{"id":7829,"date":"2019-06-07T13:00:00","date_gmt":"2019-06-07T13:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7829"},"modified":"2024-01-15T13:10:11","modified_gmt":"2024-01-15T13:10:11","slug":"panama-stadt-und-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7829","title":{"rendered":"Panama Stadt und Land"},"content":{"rendered":"\n<p>(Wegen fehlender Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-mit-140-um-die-welt wp-block-embed-mit-140-um-die-welt\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"0o2Bt1ow2N\"><a href=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2019\/06\/07\/panama-stadt-und-land\/\">Panama Stadt und&nbsp;Land<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Panama Stadt und&nbsp;Land&#8220; &#8212; HTTPS:\/\/www.Otterpack8.wordpress.com\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2019\/06\/07\/panama-stadt-und-land\/embed\/#?secret=J0uSdIcyHO#?secret=0o2Bt1ow2N\" data-secret=\"0o2Bt1ow2N\" width=\"525\" height=\"296\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Taxifahrer bringt bis zur Grenze in Costa Rica. Kaum sind wir ausgestiegen, kommt ein Mann auf uns zu und bietet seine Hilfe an. Es sei seine Aufgabe, Touristen beim Grenz\u00fcbergang behilflich zu sein, behauptet er. Auf sein Angebot, unsere Koffer zu ziehen, gehen wir gar nicht erst ein. Vor dem Ausreiseschalter stehen drei Personen, er f\u00fchrt uns zu einem Nebenschalter, wo wir direkt an die Reihe kommen. Danach zeigt er uns den Einreiseschalter in Panama und danach den Bus nach David. Dort fordert er pl\u00f6tzlich 20 US$ f\u00fcr seine Hilfe. So haben wir nicht gewettet, all das h\u00e4tten wir auch ohne seine Hilfe geschafft. Er bekommt ein kleines Trinkgeld und zieht schimpfend davon.<\/p>\n\n\n\n<p>David ist nicht sch\u00f6n aber gro\u00df, die drittgr\u00f6\u00dfte Stadt in Panama. Vor der Fahrt nach Panama City wollen wir noch einmal \u00fcbernachten. Unser Zimmer hat schon bessere Zeiten gesehen, daf\u00fcr schmeckt das Essen im nahe gelegenen Restaurant so richtig gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir erwischen den 10 Uhr Bus nach Panama Stadt so gerade noch. Die Zeit ist zu knapp, eine Fahrkarte zu kaufen, wir bekommen aber zwei Platzkarten ausgeh\u00e4ndigt und bezahlen einfach sp\u00e4ter w\u00e4hrend der Fahrt. Unsere Mitreisenden haben gro\u00dfe Taschen dabei, obwohl die Stauf\u00e4cher unter dem Fahrgastraum liegen. Reiseprofis, wie sich herausstellt. Sie haben M\u00fctzen, Schals, Steppjacken und Wolldecken dabei. Drau\u00dfen haben wir 30 Grad, aber die Temperatur im Bus bewegt sich zwischen 14 und 16 Grad. Die Klimaanlage pustet unerbittlich kalte Luft auf uns. Wir Optimisten sind in Shorts und kurz\u00e4rmligen T-Shirts unterwegs. Wenigstens haben wir jeder noch ein Handtuch im Rucksack, das wir uns \u00fcber die Knie legen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"112\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-300x112.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8790\" style=\"width:661px;height:248px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-300x112.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image.png 746w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\"><\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Ungef\u00e4hr auf der H\u00e4lfte der 450 Kilometer langen Strecke auf der Panamerikana gibt es eine Pause zum Essen und sich drau\u00dfen wieder aufzuw\u00e4rmen. Die Stra\u00dfe f\u00fchrt teils durch Wald \u2013 45&nbsp;% des Landes sind davon bedeckt \u2013 und teils durch landwirtschaftlich genutzte Gebiete. Bananen, Ananas, Mais und Reis werden gro\u00dffl\u00e4chig angebaut. Auch in Panama gibt es Nationalparks 15 insgesamt, die zusammen 34&nbsp;% der Fl\u00e4che des Landes einnehmen. W\u00e4hrend unserer Fahrt in die Hauptstadt kommen wir an keinem der Nationalparks vorbei.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/P1030903.JPG\" alt=\"P1030903 - Kopie\" class=\"wp-image-7356\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr fahren wir auf der Amerika-Br\u00fccke \u00fcber den Panamakanal und sehen die riesigen Krananlagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Busbahnhof liegt direkt am gr\u00f6\u00dften Einkaufszentrum der Stadt, vielleicht ist es auch umgekehrt. W\u00e4hrend wir darauf warten, dass unsere Koffer ausgeladen werden, sehen wir staunend zu, wie sich vor einer der Mitreisenden ein immer gr\u00f6\u00dfer werdender Berg Gep\u00e4ck auft\u00fcrmt. Koffer, Taschen, S\u00e4cke und Kartons. Es sieht aus, als h\u00e4tte sie sich den Umzugswagen gespart.