{"id":7831,"date":"2019-06-05T13:02:00","date_gmt":"2019-06-05T13:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7831"},"modified":"2024-01-15T13:09:26","modified_gmt":"2024-01-15T13:09:26","slug":"manuel-antonio-und-die-halbinsel-osa-costa-rica","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7831","title":{"rendered":"Manuel Antonio und die Halbinsel Osa (Costa Rica)"},"content":{"rendered":"\n<p>(Wegen fehlender Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-mit-140-um-die-welt wp-block-embed-mit-140-um-die-welt\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"ElYSP5bucW\"><a href=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2019\/06\/05\/manuel-antonio-und-die-halbinsel-osa-costa-rica\/\">Manuel Antonio und die Halbinsel Osa (Costa&nbsp;Rica)<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Manuel Antonio und die Halbinsel Osa (Costa&nbsp;Rica)&#8220; &#8212; HTTPS:\/\/www.Otterpack8.wordpress.com\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2019\/06\/05\/manuel-antonio-und-die-halbinsel-osa-costa-rica\/embed\/#?secret=iKMYiJShN4#?secret=ElYSP5bucW\" data-secret=\"ElYSP5bucW\" width=\"525\" height=\"296\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Nationalpark Manuel Antonio \u2013 an der Pazifikk\u00fcste bei Quepos gelegen \u2013 ist unser n\u00e4chstes Ziel. Die Stra\u00dfe f\u00fchrt durch \u00fcppig gr\u00fcne Landschaft. Zum Gl\u00fcck hat man sich nach der Abholzung von 80&nbsp;% des Regenwaldes in den 70er und 80er Jahren besonnen und heute sind nach Aufforstung wieder 50&nbsp;% des Landes, das etwas gr\u00f6\u00dfer ist als die Slowakei, von Wald bedeckt. Plantagen f\u00fcr das weltweit begehrte Palm\u00f6l sind dazwischen auch immer wieder zu entdecken. Die Regierung hat 27&nbsp;% der 51.000 km\u00b2 des Landes unter Naturschutz gestellt. Aber eine weitere Entscheidung macht mir dieses Land so \u00fcberaus sympathisch: Seit 1948 gibt es kein Milit\u00e4r, die gesparten Kosten werden f\u00fcr Bildung und Gesundheit ausgegeben. Ein Resultat ist sicherlich, dass der 5 Millionen Einwohner Staat die h\u00f6chste Alphabeti- sierungsrate Mittelamerikas und mit ca. 750&nbsp;US$das zweith\u00f6chste Durchschnittseinkommen pro Kopf in Mittelamerika hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bus f\u00e4hrt die 111 Kilometer bis zum Eingang des Nationalparks in 3,5 Stunden. Ein paar Minuten davon entfernt liegt unser Hostel mit sch\u00f6nen Zimmern und einem kleinen Pool. Und in f\u00fcnf Minuten sind wir Strand, wo die Wellen in sch\u00f6ner Regelm\u00e4\u00dfigkeit die Badenden umwerfen. Zum Gl\u00fcck sind kaum Steine im Wasser und der Sand ist fein und weich. Was f\u00fcr eine Kraft die Wellen schon bei ein bis zwei Metern H\u00f6he entwickeln, kaum ein Bikinioberteil bleibt an seinem Platz. Da f\u00fchle ich mich in meinem Badeanzug etwas sicherer. Sp\u00e4ter unter der Dusche f\u00e4llt jede Menge Sand heraus, wie der wohl darein gekommen ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Um den Parkeingang herum sind in den letzten Jahren Hotels, Hostels, L\u00e4den und Restaurants entstanden. Tags\u00fcber kommen noch die mobilen H\u00e4ndler dazu. Wir staunen nicht schlecht, als wir am Morgen ein Lokal zum fr\u00fchst\u00fccken suchen, hier war doch gestern Abend absolut nichts los. Jetzt kann man sich hier alles m\u00f6gliche kaufen und zwischendrin laufen etliche M\u00e4nner mit einem Spektiv&nbsp; auf einem Stativ herum und bieten F\u00fchrungen durch den Park an.<\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten Lokale haben nur halbhohe W\u00e4nde und ein Dach. Kalt wird es hier nie, und vor dem h\u00e4ufigen Regen ist man ausreichend gesch\u00fctzt. Wir k\u00f6nnen beim fr\u00fchst\u00fccken wunderbar V\u00f6gel beobachten. Zwei schwarze V\u00f6gel mit leuchtend rotem R\u00fccken fliegen in den nahe stehenden Baum. Ein St\u00fcck weiter bauen zwei Maskentyranne am Stamm einer Palme unter den verwelkten Bl\u00e4ttern eines Epiphyten (Aufsitzerpflanze) ein Nest. Die V\u00f6gel schleppen lange Halme heran und stopfen und polstern eifrig. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2019\/06\/p1030748.jpg\" alt=\"P1030748\" class=\"wp-image-7323\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Pl\u00f6tzlich kommt ein Swainson-Tukan mit dem gelb\/kastanienbraunen Schnabel angeflogen, ein zweiter bleibt ein St\u00fcck weiter im hohen Baum hinter der Palme. Aufmerksam beobachten die V\u00f6gel die flei\u00dfigen Nestbauer, dann n\u00e4hert sich einer. Tapfer versuchen die viel kleineren V\u00f6gel den Tukan zu vertreiben, aber wehrt sie mit mehreren Fl\u00fcgelschl\u00e4gen ab. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"113\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-16-300x113.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8810\" style=\"width:673px;height:253px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-16-300x113.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-16-768x290.png 768w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-16.png 819w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Mal mit dem rechten dann mit dem linken Auge schaut er in das Nest und beginnt dann, es mit seinem Schnabel zu zerst\u00f6ren. Gl\u00fcck f\u00fcr die Maskentyranne, sie waren noch in der Bauphase und haben keine Jungen im Nest. Auf die hat es der Tukan n\u00e4mlich abgesehen. Meist ern\u00e4hrt er sich von Fr\u00fcchten, aber gerade diese Art ist ein ber\u00fcchtigter Nestr\u00e4uber. Ich habe die Kamera dabei und dr\u00fccke im richtigen Moment auch auf Videoaufnahme. Dass ich sp\u00e4ter aus Versehen den Film l\u00f6sche, ihn aber mit einem Spezialprogramm rekonstruieren kann, ist eine andere Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Um sieben Uhr gehen wir in den Nationalpark. Am Eingang werden die Taschen kontrolliert. Wasser, Sandwich und Fr\u00fcchte sind erlaubt, N\u00fcsse, Kekse und andere S\u00fc\u00dfigkeiten verboten. Die Mitarbeiter, die jeden Rucksack und jede Tasche kontrollieren, m\u00fcssen sich manches Mal ganz sch\u00f6n was anh\u00f6ren. Die jungen M\u00e4nner und Frauen bleiben freundlich aber bestimmt. Es gab wohl immer wieder unvern\u00fcnftige Besucher, die Tiere mit Geb\u00e4ck usw. anlockten, daraus hat die Parkleitung Konsequenzen gezogen. <\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl um diese Zeit die gro\u00dfen Busse noch nicht eingetroffen sind, ist es ganz sch\u00f6n voll. Wie mag das wohl erst in der Hauptsaison aussehen? Es gibt betonierte und naturbelassene Wege. Der Park ist gut beschildert und mit Informationstafeln ausgestattet. Eigentlich erwartet man ja, das Menschen sich bei der Tierbeobachtung ruhig verhalten, aber hier schallen laute amerikanische Rufe durch den Urwald: \u201eOh nein \u2013 das kann ich nicht glauben \u2013 wie wundersch\u00f6n \u2013 oh mein Gott!\u201c Bestimmt haben sie ein Faultier entdeckt, vielleicht so gar mit einem Jungen oder gar Zwillingen. Wir n\u00e4hern uns der begeisterten Gruppe und sehen \u2013 einen Frosch. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2019\/06\/p1030763.jpg\" alt=\"P1030763\" class=\"wp-image-7326\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Heute ist uns das Gl\u00fcck hold und wir k\u00f6nnen Faultiere, Waschb\u00e4ren, Agutis, Rehe, drei verschiedene Affenarten, Schmetterlinge und jede Menge Blattschneiderameisen beobachten. Die machen sie es sich leicht und nutzen die angelegten Wege, Stufen und Gel\u00e4nder, um die geernteten Bl\u00e4tter auf schnellstem Wege zu ihrem Bau zu bef\u00f6rdern. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"142\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-17-300x142.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8811\" style=\"width:649px;height:308px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-17-300x142.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-17-768x364.png 768w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-17.png 818w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"184\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-18-300x184.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8812\" style=\"width:665px;height:408px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-18-300x184.