{"id":7835,"date":"2019-05-12T13:06:00","date_gmt":"2019-05-12T13:06:00","guid":{"rendered":"http:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7835"},"modified":"2024-01-15T13:07:37","modified_gmt":"2024-01-15T13:07:37","slug":"vulkane-in-granada-am-apoyo-see-und-auf-ometepe-nicaragua","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7835","title":{"rendered":"Vulkane &#8211; in Granada, am Apoyo-See und auf Ometepe (Nicaragua)"},"content":{"rendered":"\n<p>(Wegen fehlender Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-mit-140-um-die-welt wp-block-embed-mit-140-um-die-welt\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"Rq7LqyWuIz\"><a href=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2019\/05\/12\/vulkane-in-granada-am-apoyo-see-und-auf-ometepe-nicaragua\/\">Vulkane &#8211; in Granada, am Apoyo-See und auf Ometepe&nbsp;(Nicaragua)<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Vulkane &#8211; in Granada, am Apoyo-See und auf Ometepe&nbsp;(Nicaragua)&#8220; &#8212; HTTPS:\/\/www.Otterpack8.wordpress.com\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2019\/05\/12\/vulkane-in-granada-am-apoyo-see-und-auf-ometepe-nicaragua\/embed\/#?secret=HaPYL9ZuLq#?secret=Rq7LqyWuIz\" data-secret=\"Rq7LqyWuIz\" width=\"525\" height=\"296\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit dem Shuttlebus fahren wir zum letzten Mal durch Leon. L\u00f6wenstandbilder, wohin man schaut, in Parks, an Brunnen und vor Geb\u00e4uden. Ob jemand wei\u00df, wie viele es in der ganzen Stadt gibt?<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Am fr\u00fchen Morgen k\u00f6nnen wir endlich auch was vom Land sehen. Auffallend viele Pferdefuhrwerke sind auf den Stra\u00dfen unterwegs. Dieser Teil des Landes ist haupts\u00e4chlich flach und wird meist landwirtschaftlich genutzt. Viehwirtschaft, Bananen, Zuckerrohr, Tabak und im Abnehmen begriffen auch Baumwolle. Auffallend sind dazwischen die bl\u00fchenden Butterblumenb\u00e4ume, deren strahlendes Gelb weit leuchtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hauptstadt Managua durchfahren wir nur in den Randgebieten. Vor Einkaufszentren und bei gro\u00dfen Kreisverkehrsinseln steht ein Gro\u00dfaufgebot an Polizei. Der Jahrestag der Demonstrationen von 2018 steht kurz bevor, und die Regierung ist offenbar ziemlich nerv\u00f6s.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Mittagsstunden erreichen wir Granada \u2013 von den Einheimischen \u201efette Rosine\u201c genannt \u2013 \u00fcbrigens verschwistert mit Frankfurt\/Main. Unser Hotel geh\u00f6rt einem Inder der uns erz\u00e4hlt, dass viele Ho(s)tels und Restaurants nach den blutigen Aufst\u00e4nden vor einem Jahr schlie\u00dfen mussten. Sein Hotel hat \u00fcberlebt, aber das dazu geh\u00f6rende Restaurant rentiert sich nicht mehr. Wir k\u00fchlen uns erst einmal im Pool ab, in Granada ist es noch mal 5 Grad w\u00e4rmer als in Leon. Die junge Frau, die kurz darauf ebenfalls in den Pool steigt, hat Sch\u00fcrfwunden am rechten Unterarm. \u201eVulkan-Boarding?\u201c frage ich, sie nickt.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Beim ersten Rundgang durch die Stadt sehen wir viele sch\u00f6ne Geb\u00e4ude aus der spanischen Kolonialzeit. Obwohl die Stadt mindestens dreimal von Piraten zerst\u00f6rt wurde, gilt Granada (80.000 EW) nach mehrfachem Wiederaufbau als die sch\u00f6nste Stadt Nicaraguas; Leon dagegen ist die lebendigere und mit 200.000 Einwohnern auch die gr\u00f6\u00dfere. Eine Zeit lang wechselten sich beide in ihrer Funktion als Hauptstadt ab, bis 1858 die Ernennung Managuas dem Dauerstreit ein Ende machte.