{"id":7622,"date":"2019-03-09T05:59:13","date_gmt":"2019-03-09T05:59:13","guid":{"rendered":"http:\/\/mit140umdiewelt.com\/?p=6326"},"modified":"2026-04-11T12:22:53","modified_gmt":"2026-04-11T12:22:53","slug":"hauptstadt-belmopan-hauptstadt-belize","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7622","title":{"rendered":"Hauptstadt Belmopan \u2013 Hauptstadt? (Belize)"},"content":{"rendered":"\n<p>(Wegen fehlender Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-mit-140-um-die-welt wp-block-embed-mit-140-um-die-welt\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"sfCbfTxDjK\"><a href=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2019\/03\/09\/hauptstadt-belmopan-hauptstadt-belize\/\">Hauptstadt Belmopan \u2013 Hauptstadt?&nbsp;(Belize)<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Hauptstadt Belmopan \u2013 Hauptstadt?&nbsp;(Belize)&#8220; &#8212; HTTPS:\/\/www.Otterpack8.wordpress.com\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2019\/03\/09\/hauptstadt-belmopan-hauptstadt-belize\/embed\/#?secret=0cwfMmYXW6#?secret=sfCbfTxDjK\" data-secret=\"sfCbfTxDjK\" width=\"525\" height=\"296\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n<p><span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Die Woche in San Pedro ist vorbei und wir stehen am Bootsanleger an der Ostk\u00fcste der Insel.<\/span><br \/>\n<figure id=\"attachment_6328\" aria-describedby=\"caption-attachment-6328\" style=\"width: 4000px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6328\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2019\/03\/p1010105.jpg\" alt=\"P1010105\" width=\"4000\" height=\"3000\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6328\" class=\"wp-caption-text\">Blick zur\u00fcck auf San Pedro<\/figcaption><\/figure><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\"> Ein Wassertaxi bringt uns mit Zwischenstopp in Caye Caulker (auch eine beliebte Urlaubsinsel) in 1 \u00bc Stunden nach Belize City.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Die mit \u00fcber 60.000 Einwohnern gr\u00f6\u00dfte Stadt in Belize war bis 1970 Hauptstadt. Ein Hurrikan hat sie in den 1960er Jahren dem Erdboden gleich gemacht, daraufhin entschloss man sich, eine neue Hauptstadt 80 Kilometer weiter im Landesinneren zu errichten: Belmopan. Ein Kunstname aus Belize und Mopan (dem Namen eines lokalen Flusses), da wollen wir hin.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Bei der Ankunft ist am Bootsanleger in Belize City richtig Betrieb: Verk\u00e4ufer, Tourenanbieter, Taxifahrer und Kellner, alle rufen durcheinander und hoffen, dass die Neuank\u00f6mmlinge einen Teil ihrer Dollars hier lassen. Am Ende finden sich alle Passagiere an einem U-f\u00f6rmig umz\u00e4unten Bereich ein, wo sie gegen Vorlage der Gep\u00e4ckabschnitte ihr Gep\u00e4ck erhalten. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6329\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2019\/03\/p1010110.jpg\" alt=\"P1010110\" width=\"4000\" height=\"3000\" \/>Auf dem Weg zum ein Kilometer entfernten Busbahnhof kehren wir noch in einem netten Lokal am Haulover-Creek (M\u00fcndung des Belize-River) ein. Hier sitzen viele Landsleute beim Mittagessen. Da sie nur leichtes Gep\u00e4ck dabei haben und sich offenbar alle kennen liegt die Vermutung nahe, dass es Ausfl\u00fcgler vom Kreuzfahrtschiff sind, das vor der K\u00fcste ankert. Nach einem kleinen Imbiss geht es f\u00fcr uns weiter.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Ein dunkelh\u00e4utiger Mann mit Dreadlocks sieht uns wohl an, dass wir uns nicht auskennen und ist sofort bereit, uns zum Busterminal zu f\u00fchren. Fahrkarten gibt es nicht am Schalter, man steigt einfach in den schon dort wartenden Chickenbus. So werden in Mittelamerika die Busse genannt, die Menschen und Waren (manchmal eben auch lebende H\u00fchner) transportieren. Oft handelt es sich um ehemalige Schulbusse aus den USA. <\/span><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Die meisten Pl\u00e4tze sind bereits besetzt, kurz vor Abfahrt steigen noch ein paar H\u00e4ndler ein um N\u00fcsse, Kekse, Tamales (in Maisbl\u00e4ttern gekochter fester Maisbrei) und Getr\u00e4nke zu verkaufen und dann geht es auch schon los. Alle Fenster sind offen, eine bessere Klimaanlage gibt es nicht. Auf Handzeichen h\u00e4lt der Bus und nimmt Passagiere \u2013 manchmal nur wenige 100 Meter weiter \u2013 mit oder l\u00e4sst sie aussteigen. Die Stra\u00dfe zur Hauptstadt ist in gutem Zustand und spornt den Fahrer zu H\u00f6chstleistungen an. Er nimmt die Strecke mit einer Geschwindigkeit von 120 km\/h, erlaubt sind h\u00f6chstens 90 km\/h. Die Landschaft ist sattgr\u00fcn und wird langsam h\u00fcgelig. Ab und zu sind Orte mit h\u00fcbschen H\u00e4usern zu sehen. Als wir an einer Plantage vorbei kommen, riecht es im ganzen Bus nach Orangenbl\u00fcten. Nach 90 Minuten Fahrzeit sind wir am Ziel. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Unsere Unterkunft liegt im Vorort Salvapan, die vier Kilometer sind mit dem Taxi schnell zur\u00fcckgelegt. <\/span><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Sogenannte Tiny-Houses stehen in einem sch\u00f6n angelegten Garten, eins davon bewohnen wir in den n\u00e4chsten Tagen. Findelwelpe Duddy und zwei Katzen leisten uns dabei Gesellschaft. Am Abend essen wir in einem Lokal in der N\u00e4he f\u00fcr ein Viertel der bisherigen Preise.<\/span><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Am n\u00e4chsten Tag fahren wir zum Guanacaste Nationalpark, der gleich am Stadtrand gelegen ist. Der Ranger ist noch nicht da, wir sollen einfach schon mal reingehen, bezahlen k\u00f6nnen wir sp\u00e4ter. Wege durch den Park sind in zwei unterschiedlich langen Rundwegen angelegt. Der Park hat seinen Namen von einem Guanacaste-Baum, der laut Legende hierher geflohen ist, weil er dreist\u00e4mmig und weniger wertvoll war. Mit einer H\u00f6he von bis zu 40 Metern ist er der gr\u00f6\u00dfte Baum in Mittelamerika. Die weit ausladende Krone auf dem kr\u00e4ftigen Stamm macht ihn zu einem beliebten Schattenspender, der gerne in Parks gepflanzt wird. Sein Holz wird f\u00fcr M\u00f6bel oder als Bauholz verwendet.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Auf den Parkwegen herrscht schon reger Betrieb, hier wird geharkt und gefegt, als w\u00fcrde hoher Besuch erwartet. Wir kommen mit Devin ins Gespr\u00e4ch, der uns von einer wunderbaren Schwimmstelle unten am Fluss erz\u00e4hlt und von all den Tieren, die in diesem Park leben. Wir sehen allerdings nichts von Jaguar, Tapir, Nasenb\u00e4ren und was sonst noch so alles hier zuhause ist.<\/span><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Bestimmt wagen sie sich nur heraus, wenn der Park geschlossen ist. Das ist bestimmt auch besser so. Bis zu 10 cm breite Spuren \u2013 auf denen nicht ein Grash\u00e4lmchen w\u00e4chst und kein Steinchen liegt \u2013 machen uns neugierig, was mag da entlang gelaufen sein? <\/span><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Blattschneiderameisen sind des R\u00e4tsels L\u00f6sung. Sie schleppen die Blattschnipsel in ihre riesigen unterirdischen Bauten, wo sie die Bl\u00e4tter zerkauen und damit einen Pilz m\u00e4sten, der die ganze Kolonie ern\u00e4hrt.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Die Namen der hier wachsenden B\u00e4ume sind uns alle fremd und gr\u00f6\u00dfere Palmwedel als hier haben wir noch nie gesehen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6348\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2019\/03\/p1010153.jpg\" alt=\"P1010153\" width=\"4000\" height=\"3000\" \/>Die Badestelle sieht wirklich verlockend aus, aber Badesachen haben wir nicht dabei. Wir sitzen nur eine Weile auf der Holzplattform und schauen auf den Fluss. Als wir zur\u00fcck zum Besucherzentrum kommen, k\u00f6nnen wir die 5 BZ $ Eintrittsgeld pro Person bezahlen und uns die interessante Ausstellung ansehen.<\/span><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Devin hat uns erz\u00e4hlt, dass die zweite Runde nicht begehbar ist, weil eine Br\u00fccke erst repariert werden muss. Der Mann an der Kasse wei\u00df allerdings nichts davon und zeigt uns den Weg. Dreihundert Meter weiter wissen wir: Devin hat Recht, aber unser Forscherdrang ist durch solche Kleinigkeiten nicht zu bremsen, und so balancieren wir auf den Betonst\u00fctzen \u00fcber den Bach. Hier sieht es ganz anders aus. Sch\u00f6n wild ist es hier, nichts gefegt und geharkt und wir sind ganz allein unterwegs.