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-18-768x471.png 768w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-18.png 815w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach ungef\u00e4hr zwei Kilometern hat man die meisten Besucher hinter sich gelassen. Die gef\u00fchrten Touren dauern zwei Stunden und so weit laufen die F\u00fchrer mit ihren Gruppen nicht. Nur zwei Frauen in Rollst\u00fchlen sind auf den gut angelegten Wegen noch unterwegs. Zu der verlockend aussehenden kleinen Bucht wollen sie dann aber doch nicht, zu steil der Weg, den sie ja auch wieder zur\u00fcck m\u00fcssen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2019\/06\/p1030788.jpg\" alt=\"P1030788\" class=\"wp-image-7330\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir ziehen gerade hinter einem Felsen Badesachen an, als ich das Gef\u00fchl habe, beobachtet zu werden. Ein \u00fcber einen Meter langer Leguan liegt direkt neben uns auf dem Felsen und sonnt sich. Nach und nach entdecken wir noch andere. Im Schatten der B\u00e4ume machen wir eine lange Pause. Der Wind in den B\u00e4umen und das Rauschen der Wellen haben eine einschl\u00e4fernde Wirkung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"297\" height=\"300\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-19-297x300.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8813\" style=\"width:602px;height:608px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-19-297x300.png 297w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-19-100x100.png 100w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-19.png 514w\" sizes=\"auto, (max-width: 297px) 100vw, 297px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Sieht harmlos aus ist aber giftig<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"197\" height=\"300\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-20-197x300.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8814\" style=\"width:385px;height:585px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-20-197x300.png 197w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-20.png 302w\" sizes=\"auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">o.: Wer hat den Rest des Leguans?<br>u.: Eisiedlerkrebse m\u00f6gen Bananen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf dem Weg zum Aussichtspunkt La Cathedral geht es \u00fcber Stufen st\u00e4ndig bergauf. Wir beschlie\u00dfen, nur die kurze Runde zu gehen. Die richtige Wahl, denn kurz darauf beginnt es heftig zu regnen. Wir stellen uns eine Weile unter, beschlie\u00dfen dann aber trotz des Regens weiter zu laufen. Das war die richtige Entscheidung, denn es regnet bis weit in den Abend hinein und der Park wird um 16 Uhr geschlossen. Nass bis auf die Haut kommen wir im Hostel an. Hier gibt es die Regelung, dass auf der \u00fcberdachten Terrasse keine Kleidungsst\u00fccke liegen d\u00fcrfen. Die W\u00e4scheleinen hinter dem Pool im Freien sind jetzt auch keine L\u00f6sung. Wir legen alle Sachen auf den Fu\u00dfboden, stellen Klimaanlage und Ventilator an und am n\u00e4chsten Morgen sind sogar die Sportschuhe fast trocken.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bus nach Puerto Jim\u00e9nez auf der Halbinsel Osa f\u00e4hrt nicht am Busterminal in Quepos ab, sondern von dem weit au\u00dferhalb liegenden Hospital. Au\u00dfer einer halb zusammengebrochenen Haltestelle gibt es dort nichts, weder einen Kiosk in dem man Fahrkarten kaufen kann, noch irgendeine Information. Eine junge Franz\u00f6sin will auch in unsere Richtung. Sie hat am Vortag in Quepos Tickets gekauft und meint, dass wir eine falsche Information haben. Als nach 20 Minuten ein Bus h\u00e4lt, der die Stadt David in Panama anf\u00e4hrt, fragen wir nach unserem Zielort. Der Busfahrer bietet an, uns nach Golfito mitzunehmen, von dort kann man mit einem Boot \u00fcbersetzen. Besser als die Ungewissheit ist das alle Mal. Man merkt immer wieder, Costa Rica ist kein Backpacker-Land. Hierher kommen meist organisierte Reisegruppen oder Individualreisende mit PKW. Richtige Ausk\u00fcnfte oder etwa Fahrpl\u00e4ne im Internet \u2013 Fehlanzeige.