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Hotel erweist sich als Gl\u00fccksgriff. Es liegt im modernen Zentrum nahe der Universit\u00e4t, hat acht Zimmer und wir genie\u00dfen in den n\u00e4chsten Tagen den sch\u00f6nen, ungew\u00f6hnlich gro\u00dfen Raum und die Dusche mit hei\u00dfem Wasser.<\/p>\n\n\n\n<p>Vier Tage bleiben uns, die reichste Stadt Mittelamerikas kennenzulernen. Die Hochh\u00e4user unterschiedlichen Alters zeigen deutlich den wachsenden Wohlstand. Die \u00e4lteren sind schlicht und grau, die neuen \u2013 teils noch im Bau befindlichen \u2013 \u00fcberstrahlen mit ihren verspiegelten, teils goldenen Fassaden alles. Doch so ganz stimmig ist das Stadtbild nicht. In den Nebenstra\u00dfen kaputte B\u00fcrgersteige, geschlossene L\u00e4den, heruntergekommene H\u00e4user und demgegen\u00fcber die glitzernde Pracht der Wolkenkratzer.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"209\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-2-300x209.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8792\" style=\"width:643px;height:448px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-2-300x209.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-2.png 743w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"276\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-3-300x276.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8793\" style=\"width:663px;height:609px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-3-300x276.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-3.png 592w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/p1030929.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Panama Stadt hat seit 2014 eine Metro. Man kauft am Automaten f\u00fcr 2 $ eine Magnetkarte, l\u00e4dt sie mit einem beliebigen Betrag auf und kann f\u00fcr 0,25 $Cent beliebig viele von insgesamt 14 Stationen fahren. Ein- und Ausg\u00e4nge sind mit Schranken gesichert und \u00f6ffnen sich nur nach Auflegen der Magnetkarte. So eine Karte kann auch von mehreren Personen genutzt werden und sie gilt auch f\u00fcr die Busse. Wir fahren bis zum Busterminal\/Einkaufszentrum und steigen dann in einen Bus zur Miraflores-Schleuse am Panamakanal. Vorn beim Fahrer befindet sich ein Drehkreuz, erst wenn die Magnetkarte vor das Erfassungsger\u00e4t gehalten wird, l\u00f6st sich die Sperre. Wir haben bereits die halbe Strecke zur\u00fcck gelegt als ich feststelle, dass der Fotoapparat noch zum Aufladen am Kabel im Hotelzimmer liegt. \u00c4rgerlich, jetzt m\u00fcssen die Handys einspringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Panamakanal ist ein technisches Meisterwerk, die Idee dahinter schon ein paar hundert Jahre alt. Erst 1880 begannen franz\u00f6sische Fachleute, die Idee in die Tat umzusetzen, es gab gute Erfahrungen mit dem Suezkanal. Eine Wasserstra\u00dfe quer durch Panama \u2013 das noch zu Kolumbien geh\u00f6rte \u2013 w\u00fcrde die Umrundung des gef\u00e4hrlichen Kap Horn \u00fcberfl\u00fcssig machen, eine Ersparnis von 15.000 Kilometern. Allerdings hatte man wohl den Unterschied zwischen W\u00fcste und Regenwald nicht hinreichend bedacht. Ungeahnte Probleme durch die geologischen Gegebenheiten und der Tod von \u00fcber 20.000 Arbeitern durch Malaria und Gelbfieber lie\u00dfen die Franzosen aufgeben. Das war die Stunde der Amerikaner. Panama erkl\u00e4rte 1903 die Unabh\u00e4ngigkeit von Kolumbien und schloss einen Vertrag mit der USA zu unfassbar g\u00fcnstigen Bedingungen. Die Amerikaner bek\u00e4mpften zuerst das Gelbfieber, bevor sie die Bauarbeiten weiterf\u00fchrten. 1914 konnte das erste Schiff den Kanal mit seinen drei ausgekl\u00fcgelten Schleusensystemen passieren. Bis 1999 war der Kanal mit einer 5 Meilen Schutzzone und einem Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt Eigentum der USA.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach ging es mit der Wirtschaft des Landes aufw\u00e4rts. F\u00fcr die Durchfahrt werden sechsstellige Betr\u00e4ge f\u00e4llig. Die Erweiterung des Kanals war durch die immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Containerschiffe n\u00f6tig und ist seit 2016 fertiggestellt. Dadurch konnten die Einnahmen noch einmal erh\u00f6ht werden. Weitere Gelder flie\u00dfen durch die Zulassung von Schiffen in die Staatskasse, weltweit f\u00e4hrt jedes 5. Schiff unter panamaischer Flagge.