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Vor der Kathedrale entsteht gerade die gr\u00f6\u00dfte Alfombra (S\u00e4gemehlteppich) f\u00fcr die Osterprozession, die wir bisher gesehen haben. Hier bedient man sich einer anderen Technik als in Antigua oder Leon. Auf die gut 25 m\u00b2 gro\u00dfen Fl\u00e4che aus Naturmaterial wird das Motiv farbig aufgespr\u00fcht. Ein Zaun sch\u00fctzt es vor unabsichtlicher Zerst\u00f6rung, denn dieses Werk muss bis Ostern erhalten bleiben. <\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Wir sitzen im Caf\u00e9 gegen\u00fcber der Iglesia la Merced, wo gerade ein Trauergottesdienst stattfindet. Vor der Kirche stehen in der gr\u00f6\u00dften Hitze zwei Pferde, die die schwarze Kutsche nach der Trauerfeier zum Friedhof ziehen m\u00fcssen. Die Menschen, die aus der Kirche str\u00f6men, sind elegant gekleidet, schwarz tragen die wenigsten.<\/p>\n\n\n\n<p>Abends suchen wir uns aus der Vielzahl der Restaurants eins mit besonders sch\u00f6nem Innenhof aus. Im Freien sitzen, dabei ins beleuchtete Gr\u00fcn schauen und dabei das Brunnenwasser pl\u00e4tschern h\u00f6ren, ist ungemein entspannend. Das Lokal schlie\u00dft um 21 Uhr, sp\u00e4ter als viele andere. Auf dem R\u00fcckweg reiben wir uns verwundert die Augen. <\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Die ruhige Fu\u00dfg\u00e4ngerzone der Altstadt hat sich in eine Partymeile verwandelt. Mitten auf der Stra\u00dfe stehen jetzt Tische und St\u00fchle, Bands spielen, H\u00e4ndler dr\u00e4ngen sich zwischen den Tischen durch und bieten ihre Waren an, Menschen essen, trinken, tanzen und singen. <\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen herrscht wieder verschlafene Ruhe. Am anderen Ende der Stadt kommt man an den Nicaragua-See. Durch den San Juan-Fluss ist der See mit dem Atlantik verbunden (den Weg nahmen die Piraten) und die schmalste Stelle zwischen See und Pazifik betr\u00e4gt nur 10 Kilometer. Deshalb wird immer wieder \u00fcber den Bau eines \u00c4quivalents zum Panama-Kanal spekuliert. Hoffentlich kommt es nie so weit, denn damit w\u00fcrde sich hier alles ver\u00e4ndern. Der gr\u00f6\u00dfte Binnensee Mittelamerikas (17 mal so gro\u00df wie der Bodensee) ist Wasserspeicher, Nahrungslieferant, Verkehrsader f\u00fcr einen Teil der Bev\u00f6lkerung des Landes und f\u00fcr die Einwohner Granadas der beliebteste Vergn\u00fcgungsplatz. <\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Wir sind erstaunt, dass hier so wenige Menschen im Wasser sind. Die k\u00f6nnen doch nicht alle Angst vor den Bullenhaien haben, die in dem See leben und als einzige Hai-Art die Umstellung von Salz- auf S\u00fc\u00dfwasser schaffen. W\u00e4hrend wir am Strand entlang laufen, kommt pl\u00f6tzlich ein Pferd angaloppiert, stoppt an einem grasbewachsenen Platz und beginnt zu fressen. Von einem Besitzer ist weit und breit nichts zu sehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein junger Mann bietet uns eine Bootstour zu den 360 kleinen Inseln an, die durch einen Ausbruch des Mombacho-Vulkans vor Jahrtausenden entstanden sind. Um zur Anlegestelle zu kommen, m\u00fcssen wir ein ganzes St\u00fcck mit dem Auto am Seeufer entlang fahren. Und hier sind all die Menschen, die wir am vorderen Ufer vermisst haben. <\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Hier stehen B\u00e4ume mit weit ausladenden Kronen am Ufer und spenden den n\u00f6tigen Schatten. Dazwischen liegen Spielpl\u00e4tze, verkaufen H\u00e4ndler aufblasbare Gummitiere und -reifen in allen Gr\u00f6\u00dfen und Farben, stehen H\u00e4ndler mit Speisen und Getr\u00e4nken bereit, kurz \u2013 es fehlt an nichts. In der Osterwoche sind Ferien und dieser Teil des Seeufers ist nicht nur bei den Einwohnern Granadas, sondern auch bei denen aus der Hauptstadt beliebt. Der eigene (Managua-) See ist stark verschmutzt, baden geht dort niemand mehr.