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterwegs f\u00e4llt dem Busfahrer ein, dass es f\u00fcr uns viel zu gef\u00e4hrlich sei, mit dem Boot zu fahren. Er l\u00e4sst uns in Piedras Blancas aussteigen. \u201eDer Buss nach Puerto Jim\u00e9nez kommt bald,\u201c verspricht er. Piedras Blancas hat eine Tankstelle, zwei Lokale und f\u00fcnf H\u00e4user. Erstaunlicherweise gibt es sogar ein Warteh\u00e4uschen aus vier St\u00e4mmen, drei Brettern und Palmwedeln. Malerisch ist es, aber nicht dicht. Als es anf\u00e4ngt zu sch\u00fctten, dr\u00e4ngen wir uns mit den anderen Passagieren in der Mitte zusammen. Eine Stunde sp\u00e4ter kommt tats\u00e4chlich ein Bus, sogar ein ganz moderner. Die Strecke um die Bucht herum ist wundersch\u00f6n. Auf Osa liegt der Nationalpark Corcovado, der der tierreichste des ganzen Landes ist. Wir erreichen unser Ziel kurz vor Einbruch der Dunkelheit. Vom Busbahnhof sind es nur ein paar hundert Meter bis zu unserem Hotel. Wir bekommen ein gro\u00dfes sauberes Zimmer mit zwei Betten und zwei Ventilatoren. Gleich um die Ecke ist eine Pizzeria. Die Pizza schmeckt wirklich gut, aber die Limetten-Basilikum-Limonade toppt alles, was wir bisher getrunken haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Besuch des Nationalparks ist mit Schwierigkeiten verbunden. Morgens um sechs Uhr f\u00e4hrt der Bus. Von der Haltestelle f\u00fchrt ein Fu\u00dfweg 3,5 Kilometer bis zum Parkeingang. Die Tour durch den Park ist angeblich nur mit F\u00fchrer m\u00f6glich und dauert 5 Stunden. Zu anstrengend und zu teuer, wir verzichten. Wir fragen unseren Hotelbesitzer, ob er schon mal einen Jaguar im Park gesehen h\u00e4tte. Dort nicht, aber hier in der Stadt. Als er abends seine Eltern nach Hause begleitete, stand einer keine 50 Meter vom Haus entfernt auf der Stra\u00dfe. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"163\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-24-300x163.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8819\" style=\"width:658px;height:358px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-24-300x163.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-24-768x418.png 768w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-24.png 811w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"112\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-22-300x112.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8816\" style=\"width:660px;height:248px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-22-300x112.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-22-768x288.png 768w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-22.png 817w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abendstimmung in Puerto Jim\u00e9nez<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Immer wieder regnet es in den n\u00e4chsten Tagen, aber in den trockenen Stunden laufen wir bei Ebbe am Strand entlang, entdecken einen Park und die \u201eWerkstatt\u201c von Blattschneiderameisen. Sie haben einen gro\u00dfen Busch besetzt und zerlegen kunstvoll die Bl\u00e4tter in fingernagelgro\u00dfe St\u00fccke. Die liegen als kleiner H\u00fcgel auf dem Boden und werden nach und nach von gro\u00dfen Kolonnen abtransportiert. Wir folgen dem Weg \u00fcber fast 100 Meter. Diese Organisation und Effizienz ist bewundernswert. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind in einem Wohnpark gelandet, geschmackvolle H\u00e4user stehen weit von einander entfernt im dichten Gr\u00fcn, die Anlage wirkt richtig einladend. Reinkommen war leicht, aber der Ausgang ist nicht zu entdecken. Ein junger Mann begleitet uns zu einem Pf\u00f6rtnerh\u00e4uschen, wo man uns ohne Probleme neben der Rollbahn des kleinen Flughafens wieder heraus l\u00e4sst. <\/p>\n\n\n\n<p>Am fr\u00fchen Morgen und am fr\u00fchen Abend erf\u00fcllt ein Gekreische die Luft. Gro\u00dfe Schw\u00e4rme gr\u00fcner Papageien fliegen nach einem Tag am Meer abends zur\u00fcck in den Urwald. Die Nachz\u00fcgler sind immer paarweise unterwegs. Zweimal sehen wir sogar die auff\u00e4lligen rotbunten Aras, die gr\u00f6\u00dften in der Papageienfamilie.