{"id":7873,"date":"2018-04-26T14:17:12","date_gmt":"2018-04-26T14:17:12","guid":{"rendered":"http:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7873"},"modified":"2024-01-13T20:06:20","modified_gmt":"2024-01-13T20:06:20","slug":"darwin-und-der-kakadu-nationalpark-australien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7873","title":{"rendered":"Darwin und der Kakadu-Nationalpark (Australien)"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Besitzer unseres s\u00fc\u00dfen kleinen Hotels f\u00e4hrt uns abends um 22.30 Uhr zum Flughafen Denpasar. Vor dem riesigen modernen Geb\u00e4ude l\u00e4sst er uns aussteigen und verabschiedet sich mit der Aufforderung, m\u00f6glichst bald wieder zu kommen und doch bitte die ganze Familie mitzubringen. Um diese Zeit ist unglaublich viel los. Wir reihen uns in die Schlange der Wartenden ein und durchlaufen alle erforderlichen Prozeduren: Erster Sicherheitscheck, dann Gep\u00e4ckaufgabe am Check-In-Schalter. Der Mitarbeiter schaut von einem zum anderen, mustert uns streng und gibt dann seine Einsch\u00e4tzung preis: \u201eSie haben einen falschen Charakter.\u201c \u00dcber diese Erkenntnis sind wir mehr als verbl\u00fcfft. Er h\u00e4lt mit seinem Vorgesetzten R\u00fccksprache, dann teilt er uns mit, dass wir trotz des des falschen Charakters (dem <strong>\u00dc<\/strong> in unserem Nachnamen) mitfliegen d\u00fcrfen. Es folgt die Passkontrolle, der zweite Sicherheitscheck, der Ausreise-Schalter und dann warten wir im Abflugbereich auf den Aufruf, um an Bord gehen zu k\u00f6nnen. Statt dessen werden wir informiert, dass die Maschine erhebliche Versp\u00e4tung hat. Wir m\u00fcssen den ganzen Weg wieder zur\u00fcck laufen, der Ausreisestempel wird ung\u00fcltig gemacht, wir bekommen unsere Koffer zur\u00fcck und vor dem Terminal wartet ein Bus, der uns in ein nahe gelegenes Hotel bringen soll. Als wir aus dem Flughafen kommen, ist er bereits voll besetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein australisches Paar namens Stella und Martin ruft kurzerhand ein Taxi, winkt uns dazu und wir fahren dem Bus hinterher. Die Kosten solle er am Flughafen geltend machen sagen sie dem verbl\u00fcfften Fahrer, dr\u00fccken ihm aber ein Trinkgeld in die Hand. Die Beiden kennen sich ganz offensichtlich aus. An der Rezeption des Hotels hat sich bereits eine lange Schlange gebildet, aber die Menschen sind v\u00f6llig gelassen; und das nachts um zwei Uhr. Niemand ist verstimmt oder m\u00fcrrisch, einer nach dem anderen r\u00fcckt vor, bekommt seine Schl\u00fcsselkarte und verschwindet im zugewiesenen Zimmer. Eine gute Gelegenheit f\u00fcr uns, die Menschen zu beobachten.Tatoos sind bei den Australiern offenbar sehr beliebt, was es da nicht alles zu sehen gibt: Auf dem linken Oberschenkel einer jungen Frau einen 20 Zentimeter hohen L\u00f6wenkopf, auf dem rechten einen Tiger. Eine andere junge Frau hat auf dem rechten Oberarm einen Engel, die Fl\u00fcgel reichen hinten bis zur Wirbels\u00e4ule und vorne bis zur Halsgrube. Ein stark behaarter Mann hat einen rasierten rechten Unterschenkel, der noch braun vom Jod ist und eine wilde Geschicht von Drachen und Schlangen erz\u00e4hlt. Eine Frau bewegt vorsichtig einen ungesund gl\u00e4nzenden Arm, auf dem ein Rosenbukett prangt. Manche nutzen jeden sichtbaren K\u00f6rperteil, Finger und Zehen eingeschlossen, um ein Statment abzugeben oder nur die leichtsinnige Entscheidung unter Alkoholeinfluss im Urlaub zu pr\u00e4sentieren. Eine merkw\u00fcrdige Schlussfolgerung dr\u00e4ngt sich auf: Die am wenigsten attraktiven Menschen haben die gr\u00f6\u00dften Tatoos.