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Wir fahren mit dem Boot zwischen den vorderen Inseln hindurch und der junge Mann erz\u00e4hlt uns, wem sie jeweils geh\u00f6ren. Einheimische Brauereibesitzer und Zeitungsverleger geh\u00f6ren zu den Gl\u00fccklichen. Die gr\u00f6\u00dfte mit dem protzigsten Haus geh\u00f6rt einem amerikanischen Pornoproduzenten und die mit dem sch\u00f6nsten Haus und einem Hubschrauber-Landeplatz dem Schauspieler Morgan Freeman. Nur etwa 20 dieser Inseln sind von Einheimischen bewohnt, etliche noch zu verkaufen. Nach einem Lottogewinn kann man ja mal dar\u00fcber nachdenken. Zur\u00fcck an Land laufen wir am Seeufer zur\u00fcck und schauen uns an, wie die Menschen ihre Freizeit am Seeufer genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2019\/05\/p1030206.jpg\" alt=\"P1030206.JPG\" class=\"wp-image-7172\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Im rechteckigen Parque Central vor der Kathedrale stehen an den vier Ecken gemauerte Kioske. Hier wird eine \u00f6rtliche Spezialit\u00e4t verkauft: Auf ein warmes P\u00fcree&nbsp;aus Yucca-Wurzeln kommen kleine St\u00fcckchen kross gebratener Schweineschwarte, gekr\u00f6nt von einem Krautsalat. Es schmeckt mir erstaunlich gut, bis pl\u00f6tzlich eine warme Ladung von oben aus dem Baum meinen Kopf und die Schulter trifft und auch ins Essen tropft. Irgend ein Vogel \u2013 klein war er sicher nicht \u2013 hat sich gerade gewaltig erleichtert. Die Verk\u00e4uferin aus dem Kiosk kommt sofort mit einem Lappen angerannt, befeuchtet ihn mit meinem Trinkwasser und beseitigt den gr\u00f6bsten Schaden. Jetzt will ich nur noch ins Hotel und unter die Dusche. Sollte ich allerdings feststellen, dass an der \u201ebehandelten\u201c Stelle die Haare jetzt doppelt so dicht sprie\u00dfen, werde ich mir schon mal eine Insel aussuchen; mit einem Haarwuchsmittel das wirkt, kann man steinreich werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Vor der Casa de los tres Mundos (Haus der drei Welten) \u2013 dem Kulturzentrum der Stadt \u2013 h\u00e4ngt ein Plakat. \u201eSchau mal das Bild\u201c, sagt Klaus \u201eder sieht doch aus wie dieser Schauspieler.\u201c \u201eDietmar Sch\u00f6nherr,\u201c erg\u00e4nze ich, und als ich sp\u00e4ter nachschaue, bewahrheitet sich das. Der Schauspieler hat sich mit sozialen Projekten stark in Nicaragua engagiert. <\/p>\n\n\n\n<p>Am Gr\u00fcndonnerstag und Karfreitag ist von Musik- und Tanzverbot keine Rede. W\u00e4hrend morgens bei den Prozessionen in manchen Gegenden sogar ein Kreuz mit einem angebundenen lebenden Menschen durch die Stra\u00dfen getragen wird und manche Gl\u00e4ubige vor Verzweiflung und Mitgef\u00fchl weinen, kennt die Feierfreude abends keine Grenzen. <\/p>\n\n\n\n<p>Osterprozessionen haben wir jetzt zur Gen\u00fcge genossen, deshalb verlassen wir die Stadt am Samstag und lassen uns mit dem Taxi zum nahe gelegenen Apoyo-See bringen. Am Ende der Stra\u00dfe haben wir in einem kleinen Ressort f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage einen Bungalow gemietet. <\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Dieser in einem Vulkankrater liegende fast runde See mit 4 km Durchmesser soll das sauberste Wasser in ganz Mittelamerika haben. Ganzj\u00e4hrig hat er eine Temperatur zwischen 25 und 27 Grad, einfach wunderbar. Auch der Schweizer Besitzer Daniel hat seit der Demonstrationen vor einem Jahr zu k\u00e4mpfen. Acht von zehn Mitarbeitern musste er entlassen und hofft nun, dass die Touristen bald wiederkommen. Er liebt dieses Land und ganz besonders den See. Begeistert erz\u00e4hlt er uns von den Tieren, die in der Wildnis rundherum leben. Zwei Affenarten sind hier heimisch, Br\u00fcll- und Kapuzineraffen. Ein Ameisenb\u00e4r hat ihn in den sechs Jahren, die er hier lebt, auch schon auf seinem Grundst\u00fcck besucht, und die vielen V\u00f6gel die hier leben notiert er sich in einem Buch. Beim Fr\u00fchst\u00fcck sehen wir einen Motmot, dessen Schwanzfedern aussehen, als w\u00e4ren zwei Bommel am Ende befestigt. Er ist sowohl der Nationalvogel El Salvadors als auch Nicaraguas.