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"149\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-14-300x149.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8806\" style=\"width:630px;height:313px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-14-300x149.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-14-768x380.png 768w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-14.png 822w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"73\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-15-300x73.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8807\" style=\"width:646px;height:158px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-15-300x73.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-15-768x187.png 768w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-15.png 818w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Miraflores-Schleuse am alten Kanal hat ein Besucherzentrum mit Museum. W\u00e4hrend der Mittagspause haben wir ausreichend Zeit, den Informationsfilm und die Ausstellung zu besuchen. Vormittags fahren die Schiffe zum Atlantik, nachmittags zum Pazifik. Von der Besucherterrasse kann man genau beobachten, wie die Schiffe in die Schleuse gezogen werden. Sobald sie die Kammer erreichen \u00fcbernehmen Treidellokomotiven links und rechts die Aufgabe. Wir sind so nah dran, dass man den Menschen auf dem Schiff in die Augen blicken kann. Sehr eindrucksvoll.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend wir auf den Bus zur\u00fcck in die Innenstadt warten, beginnt es leicht zu regnen, so dass wir mit feuchter Kleidung am Busterminal ankommen. Ausgehungert laufen wir ins gro\u00dfe Einkaufszentrum, wo auch alle m\u00f6glichen Lokale zu finden sind. Die Temperatur ist auf lauschige 15 Grad eingestellt. Wir m\u00fcssen w\u00e4hlen zwischen verhungern und erfrieren. Wir entscheiden uns f\u00fcr verhungern, nehmen die Metro bis zu unserem Hotel und genie\u00dfen eine hei\u00dfe Dusche, bevor wir uns ein Restaurant in der N\u00e4he suchen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"215\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-6-300x215.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8796\" style=\"width:653px;height:468px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-6-300x215.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-6.png 743w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/p1030946.jpg\" alt=\"\" style=\"width:513px;height:385px\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/p1030947.jpg\" alt=\"\" style=\"width:515px;height:386px\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/p1030948.jpg\" alt=\"\" style=\"width:516px;height:689px\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/p1030959.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Panama Stadt hat zwei Altstadtviertel, Panama la Vieja eine Ruinenstadt, die 1671 von englischen Piraten zerst\u00f6rt und Casco Viejo, das danach 18 Kilometer weiter s\u00fcdwestlich auf einer Landzunge neu errichtet wurde. Seit Ende des vergangenen Jahrhunderts ist Casco Viejo Weltkulturerbe und der Spaziergang durch Gassen und Stra\u00dfen beschert immer wieder neue sch\u00f6ne Eindr\u00fccke. Zum Gl\u00fcck ist es nicht nur touristisch, es leben auch noch \u201enormale Menschen\u201c hier. Die meisten Geb\u00e4ude sind wundersch\u00f6n restauriert, in bunten Farben gestaltet und geben Restaurants und Gesch\u00e4ften den passenden Rahmen. Wir essen in einer Brauereigastst\u00e4tte und trinken ein herrlich fruchtiges Mango-Weizenbier.