<\/span><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Am Ausgang h\u00e4ngt ein sehr gro\u00dfes Plakat auf dem Papageien abgebildet sind. \u201eLasst sie frei fliegen,\u201c steht darunter. Dem ist nichts hinzuzuf\u00fcgen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Zur\u00fcck in der Innenstadt laufen wir \u00fcber den Markt und decken uns mit Obst ein: Soursop, Guave, Orangen, Ananas, Papaya, Wassermelone und Sapote. Einige kaufen wir bereits gesch\u00e4lt und in mundgerechten St\u00fccken. F\u00fcr das viele Obst zahlen wir keine 3 \u20ac. Auf dem R\u00fcckweg spricht uns ein junges Paar an, das auf der Suche nach dem Markt ist. Die beiden kommen aus Hamburg und schnell sind wir mitten in einer Unterhaltung. Finja und Kevin sind fast ausschlie\u00dflich per Anhalter unterwegs bund schlafen im Zelt. Ihr Tagesbudget ist extrem niedrig, kaum zu glauben wie sie das schaffen. Sie erz\u00e4hlen so spannend, dass wir sie gleich zu einem Getr\u00e4nk einladen, wir m\u00f6chten einfach noch mehr h\u00f6ren. S\u00fcdamerika haben sie hinter sich und sind gerade durch Mittelamerika gereist auf der Strecke, die wir vor uns haben. Bis zum Jahresende wollen sie weiterreisen und dabei die USA und Kanada kennenlernen. Ich bewundere das sympathische Paar \u00fcber alle Ma\u00dfen f\u00fcr den Mut, die Energie und die Bereitschaft auf so vieles Materielle zu verzichten, aber ich m\u00f6chte nicht mit den M\u00fcttern der Beiden tauschen.<\/span><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Und weiter durch das \u201eZentrum\u201c der 20.000 Einwohner z\u00e4hlenden Hauptstadt. Es gibt ringsherum ein paar Regierungsgeb\u00e4ude und gro\u00dfz\u00fcgige Villen, die besonders gro\u00dfz\u00fcgig mit Stacheldraht und allem m\u00f6glichen gesichert sind. Doch wo sind die netten kleinen L\u00e4den, die Cafes und Restaurants und wo der Supermarkt, der ein gr\u00f6\u00dferes Warenangebot hat, von einer Mall ganz zu schweigen? Alles, was man von einer Hauptstadt erwartet, fehlt hier. Wir gehen extra zu Fu\u00df zur\u00fcck, um nichts zu \u00fcbersehen \u2013 haben wir auch nicht.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Heute ist ein richtiger Gl\u00fcckstag. Am sp\u00e4ten Nachmittag kommen neue G\u00e4ste an. Sabine und Kalli aus Holland sind auf einem schweren Motorrad schon 13 Monate unterwegs. Sie sind gut zwei Jahrzehnte j\u00fcnger als wir und haben ihr Haus und fast allen Besitz verkauft, um Geld f\u00fcr ihren Reisetraum zu haben. Bis nach Mitternacht sitzen wir mit Beiden im Garten; erz\u00e4hlen und schwelgen in Erinnerungen. Hin und wieder holt uns Duddy mit einem Biss in Wade, Ferse oder Zeh in die Gegenwart zur\u00fcck. Er ist so ein wonniger Hund, aber er braucht dringend Erziehung.<\/span><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Am n\u00e4chsten Tag k\u00f6nnen wir in unserem Garten einen spannenden Kampf beobachten: Die kleinere der Katzen hat eine Schlange aufgesp\u00fcrt. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6339\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2019\/03\/p1000304.jpg\" alt=\"P1000304\" width=\"4000\" height=\"3000\" \/>Immer wieder attackiert sie das zusammen gerollte Reptil (30 bis 40 cm lang), aber das schnellt jedes Mal wie eine gespannte Feder nach vorn, um seinerseits die Katze zu erwischen. Als wir der Verwalterin die Fotos zeigen ist sie entsetzt, es handelt sich um eine sehr giftige Lanzenotter. Wenn ich sehe, dass der G\u00e4rtner barfu\u00df seiner Arbeit nachgeht, wird mir ganz anders. Aber das sei nicht gef\u00e4hrlich versichern mir beide. Wenn die Schlange die Schwingungen durch menschliche Schritte sp\u00fcrt, sucht sie sowieso das Weite, na hoffentlich.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family:Calibri, sans-serif;\">Am Abend sehen wir im Schein der Taschenlampe viele kleine leuchtende P\u00fcnktchen im Gras. Komisch, es hat doch gar nicht geregnet. Beim genauen Hinschauen entdecken wir die Verursacher, es sind ca. 1 Euro gro\u00dfe Spinnen, deren Augen das Licht reflektieren. F\u00fcr meine Gartendekoration m\u00f6chte ich doch lieber etwas anderes.<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Wegen fehlender Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt) Die Woche in San Pedro ist vorbei und wir stehen am Bootsanleger an der Ostk\u00fcste der Insel. Ein Wassertaxi bringt uns mit Zwischenstopp in Caye Caulker (auch eine beliebte Urlaubsinsel) in 1 \u00bc Stunden nach Belize City. 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