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine halbe Stunde sp\u00e4ter sind wir an der Reihe. Unsere P\u00e4sse werden kopiert, daraufhin bekommen wir eine Schl\u00fcsselkarte mit einer dreistelligen Nummer. Die Zimmernummer beginnt mit 12, der dritte Kringel k\u00f6nnte eine 0, 6 oder 8 sein. Keines der Zimmer l\u00e4sst sich \u00f6ffnen. Der nette junge Mann von der Rezeption versucht es selbst und erreicht nur, dass aus Zimmer 126 eine etwas befremdet wirkende Dame kommt. Wir entschuldigen uns bei ihr, bekommen an der Rezeption eine neue Schl\u00fcsselkarte f\u00fcr einen anderen Geb\u00e4udetrakt und landen in einer gro\u00dfz\u00fcgigen Suite mit einem \u00fcber zwei Meter breiten Bett, einem Wohnraum und zwei Badezimmern. Wirklich auskosten k\u00f6nnen wir das nicht, wir wollen nur schlafen und kommen morgens erst kurz nach 10 Uhr zum Fr\u00fchst\u00fcck. Ein riesiges Buffet mit allem was das Herz begehrt erwartet uns.<\/p>\n\n\n\n<p>Um 14 Uhr f\u00e4hrt der Bus zum Flughafen, die Maschine soll um 17.15 starten. Gute 2,5 Stunden Flugzeit, dazu noch 1,5 Stunden Zeitverschiebung nach vorne, das wird sp\u00e4t. Ich buche noch schnell ein Hotelzimmer in Darwin, denn unseren Camper k\u00f6nnen wir heute nicht mehr \u00fcbernehmen. Heute klappt alles wie am Schn\u00fcrchen. Wir starten und landen p\u00fcnktlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Flugzeug bekommen wir ein Formular, das wir ausf\u00fcllen und f\u00fcr die Einreise bereit halten sollen.Wir hatten uns vorab per E-Visa bereits registriert und sind gespannt, was wir jetzt bei der Einreise noch brauchen. Eine einzelne Dame fertigt die Insassen des ganzen Flugzeuges ab und das dauert, aber auch hier wieder keinerlei Unmut. Wir bekommen ohne Probleme einen Stempel in den Pass und sind in Australien. Abends um diese Zeit scheint sich bis auf die Passagiere unserer Maschine und ein paar Mitarbeiter niemand mehr im Flughafen aufzuhalten. Welch ein Unterschied zu S\u00fcdostasien mit dem st\u00e4ndigen Gewusel. Wir werden gefragt, ob wir Alkohol, Zigaretten, Pflanzen, N\u00fcsse oder Holzerzeugnisse bei uns haben. Die neu erworbene kleine Gitarre von Klaus wird von allen Seiten betrachtet, der Beamte erkennt, die schl\u00e4gt garantiert nicht mehr aus und gef\u00e4hrdet keinesfalls die einheimische Natur. Wir d\u00fcrfen ohne weitere Untersuchung durch die Zollkontrolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Taxi bringt uns \u00fcber leere Stra\u00dfen in k\u00fcrzester Zeit ins Hotel. Ich hatte vorab mitgeteilt, dass wir sp\u00e4t ankommen und wurde gebeten, vom Flughafen aus anzurufen. Der Taxifahrer erledigt das f\u00fcr uns, weil wir noch keine SIM-Karte haben, und die Dame ist wirklich extra aufgeblieben, um uns um halb elf noch herein zu lassen. F\u00fcr 41 \u20ac ist das Zimmer gegen\u00fcber allem, was es in S\u00fcdostasien f\u00fcr diesen Preis gibt, eine bessere Bruchbude. Egal, das Bett ist frisch bezogen und wir haben ein kleines Bad. Das Fr\u00fchst\u00fcck am n\u00e4chsten Morgen f\u00fcr 10 \u20ac ist ordentlich, frisch zubereitete Spiegeleier, leckerer Bacon, knuspriger Toast, nur der Pulverkaffee \u00fcberzeugt nicht ganz.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann haben wir nur noch einen 100 Meter langen Weg zur Camper-Mietstation vor uns. Eine Stunde und zehn Formulare sp\u00e4ter bekommen wir den Schl\u00fcssel in die Hand gedr\u00fcckt und dann k\u00f6nnen wir unser Heim auf vier R\u00e4dern betreten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc04670.jpg\" alt=\"DSC04670\" class=\"wp-image-4498\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir packen die Koffer aus, verstauen unser Gep\u00e4ck und dann kommt das, worauf ich mich schon seit Tagen freue: Einkaufen. Nicht weit von der Vermietstation gibt es ein gro\u00dfes Einkaufszentrum mit einem sch\u00f6nen