht viel zu sehen. Doch ein paar Kilometer vor unserer Ankunft hat die Sonne sich durchgesetzt. Mit einem Boot setzen wir \u00fcber den Ohakuri See und folgen den Richtungspfeilen \u00fcber die wieder perfekt angelegten Wege.<\/span><br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Die t\u00e4glich aus Erdspalten str\u00f6menden 20 Millionen Liter hei\u00dfes Wasser haben Seen, Schlamml\u00f6cher, Geysire und Sinterterrassen in fantastischen Farben und Formen geschaffen. In der N\u00e4he wird es richtig warm. Holzstege f\u00fchren bergauf und bergab und weiten sich zu Aussichtsplattformen. Der R\u00fcckweg f\u00fchrt durch einen herrlichen Wald.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5474\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/07\/dsc08059.jpg\" alt=\"DSC08059\" width=\"3072\" height=\"2304\" \/>Wir fahren weiter in Richtung Norden und abends stehen wir mit unserem Camper so dicht am Rotorua See, dass wir Enten und Schw\u00e4ne streicheln k\u00f6nnten, ohne das Auto zu verlassen.<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als wir Wellington erreichen ist es schon dunkel und wir fahren auf dem schnellsten Weg zu einem Caravan-Park. Am n\u00e4chsten Tag haben wir mal wieder einen Werkstatt-Termin und hier \u2013 in der Hauptstadt \u2013 bekommen wir einen nagelneuen K\u00fchlschrank. W\u00e4hrend der eingebaut wird, gehen wir zum Einkaufen in einen Supermarkt in der N\u00e4he. 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