{"id":7855,"date":"2019-01-27T13:30:46","date_gmt":"2019-01-27T13:30:46","guid":{"rendered":"http:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7855"},"modified":"2024-01-16T15:54:46","modified_gmt":"2024-01-16T15:54:46","slug":"wie-waere-es-mit-maquech-erlebnisse-in-merida-mexiko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7855","title":{"rendered":"Wie w\u00e4re es mit Maquech? Erlebnisse in M\u00e9rida (Mexiko)"},"content":{"rendered":"\n<p>(Wegen fehlender Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-mit-140-um-die-welt wp-block-embed-mit-140-um-die-welt\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"tuu4kWtHiL\"><a href=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2019\/02\/05\/wie-waere-es-mit-maquech-erlebnisse-in-merida-mexiko\/\">Wie w\u00e4re es mit Maquech? Erlebnisse in M\u00e9rida&nbsp;(Mexiko)<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Wie w\u00e4re es mit Maquech? Erlebnisse in M\u00e9rida&nbsp;(Mexiko)&#8220; &#8212; HTTPS:\/\/www.Otterpack8.wordpress.com\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2019\/02\/05\/wie-waere-es-mit-maquech-erlebnisse-in-merida-mexiko\/embed\/#?secret=ScgECYNv1D#?secret=tuu4kWtHiL\" data-secret=\"tuu4kWtHiL\" width=\"525\" height=\"296\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>P\u00fcnktlich um 12 Uhr f\u00e4hrt unser Bus in Telchac Puerto ab.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone size-full wp-image-6017\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2019\/02\/p1000203.jpg\" alt=\"P1000203\" class=\"wp-image-6017\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><span style=\"display: inline !important; float: none; background-color: rgb(255, 255, 255); color: rgb(44, 51, 56); cursor: text; font-family: &quot;Noto Serif&quot;,Georgia,&quot;Times New Roman&quot;,Times,serif; font-size: 16px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; line-height: 1.2em; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px;\"> bis zur Abfahrt wartet man in der &#8222;gem\u00fctlichen&#8220; Cafeteria<\/span><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Klaus ist mal wieder der einzige, der die Lage im Bus \u00fcberblicken kann. Alle anderen Fahrg\u00e4ste, es sind Mayas, reichen mit ihren K\u00f6pfen nicht an den Rand der Sitzlehnen. Hier blicken fast alle M\u00e4nner zu mir auf, auch mal ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl. Wir fahren wieder durch kleine Ansiedlungen und haben vom Bus aus einen ungetr\u00fcbten Blick auf die G\u00e4rten. Bepflanzte Beete, Spielpl\u00e4tze, Schrottsammlungen, Tierhaltung und auch private M\u00fcllhalden sind zu sehen, oft auch Variationen aus diesen Komponenten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir fahren durch Baca. Ob diese Stadt nach dem bekannten polnischen Maler benannt ist?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2019\/02\/p1000207-2-1.jpg\" alt=\"P1000207 (2)\" class=\"wp-image-6018\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Als wir unserem Ziel M\u00e9rida n\u00e4her kommen, fallen die mit b\u00f6sartig spitzen Glasscherben gespickten Mauerkronen auf. Wahrscheinlich gab es mal eine Aktion: \u201eTrinken f\u00fcr die eigene Sicherheit.\u201c Auf den Mauern, die nicht \u201ebewaffnet\u201c sind, sonnen sich Leguane.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Busbahnhof f\u00e4hrt der Bus -scheinbar aus Zeitgr\u00fcnden- gleich zur Tanks\u00e4ule und nicht an den Bussteig.&nbsp; Leider scheint sie nicht ganz dicht zu sein oder es wird beim Tanken nicht richtig gezielt. Jedenfalls ist der Boden mit einer schmierigen, wie Teer aussehenden Schicht bedeckt. Egal, da m\u00fcssen wir durch. Unser Taxifahrer f\u00e4hrt einmal am Hotel vorbei, beim zweiten Anlauf klappt es. Dabei findet man sich hier spielend zurecht. Als die Stadt im 16. Jahrhundert von den Spaniern zwischen den \u00dcberresten der ehemaligen Mayastadt T\u00b4ho gegr\u00fcndet wurde, hat man die Stra\u00dfen schachbrettartig angelegt und mit Nummern versehen. Ungerade verlaufen von Nord nach S\u00fcd, gerade von Ost nach West. Unser Hotel liegt im historischen Zentrum. Wir lassen uns einen Plan geben und laufen erst einmal zum Hauptplatz mit der Kathedrale, die aus den Resten einer Maya-Pyramide gebaut wurde. Gerade ist Messe, wir bleiben an der T\u00fcr stehen und betrachten das recht schmucklose Innere.