<\/p>\n\n\n\n<p>Es regnet mal wieder und wir liegen bei ge\u00f6ffneter T\u00fcr auf dem Bett, als das pl\u00f6tzlich zu schwanken beginnt. Wahrscheinlich nur ein paar Sekunden \u2013 mir kommt es wie eine Minute vor \u2013 dann ist es vorbei. Ein Erdbeben! Die Hotelbesitzer kommen angelaufen und fragen: \u201eHabt ihr das gesp\u00fcrt?\u201c Sie erz\u00e4hlen uns, dass gestern die Br\u00fcllaffen schon so unruhig gewesen seien, ein Vorzeichen. Wir waren beim Beben so verbl\u00fcfft, dass wir gar nicht reagieren konnten. Genau das hat uns auch Roland in San Jos\u00e9 erz\u00e4hlt. W\u00e4hrend er sich noch in seinem Sessel aufrichtet und fragt: \u201eWas war jetzt das?\u201c steht seine aus Costa Rica stammende Frau schon auf der Stra\u00dfe. Costa Rica liegt in einer sehr aktiven Zone, deshalb baut man schon seit langer Zeit \u201eerdbebensicher.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>Kurz darauf melden die Nachrichten ein Erdbeben mit einer St\u00e4rke von 6,1. Das Epizentrum lag an der Grenze zwischen Costa Rica und Panama, rund 30 Kilometer Luftlinie von uns entfernt. Ein paar Stunden sp\u00e4ter kommt schon eine Mail von einer besorgten Freundin, woraufhin wir unsere Familie per Whats-App beruhigen, die gar nicht beruhigt werden muss, weil sie \u00fcberhaupt nichts mitbekommen hat.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"149\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-25-300x149.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8821\" style=\"width:648px;height:323px\" srcset=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-25-300x149.png 300w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-25-768x381.png 768w, https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/image-25.png 813w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">o.r.: man beachte die Gangway (wahrscheinlich Maya Kultur)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/p1030874.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Zu guter Letzt kommen wir doch noch zu unserer Bootsfahrt \u00fcber den Golfo Dulce, die gro\u00dfe Meeresbucht zwischen der Halbinsel Osa und dem Festland. Hierher kommen Buckelwale, um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Bisher noch unbemerkt von den Orcas, die besonders gerne Jagd auf Walk\u00e4lber machen. Auch Delfine lieben diese Bucht, doch wir bekommen w\u00e4hrend der \u00dcberfahrt keinen dieser Meeresbewohner zu Gesicht. Die Fahrt durch die Bucht lohnt sich trotzdem.<\/p>\n\n\n\n<p>In Golfito teilen wir uns mit zwei anderen Personen ein Taxi bis zur 40 Kilometer entfernten Grenze nach Panama. Die Bequemlichkeit ist mit 6 US$ pro Person nicht zu teuer bezahlt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Wegen fehlender Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt) Der Nationalpark Manuel Antonio \u2013 an der Pazifikk\u00fcste bei Quepos gelegen \u2013 ist unser n\u00e4chstes Ziel. Die Stra\u00dfe f\u00fchrt durch \u00fcppig gr\u00fcne Landschaft. Zum Gl\u00fcck hat man sich nach der Abholzung von 80&nbsp;% des Regenwaldes in den 70er und 80er Jahren besonnen und heute &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7831\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eManuel Antonio und die Halbinsel Osa (Costa Rica)\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14,2,3],"tags":[],"class_list":["post-7831","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-suedamerika-2019","category-allgemein","category-laender"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7831","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7831"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7831\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9720,"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7831\/revisions\/9720"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7831"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7831"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7831"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}