Supermarkt. Woolworth war ja bei uns fast ein Synonym f\u00fcr billige Waren. Dieser Supermarkt ist alles andere als billig; ausgesprochen gut sortiert, Obst und Gem\u00fcse aus biologischem Anbau, Fleisch aus artgerechter Tierhaltung, eine gro\u00dfe Weinabteilung und viele andere Artikel. Unser Einkaufswagen wird voll und voller, wir brauchen einen zweiten. Das alles unterzubringen wird nicht einfach. Der K\u00fchlschrank ist klein, hat aber wenigstens ein Gefrierfach. Der Schrank daneben hat zwei F\u00e4cher, doch wenn die einger\u00e4umt sind, muss man jedes Mal alles wieder rausholen, wenn das Gesuchte ganz hinten steht. Wir brauchen ein paar Gegenst\u00e4nde die uns helfen, Ordnung zu halten. Ausger\u00fcstet mit einem Ma\u00dfband und einer Liste mit den wichtigsten Abmessungen betreten wir ein Kaufhaus und finden zwei Plastikboxen auf Rollen, die in die F\u00e4cher passen. Wir nehmen ein paar K\u00f6rbchen f\u00fcr Kleinkram mit, die mit Stecknadeln am Filz der Seitenbespannung befestigt werden k\u00f6nnen. Ein sicherer Platz f\u00fcr Taschenlampe, Ladekabel und Autoschl\u00fcssel. Kleine runde Beh\u00e4lter und Klebehaken landen ebenfalls im Einkaufswagen. Darin k\u00f6nnen nachts die Brillen sicher und griffbereit untergebracht werden. Eine rutschfeste Unterlage f\u00fcr den 10 Liter-Karton mit Wasser neben der Kochstelle muss mit, ebenso eine K\u00fchltasche, die genau in die L\u00fccke zwischen Sp\u00fcle und Vorratsschrank passt und damit unseren K\u00fchlschrank erweitert und \u2013 ganz wichtig \u2013 ein kleiner Ventilator; denn unser Camper hat zwar eine Klimaanlage, aber die funktioniert nur w\u00e4hrend der Fahrt und im Fahrerraum. Zu guter Letzt nehmen wir noch einen Autoatlas mit.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc04672.jpg\" alt=\"DSC04672\" class=\"wp-image-4499\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Fahrt zu einem Campingplatz in der N\u00e4he wird der Himmel pl\u00f6tzlich schwarz, und es f\u00e4ngt heftig an zu regnen. Der ausgesuchte Campingplatz ist geschlossen, der n\u00e4chste auf unserer Liste 40 Kilometer entfernt. Nach 5 Minuten auf der Stra\u00dfe sehen wir einen Hinweis auf einen Campingplatz auf der anderen Stra\u00dfenseite. Kurz entschlossen biegen wir ab und k\u00f6nnen uns einen Platz aussuchen. Es ist keine Saison, nur ein paar wild entschlossene Angler sind ebenfalls hier. Nat\u00fcrlich haben alle viel gr\u00f6\u00dfere Wohnmobile oder Wohnwagen, zum Teil mit ausfahrbaren Seitenteilen, gro\u00dfen Fernsehern und bequemen Sitzgarnituren. Keck stellen wir uns dazwischen, ohne auf die gerunzelten Stirnen und die gr\u00fcbelnden Minen zu achten. Der Platzwart kommt, und als er mit uns scherzt und lacht, ist f\u00fcr die anderen auch alles in Ordnung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc04679.jpg\" alt=\"DSC04679\" class=\"wp-image-4500\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Weg zu den Waschr\u00e4umen ist nicht weit, und in der Nacht haben wir nette Begegnungen mit Fr\u00f6schen in allen Gr\u00f6\u00dfen, die hektisch die W\u00e4nde hoch klettern, von Waschbecken zu Waschbecken springen und aus der Dusche fl\u00fcchten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag fahren wir \u00fcber den Arnhem Highway Richtung Kakadu-Nationalpark. Schon auf dem Weg dorthin sehen wir die ersten Namensgeber des Parks. Hier auf diesen menschenleeren Stra\u00dfen handhaben wir den Linksverkehr tats\u00e4chlich mit links. Obwohl das Klima sich nicht gro\u00df von dem in S\u00fcdostasien unterscheidet, ist die Vegetation v\u00f6llig anders. Keine Palmen, kein Urwald, stattdessen Eukalyptus in allen Variationen, und B\u00e4ume, deren Namen wir (noch) nicht kennen. Wir fahren