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Als der Priester zu singen beginnt, w\u00e4hnt man sich in der Oper &#8211; was f\u00fcr eine tolle Stimme.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Drau\u00dfen kann man wieder das pralle Leben beobachten. Freitag gegen Abend sind viele Familien mit Kindern unterwegs und so wittern Clowns, Verk\u00e4ufer von quietschbunter Zuckerwatte, kleinem Spielzeug und Luftballons ein gutes Gesch\u00e4ft.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2019\/02\/p1000276.jpg\" alt=\"P1000276\" class=\"wp-image-6045\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Und die Tauben wissen auch genau, dass die Teile in den Plastikt\u00fcten kein Styropor sind sondern Knabberzeug.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen brauchen wir Geld. Vor dem Automaten steht eine verzweifelte \u00e4ltere Maya. Wieder und wieder versucht sie ihr Gl\u00fcck und bittet uns schlie\u00dflich durch Gesten um Hilfe. Sie m\u00f6chte den Betrag von 50 Pesos (2,28 \u20ac) abheben und scheitert jedes Mal, weil sie zwei Stellen nach dem Komma mit eingibt und der Automat daraus 5,000 macht. Klaus hilft ihr und sieht, dass ihr ganzer Kontostand vor dem Abheben aus 95 Pesos besteht. Als das Ger\u00e4t schlie\u00dflich den Schein herausschiebt, ist sie vor Dankbarkeit den Tr\u00e4nen nahe.<\/p>\n\n\n\n<p>An diesem Samstag ist Slow Food Market in der Avenida Colon. Das klingt verlockend und wir nehmen f\u00fcr den Hinweg ein Taxi. Hier wird der Begriff \u201eSlow Food\u201c allerdings anders interpretiert; vegan und glutenfrei ist das Motto. Interessant ist es allemal, vor allem da haupts\u00e4chlich Expats (hier lebende Ausl\u00e4nder) die Anbieter &#8211; unterst\u00fctzt von mexikanischem Personal &#8211; sind und auch unter den K\u00e4ufern sind Mexikaner eine ganz kleine Minderheit.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Nachdem wir alles angeschaut und auch einiges probiert haben, laufen wir zur\u00fcck. Wie gesagt, ein Kinderspiel sich zurecht zu finden.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Einiges ist zu erledigen; beim Optiker die verbogene Brille richten lassen, einen neuen Akku f\u00fcr das Handy und eine gute Tastatur f\u00fcr das Notebook kaufen.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Das klappt alles. Auch Ersatz f\u00fcr das vergessene N\u00e4hzeug ist schnell gefunden. Dabei k\u00f6nnen wir gleich das gro\u00dfe Stoffangebot f\u00fcr den bevorstehenden Karneval bewundern, der in M\u00e9rida gro\u00df gefeiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeden Sonntag um zw\u00f6lf Uhr gibt es im gro\u00dfen Theater eine Vorstellung. Zwischen den elegant gekleideten Mexikanern fallen ein paar westliche Touristen in z\u00fcnftiger Outdoor-Kleidung auf. Wir f\u00fchlen uns jedenfalls nicht passend angezogen und verzichten auf das Konzert.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Stattdessen gehen wir zur gegen\u00fcber liegenden Universit\u00e4t. \u201eKommen Sie, heute k\u00f6nnen Sie alles besichtigen und es kostet auch nichts,\u201c ruft uns ein Mann zu. Wir schauen uns den sch\u00f6nen Innenhof an. Besagter Mann gesellt sich zu uns. Er spricht ein bisschen Deutsch und erz\u00e4hlt uns von der wunderbaren Wirkung der Sisalfasern, die von den Mayas seit langem kunstvoll verarbeitet werden, zu H\u00e4ngematten zum Beispiel. Er sch\u00fcttelt sich aus vor Lachen, als er uns erz\u00e4hlt, dass er von einem deutschen Studenten ungl\u00e4ubig gefragt wurde, ob die Mayas wirklich nur in H\u00e4ngematten schlafen. Ja, das tun sie. Es ist platzsparend, hygienischer als eine Matratze und man kann sie \u00fcberall hin mitnehmen, au\u00dferdem sch\u00fctzt Sisal vor M\u00fccken. Deshalb m\u00fcssten wir uns unbedingt einen Hipi-Hapa (den typischen Maya-Hut) kaufen. Und den gibt es als Originalarbeit nur in einem bestimmten Laden oder auf dem sonntags stattfindenden Markt in M\u00e9rida. Dann l\u00e4dt er uns noch f\u00fcr den n\u00e4chsten Abend zu einem Maya-Festival ein und gibt uns einen Zettel mit. \u201eUm 20 Uhr beginnt das Fest,\u201c trichtert er uns ein. Wir machen uns auf den Weg zum Markt, als der Himmel pl\u00f6tzlich seine Schleusen \u00f6ffnet. Die Temperatur f\u00e4llt von angenehmen 26 Grad auf unter 15 und wir hasten durch den Wolkenbruch in unser Hotel.