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>\u201eDen Masaya-Vulkan m\u00fcsst ihr dringend besuchen\u201c, r\u00e4t uns Daniel. Also fahren wir am n\u00e4chsten Nachmittag 35 Kilometer mit dem Taxi zu diesem Berg. Die Zufahrt ist durch ein Tor gesperrt, auch Fu\u00dfg\u00e4nger werden erst ab 17 Uhr eingelassen. \u00dcber eine gute neue Stra\u00dfe geht es zwischen Schlackefeldern den Berg hinauf zu einem weitl\u00e4ufigen Parkplatz. Gro\u00dfe Dampfwolken steigen jenseits der Begrenzungsmauer auf. Ein Blick hin\u00fcber zeigt ein Loch, aus dem es unentwegt qualmt. Wir laufen noch ein St\u00fcck weiter, den Berg zur Linken hinauf und schauen in den Krater eines erloschenen Vulkans. Als die Sonne untergeht, gehen wir langsam zur\u00fcck. Im Dunklen wollen wir auf diesen Wegen voller Vulkan-Schotter nicht gerne unterwegs sein, wie leicht ger\u00e4t man hier ins Rutschen. Ein Schwarm Papageien kommt l\u00e4rmend angeflogen und sucht einen Schlafplatz f\u00fcr die Nacht.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Inzwischen haben sich zu den paar Autos, die vorhin auf dem Parkplatz standen noch ein paar hinzugesellt, darunter auch ein Wohnmobil. Mit dem Besitzer kommen wir kurz darauf ins Gespr\u00e4ch \u2013 ein Schweizer unterwegs auf der Panamerikana. Je dunkler es wird, umso heller leuchtet die gl\u00fchende Lava in dem Loch, es kommt mir vor, als k\u00f6nne man der Erde tief in den Schlund schauen \u2013 faszinierend. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Vulkan-Thema l\u00e4sst uns auch am n\u00e4chsten Tag nicht los. Wir machen uns auf den Weg zur Insel Ometepe, die im Nicaragua-See liegt. Urspr\u00fcnglich waren es zwei Vulkan-Inseln, die nach mehreren Eruptionen durch ausflie\u00dfende Lava inzwischen miteinander verbunden sind. <\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Der Bus f\u00e4hrt bis zum Hafen San Jorge, dann brauchen wir noch eine gute Stunde mit der F\u00e4hre auf die Insel. Mal wieder eine gute Gelegenheit, um Menschen zu beobachten. M\u00e4nner und Frauen schauen begeistert der Telenovela zu, die \u00fcber den Bildschirm flimmert. Kinder werden mit S\u00fc\u00dfigkeiten zum Ausharren gebracht und den Kleinsten wird die Brust gegeben. Stillende M\u00fctter sind in allen bisher bereisten L\u00e4ndern Mittelamerikas zu sehen. Auf B\u00e4nken, in Bussen, selbst w\u00e4hrend des Laufens holen die M\u00fctter die Brust raus und lassen ihre Kinder trinken.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Am Hafen von Moyogalpa wartet bereits ein Taxi auf uns, das der Hotelbesitzer f\u00fcr uns organisiert hat. Die Strecke an der dem Westufer des Sees zugewandten Seite sei etwas l\u00e4nger, aber viel besser, erkl\u00e4rt uns der Fahrer. Uns ist das egal, wir haben einen Festpreis f\u00fcr die Hin- und R\u00fcckfahrt vereinbart und genie\u00dfen die sch\u00f6ne Strecke. Unser Hotelchen (zwei Zimmer) liegt auf dem Verbindungsst\u00fcck zwischen den beiden Vulkanen. Zwischen unserer Terrasse und dem Strand liegt nur die kaum befahrene Stra\u00dfe. Es gibt ein paar L\u00e4den, drei Restaurants und ganz viel Natur. <\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen gehen wir Schwimmen, hundert Meter weiter rechts tun es uns ein paar Pferde gleich. Sie marschieren ins Wasser, manche legen sich hin, andere w\u00e4lzen sich auf den R\u00fccken, und dann geht es zum Trocknen an den Strand. Conception, der gr\u00f6\u00dfere der beiden Vulkane tr\u00e4gt morgens ein Wolkenm\u00fctzchen, das