an Mango-Plantagen vorbei und sehen am Stra\u00dfenrand immer wieder Warnschilder, die auf \u00dcberschwemmungen nach starken Regenf\u00e4llen hinweisen. Um die Bedeutung dieser Hinweise zu erh\u00f6hen, stehen daneben Messlatten, die 2 Meter in der H\u00f6he anzeigen. Das kann ja heiter werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Inzwischen haben wir die Wetlands erreicht und fahren zu dem ausgewiesenen Aussichtspunkt. Ein Gewitter stoppt unseren Eifer, den Aussichtsturm zu besteigen, stattdessen machen wir ein Mittagsschl\u00e4fchen. Campervans sind doch was herrliches, man hat immer sein Bett, den K\u00fchlschrank und den Kleiderschrank dabei. Auf der Weiterfahrt entdecken wir die ersten Termitenbauten. Wir finden einen Platz, wo man gefahrlos anhalten kann, und ich springe aus dem Auto. \u201eDer ist bestimmt zwei Meter hoch\u201c, rufe ich begeistert. Als ich sp\u00e4ter das Foto betrachte sehe ich, wie sehr ich mich versch\u00e4tzt habe.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc046931.jpg\" alt=\"DSC04693\" class=\"wp-image-4518\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>In unserem Atlas war ein Platz markiert, den wir ansteuern. Als wir dort gerade versuchen, uns zu orientieren, kommt ein doppelt so gro\u00dfes Wohnmobil herangerauscht, und lachend steigen Stella und Martin aus. Sie umarmen uns, als seien wir langj\u00e4hrige Freunde und erkl\u00e4ren, dass sie den n\u00e4chsten Stellplatz im Kakadu-Nationalpark ansteuern werden, weil der auf dem wir gerade stehen weder sanit\u00e4re Anlagen noch Wasser und Elektrizit\u00e4t hat.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc04708.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc04710.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Wir schlie\u00dfen uns an und treffen die beiden gleich an der Rezeption, wo wir sowohl die Eintrittskarten f\u00fcr den Park zum Rentnertarif kaufen, als auch die Geb\u00fchr f\u00fcr den Stellplatz entrichten k\u00f6nnen. Eine junge Polin aus Brelau, die in Australien mit dem Work and Travel-Programm unterwegs ist, h\u00e4ndigt uns eine Landkarte vom Park aus. Etliche Stra\u00dfen sind jetzt, zum Ende der Regenzeit noch gesperrt. Wenigstens auf dem Campingplatz haben wir freie Platzwahl und stellen uns wieder in die N\u00e4he der Waschr\u00e4ume. Die Stellpl\u00e4tze sind nicht extra markiert, sondern nur durch einen Wasserhahn und eine Steckose als solche zu erkennen. Wie man sich dann dort hinstellt, ist jedem selbst \u00fcberlassen. Es gibt einen sch\u00f6nen Pool, der uns magisch anzieht. Ein gro\u00dfes Sonnensegel ist hier aufgespannt. Die Australier haben einen Riesenrespekt vor der Sonneneinstrahlung \u2013 zu Recht, denn die Anzahl der Todesf\u00e4lle durch Hautkrebs ist die h\u00f6chste weltweit. Um diese Uhrzeit besteht jedoch keine Gefahr, die Sonne geht gleich unter. Zeit f\u00fcr die Flughunde, den Himmel unsicher zu machen. Wir freuen uns \u00fcber die uns aus Sri Lanka vertauten Silhouetten am Himmel. Der Pool hat aus Sicherheitsgr\u00fcnden rundherum einen hohen Zaun. Auch ein noch so gro\u00dfes Krokodil h\u00e4tte keine Chancen, sich hier h\u00e4uslich einzurichten. Nach dem ersten Schreck wegen der Temperatur genie\u00dfen wir das Suhlen im badewannenwarmen Wasser.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach sieben Monaten in fast immer klimatisierten R\u00e4umen m\u00fcssen wir uns erst mal an das Schlafen ohne K\u00fchlung gew\u00f6hnen. Am n\u00e4chsten Morgen sehen wir unser erstes K\u00e4nguru, ein Wallaby. Keine 10 Meter entfernt hockt es im Gras und fr\u00fchst\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir packen zusammen und weiter geht die Fahrt in Richtung Jabiru und Katherine. Au\u00dfer den bereits eingezeichneten Stra\u00dfen sind etliche andere gesperrt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc04749.