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst gegen Abend kann man wieder auf die Stra\u00dfe, die teilweise noch unter Wasser steht. Ich kaufe mir einen Hipi-Hapa. Er ist zwar teuer, aber wenn er gegen Malaria, Zika und Dengue hilft, ist das eine gute Investition. Und wenn nicht, habe ich etwas zum Lebensunterhalt der entsprechenden Familie beigetragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im n\u00e4chsten Gesch\u00e4ft wird mir etwas ganz besonderes angeboten: Eine Maquech (Makesch gesprochen), eine lebende K\u00e4ferbrosche.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2019\/02\/p1000281.jpg\" alt=\"P1000281\" class=\"wp-image-6047\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>In und um M\u00e9rida wird diese Brosche aus alter Tradition von M\u00e4nnern und Frauen an der Kleidung getragen. Der 3 bis 4 cm lange holzbohrende K\u00e4fer, der nicht fliegen kann, wird mit bunten Glassteinen und einer Kette beklebt, die man dann mit einer Sicherheitsnadel an der Kleidung befestigt. Wenn er nicht als Schmuck getragen wird, darf er sich in einem kleinen Terrarium erholen. Zur\u00fcck geht diese Tradition auf eine alte Maya-Legende:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Lieblingstochter eines Maya-Herrschers war bereits einem Prinzen versprochen. Doch sie verliebte sich in einen ganz gew\u00f6hnlichen jungen Mann und der sich in sie. Als ihr Vater von dieser Beziehung erfuhr, wollte er den jungen Mann t\u00f6ten lassen. Die Prinzessin flehte jedoch um Gnade und versprach, ihren Liebhaber nie wieder zu sehen, wenn der Vater ihm das Leben schenken w\u00fcrde. In der Nacht kam ein Schamane zu ihr, der ihr einen K\u00e4fer brachte. Dieses sei ihr Geliebter, lie\u00df der Schamane sie wissen. Der Vater habe auf der Verwandlung des Mannes bestanden. Die Prinzessin lie\u00df den K\u00e4fer von ihrem Juwelier mit Edelsteinen bedecken und an einem der Beine ein goldenes Kettchen anbringen. Darauf hin befestigte sie das Insekt an ihrer Kleidung, damit es den Schlag ihres Herzens h\u00f6ren und die unendliche Liebe sp\u00fcren solle. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Als wir am Montag Abend zur Universit\u00e4t laufen erfahren wir, dass das Maya-Festival bereits beendet ist. Entgegen der uns genannten Zeit hat es bereits um 18 Uhr begonnen. Stattdessen gehen wir zur Plaza de la Independencia vor der Kathedrale. Hier findet ab 21 Uhr eine Veranstaltung statt, die von der Tourismusbeh\u00f6rde organisiert wurde. Die Stra\u00dfe ist gesperrt, in einem gro\u00dfen Rechteck sind mehrere Reihen St\u00fchle aufgestellt worden. Wir stehen direkt dahinter und sofort bietet uns das vor uns sitzende ca. 50 Jahre alte Paar seine Pl\u00e4tze an. Wir lehnen das nette Angebot dankbar ab. Im Stehen kann man alles viel besser \u00fcberblicken. Als die Pl\u00e4tze sp\u00e4ter frei werden, hechtet eine junge Touristin nach vorne, um sie zu belegen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2019\/02\/p1000309.jpg\" alt=\"P1000309\" class=\"wp-image-6052\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Es wird zuerst eine Maya Hochzeits-Zeremonie gezeigt,<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2019\/02\/p1000342.jpg\" alt=\"P1000342\" class=\"wp-image-6055\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>anschlie\u00dfend folgen typische T\u00e4nze zur Live-Musik aus Yucatan.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2019\/02\/p1000332.jpg\" alt=\"P1000332\" class=\"wp-image-6054\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Frauen tragen die \u00fcppig bestickten Kleider, die auch im Stra\u00dfenbild noch hin und wieder zu sehen sind, die M\u00e4nner wei\u00dfe Hemden und Hosen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2019\/02\/p1000316.jpg\" alt=\"P1000316\" class=\"wp-image-6053\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>An jedem Abend findet irgendwo in der Altstadt eine Vorf\u00fchrung statt, die immer kostenlos ist, so wie auch die meisten Museen kein Eintrittsgeld verlangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag nehmen wir den Bus in die 40 Kilometer entfernte Hafenstadt Progreso.