<\/p>\n\n\n\n<p>Die R\u00fcckfahrt f\u00fchrt uns dann durch ein heruntergekommenes Viertel. Selbst im Taxi f\u00fchlt man sich hier nicht wohl, ich mag mir das Elend bei Tageslicht kaum vorstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am letzten Tag in der Hauptstadt fahren wir mit der Metro bis zur Station 5 de Mayo. Ganz in der N\u00e4he ist der Fischmarkt. Als wir aussteigen ist die Sonne verschwunden und es regnet heftig. Das Gedr\u00e4nge in der U-Bahn-Station ist so gro\u00df, dass wir 100 Meter weiterlaufen bis zu einem \u00fcberdachten Platz unterhalb der auf Stelzen gebauten Hochstra\u00dfe. Jedes Mal, wenn oben ein Bus oder ein LKW durch die Pf\u00fctzen fahren, ergie\u00dft sich ein Wasservorhang auf die Stra\u00dfe darunter. Meistens auf die Autos, ab und zu auf ein paar eilige Fu\u00dfg\u00e4nger, die es danach noch eiliger haben. Obwohl in Panama und auch Costa Rica eine gro\u00dfe Anzahl von Luxuskarossen unterwegs sind, haben wir nicht ein einziges Cabrio gesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir fragen mehrere Menschen nach dem Weg zum Fischmarkt und bekommen genauso viele unterschiedliche Ausk\u00fcnfte. Google Maps zeigt uns einen Weg, der eine 2 Kilometer-Schleife macht, um dann das 300 Meter Luftlinie entfernte Ziel anzuzeigen. Endlich erbarmt sich eine Frau, sie will auch zum Fischmarkt, wir sollen ihr nur folgen. Unter der Hochstra\u00dfe laufen wir entlang, \u00fcberqueren eine Stra\u00dfe und sind da. Das Angebot ist nicht so \u00fcberw\u00e4ltigend, wie wir es schon in anderen St\u00e4dten gesehen haben. Erstaunlich, dass Fisch der ohne Pflege im Meer lebt und sich selbst ern\u00e4hrt, teurer ist als das beste Fleisch. Rund um den Fischmarkt haben sich ca. 30 Lokale angesiedelt, die den Tagesfang in verschiedenen Zubereitungsarten anbieten. Ceviche steht bei allen auf der Karte. Gar nicht so einfach, sich hier durchzuarbeiten, ausnahmslos alle wollen uns in ihrem Lokal haben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"151\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-8-300x151.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8798\" style=\"width:664px;height:334px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-8-300x151.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-8.png 741w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"113\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-9-300x113.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8799\" style=\"width:673px;height:253px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-9-300x113.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-9.png 745w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Am Ende sto\u00dfen wir auf eine Meeresbucht, in der die Fischerboote angelegt haben. Die Eing\u00e4nge zur Gro\u00dfmarkthalle direkt daneben sind von Wachleuten blockiert. Nachdem wir dort mit einem Mann ins Gespr\u00e4ch gekommen sind, folgen wir ihm zu seinem Lokal. Das Essen ist gut, der Fisch definitiv super frisch, aber doch recht teuer.<\/p>\n\n\n\n<p>Den R\u00fcckweg laufen wir \u00fcber die 4 Kilometer lange Promenade in die Innenstadt. Nat\u00fcrlich \u00f6ffnet der Himmel wieder seine Schleusen und wir fl\u00fcchten tropfend in ein Einkaufszentrum, das wir genauso schnell auf der anderen Seite wieder verlassen. Wir beginnen j\u00e4mmerlich zu frieren und sind froh, drau\u00dfen ein \u00fcberdachtes Caf\u00e9 zu finden, wo wir bei einer Tasse Kaffee aufh\u00f6ren zu zittern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"213\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-10-300x213.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8800\" style=\"width:663px;height:471px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-10-300x213.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-10.png 744w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"133\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-11-300x133.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8801\" style=\"width:675px;height:299px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-11-300x133.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-11.png 738w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag lassen wir uns zum Flughafen fahren, um Panama auf dem Luftweg zu verlassen. Kolumbien ist auf dem Landweg nicht zu erreichen, undurchdringlicher Dschungel liegt auf beiden Seite der Grenze zwischen beiden L\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Panama ist sch\u00f6n, aber eins muss ich feststellen: \u201eJanosch hat gelogen, das Land riecht nicht nach Banane, nirgends.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Wegen fehlender Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt) Der Taxifahrer bringt bis zur Grenze in Costa Rica. Kaum sind wir ausgestiegen, kommt ein Mann auf uns zu und bietet seine Hilfe an. Es sei seine Aufgabe, Touristen beim Grenz\u00fcbergang behilflich zu sein, behauptet er. 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