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc04753.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Bedingt durch die vorangegangene Regenzeit und die damit einher gehenden \u00dcberschwemmungen verlassen die Krokodile h\u00e4ufig ihre angestammten Gew\u00e4sser und suchen neue Gebiete auf. Dann wird zur Sicherheit der Besucher lieber zu viel als zu wenig gesperrt. Au\u00dferdem sind die nicht asphaltierten Stra\u00dfen noch aufgeweicht. Wir sind froh, dass eines der wichtigsten Zeugnisse der Aboriginee-Kultur erreichbar ist, der Burrungkuy Park mit den 20.000 Jahre alten Zeichnungen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/p1100341.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/p1100322.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc04728.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc04727.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/p1100330.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/p1100327.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/p1100326.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/p1100323.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/p1100337.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/p1100336.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Die Wege sind gut angelegt und die Sehensw\u00fcrdigkeiten gut beschrieben. Mit uns ist nur noch ein Ehepaar mit zwei Kindern unterwegs. Die 12 Kilometer lange Wanderung durch das Gebiet ist bestimmt unglaublich interessant, doch die Temperaturen von nahe 40 Grad lassen jegliches Interesse daran in uns verdorren.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei von uns favorisierte Campingpl\u00e4tze sind geschlossen, auf dem dritten, der auch wieder einen sch\u00f6nen Pool hat, treffen wir auch Stella und Martin wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist ein Dilemma, drinnen im Camper ist es zu warm, drau\u00dfen lauern die Raubtiere, die nur eins wollen: BLUT. Der Wunsch nach einen Luftzug und einem Blick in den faszinierenden Sternenhimmel l\u00e4sst alle Vorsicht vergessen. Wir sitzen noch ein wenig drau\u00dfen, aber das muss ich b\u00fc\u00dfen. \u00dcber 200 M\u00fcckenstiche fange ich mir ein, Klaus bleibt f\u00fcr heute verschont.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Besitzer unseres s\u00fc\u00dfen kleinen Hotels f\u00e4hrt uns abends um 22.30 Uhr zum Flughafen Denpasar. Vor dem riesigen modernen Geb\u00e4ude l\u00e4sst er uns aussteigen und verabschiedet sich mit der Aufforderung, m\u00f6glichst bald wieder zu kommen und doch bitte die ganze Familie mitzubringen. Um diese Zeit ist unglaublich viel los. Wir reihen uns in die Schlange &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7873\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDarwin und der Kakadu-Nationalpark (Australien)\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15,2,3],"tags":[],"class_list":["post-7873","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-australien-neuseeland","category-allgemein","category-laender"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7873","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7873"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7873\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9483,"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7873\/revisions\/9483"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7873"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7873"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7873"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}