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Die Hauptattraktion ist ein Pier, der 6,5 Kilometer weit ins Meer gebaut wurde. Er geh\u00f6rt damit zu den \u00e4ngsten der Welt. Der Pier geh\u00f6rt zum Hafenbereich und ist f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger gesperrt. Stattdessen fahren LKW, um Waren aus und zu Containerschiffen zu bef\u00f6rdern. Auch Kreuzfahrtschiffe legen hier an und die Passagiere werden mit Shuttlebussen hin und zur\u00fcck gefahren. Gerade hat ein Riesenpott der amerikanischen Carnival-Line angelegt und die Passagiere \u00fcberschwemmen den Strandbereich. Auf diese Touristen hat man sich hier eingestellt, denn in der N\u00e4he des Piers gibt es alles, was das Touristenherz begehrt. Alkohol, Souvenirs und Massagen am Strand &#8211; zahlbar in US$. Auch die Einwohner M\u00e9ridas nutzen die weiten Str\u00e4nde vor ihrer Haust\u00fcr oft und gern.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute wollen wir die Paseo de Montejo in M\u00e9rida entlanglaufen. Diese vor \u00fcber hundert Jahren errichtete Prachtstra\u00dfe sollte der Mittelpunkt eines neuen Stadtzentrums werden.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Das ist zwar nicht passiert, aber diese Stra\u00dfe ist trotzdem sehenswert, allein der gro\u00dfen Villen wegen, die in verschiedenen Baustilen errichtet wurden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2019\/02\/p1000396.jpg\" alt=\"P1000396\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Am Ende kommt man zum Monumento a la bandera (Denkmal der Fahne), das in den 1960er Jahren von einem kolumbianischen K\u00fcnstler geschaffen wurde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2019\/02\/p1000400.jpg\" alt=\"P1000400\" class=\"wp-image-6069\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Es strotzt geradezu vor Symbolik. Auf dem R\u00fcckweg auf der anderen Seite der Allee kommen wir zu einer Bilderausstellung, die F\u00e4lle h\u00e4uslicher und sexueller Gewalt in Yucatan thematisiert. Unter jedem Foto steht eine Information zu dem Opfer. Es sind fast alles Frauen, die \u00e4lteste 35 Jahre alt, das j\u00fcngste Opfer ein 13 Monate altes M\u00e4dchen, das missbraucht, erw\u00fcrgt und dann in eine Latrine geworfen wurde. Ich finde keine Worte, um Entsetzen, Wut und Trauer auch nur ansatzweise zu beschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das kleine Museo de Arte Popular de Yucatan (Museum der Volkskunst) besuchen wir auf dem R\u00fcckweg.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Es befasst sich mit der handwerklichen Vielfalt Mexikos und Yucatans im besonderen. Stickereien, Werke aus Ton, Sisal, Metall und Holz werden liebevoll pr\u00e4sentiert. In einem separaten Raum l\u00e4uft ein Film, der die Herstellung einzelner Kunstwerke noch genauer zeigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum letzten Mal laufen wir zur Plaza de la Independencia.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Die heutige Abendveranstaltung findet vor der Casa de Montejo statt, dem Haus des Gr\u00fcnders&nbsp; von M\u00e9rida&nbsp; Francisco de Montejo&nbsp; im 16.Jahrhundert, das bis vor kurzer Zeit noch im Familienbesitz war. Inzwischen geh\u00f6rt es der Stadt und dient tags\u00fcber als Museum (Eintritt frei) und zeigt noch Original-Einrichtungsgegenst\u00e4nde. Heute Abend bildet die Fassade den Hintergrund f\u00fcr eine gro\u00dfartige Lasershow die die Symbolik der Skulpturen und Friese auf der Fassade hervorhebt und erl\u00e4utert. Die anschlie\u00dfende Theaterauff\u00fchrung thematisiert die Auseinandersetzung zwischen einem Maya F\u00fcrsten und Francisco de Montejo. Auf spanisch, aber mit auf die Nachbar- Fassade projizierten englischen Untertiteln.<\/p>\n\n\n\n<p>Hasta pronto, M\u00e9rida. Sch\u00f6n war es; wir haben uns in dieser bunten quirligen Stadt sehr wohl und sicher gef\u00fchlt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Wegen fehlender Bilder ist diese Seite mit einer \u00e4lteren Version verlinkt) P\u00fcnktlich um 12 Uhr f\u00e4hrt unser Bus in Telchac Puerto ab. Klaus ist mal wieder der einzige, der die Lage im Bus \u00fcberblicken kann. Alle anderen Fahrg\u00e4ste, es sind Mayas, reichen mit ihren K\u00f6pfen nicht an den Rand der Sitzlehnen. Hier blicken fast alle &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7855\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eWie w\u00e4re es mit Maquech? 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