st\u00e4ndig seine Form ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Auf dem Teil der Insel, die vom Vulkan Maderas dominiert wird, gibt es Petroglyphen. Diese in Felsen eingearbeiteten Bilder sind ein guter Grund f\u00fcr eine Wanderung. Nach ein paar Kilometern \u00fcber einen Feldweg mit zwei 50 Zentimeter breiten betonierten Fahrstreifen sind wir beim ersten Felsstein angelangt, der mit einem einfachen Dach vor Regen sch\u00fctzen soll. Die n\u00e4chsten, die wir zu Gesicht bekommen, liegen einfach im Freien. <\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Der Weg zu einer 7 Kilometer entfernten Lagune f\u00fchrt durch ein Gatter. Ein P\u00e4rchen auf dem Moped schaut sich den Weg an und muss feststellen, fahren ist hier nicht m\u00f6glich. Da hat es der Caballero, der kurz darauf auf seinem Pferd angetrabt kommt, schon einfacher. Das Tier ist diesen steinigen Weg offenbar gew\u00f6hnt, schon nach kurzer Zeit ist von den Beiden nichts mehr zu sehen. Wir allerdings geben nach einer halben Stunde auf und treten den R\u00fcckweg an. Warum einen solch schwierigen Weg gehen, wenn er sowieso nicht zum Aussichtsturm f\u00fchrt, den wir eigentlich besuchen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der andere Weg f\u00fchrt zwischen herrlichen B\u00e4umen hindurch. Merkw\u00fcrdige Samenkapseln liegen auf der Erde. Diese sch\u00f6nen Gebilde k\u00f6nnte man bestimmt als Musikinstrument nutzen, die Samen rasseln so sch\u00f6n in den h\u00f6lzernen Kapseln. <\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Wir sind ganz allein hier und k\u00f6nnen V\u00f6gel und zwei sich jagende Eichh\u00f6rnchen beobachten. Nach einer Weile kommen wir zu einer Plantage und mittendrin liegt der Aussichtsturm und ein h\u00fcbsches Restaurant, das zu einem Hostel geh\u00f6rt. Das kommt uns gerade recht f\u00fcr eine Pause. So sch\u00f6n das hier auch liegt, f\u00fcr uns ist es nicht das Richtige. Es liegt beinahe 100 Meter oberhalb der Stra\u00dfe und die G\u00e4ste m\u00fcssen ihr Gep\u00e4ck auf engen Wegen selbst nach oben bef\u00f6rdern. F\u00fcr uns geht es mit leichtem Gep\u00e4ck hier nur bergab, eine Kleinigkeit nach dem leckeren Brot.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen geht es mit der 11 Uhr-F\u00e4hre zur\u00fcck aufs Festland. Ein Taxifahrer macht uns das Angebot, uns f\u00fcr einen guten Preis bis zur Grenze nach Costa Rica zu bringen. Da k\u00f6nnen wir nicht widerstehen und genie\u00dfen die 40 Kilometer bis zur Grenze. Hier sind wir in der Region, in der haupts\u00e4chlich Viehzucht betrieben wird. Jetzt, am Ende der Trockenzeit, ist das Gras verdorrt und die Rinder sind so d\u00fcrr, dass man die Rippen sehen kann. Mensch und Tier warten auf den Regen, der in ein paar Tagen das ganze Land in \u00fcppiges Gr\u00fcn verwandeln wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Dann sehen wir links und rechts eine Vielzahl von Windr\u00e4dern. In Nicaragua ist man ungeheuer stolz auf diese fortschrittliche Energieerzeugung. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcnf Kilometer vor der Grenze beginnt ein Stau. Wie eine riesige Eisenbahn stehen LKW dicht an dicht. Unsere Bef\u00fcrchtung, dass das jetzt eine langwierige Angelegenheit wird, bewahrheitet sich nicht. Der Fahrer f\u00e4hrt an der Blechschlange vorbei und setzt uns direkt vor der Grenze ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Schade, dass unsere Zeit in Nicaragua schon vorbei ist. Auch dieser Abschied schmerzt, aber gleichzeitig freuen wir uns auf Costa Rica. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Wegen fehlender Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt) Mit dem Shuttlebus fahren wir zum letzten Mal durch Leon. 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