{"id":7875,"date":"2018-04-08T14:20:20","date_gmt":"2018-04-08T14:20:20","guid":{"rendered":"http:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7875"},"modified":"2024-01-15T10:45:23","modified_gmt":"2024-01-15T10:45:23","slug":"bali-insel-der-goetter-indonesien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7875","title":{"rendered":"Bali &#8211; Insel der G\u00f6tter (Indonesien)"},"content":{"rendered":"\n<p>(wegen fehlender Bilder ist dieser Beitrag mit einer \u00e4lteren Version verlinkt)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-mit-140-um-die-welt wp-block-embed-mit-140-um-die-welt\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"Dv7vhZwthc\"><a href=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2018\/04\/08\/bali-insel-der-goetter-indonesien\/\">Bali &#8211; Insel der G\u00f6tter&nbsp;(Indonesien)<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Bali &#8211; Insel der G\u00f6tter&nbsp;(Indonesien)&#8220; &#8212; HTTPS:\/\/www.Otterpack8.wordpress.com\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2018\/04\/08\/bali-insel-der-goetter-indonesien\/embed\/#?secret=xBk9TxY55q#?secret=Dv7vhZwthc\" data-secret=\"Dv7vhZwthc\" width=\"525\" height=\"296\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Es ist 3.30 Uhr, als der Gesangswettbewerb der Muezzin beginnt. Und mit einer Stunde ist es nicht getan, zwei m\u00fcssen es an einem Freitag schon sein. Ich werde unsere Vermieterin fragen, wie die Menschen damit zurecht kommen. Beim Fr\u00fchst\u00fcck erfahren wir, dass die Gl\u00e4ubigen quasi im Halbschlaf ihr Gebet verrichten und dann sofort weiterschlafen k\u00f6nnen. Ihr belgischer Ehemann hat allerdings zwei Jahre gebraucht, bis er den Weckruf nicht mehr h\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir unterhalten uns noch eine Weile, bis uns das Taxi abholt. Bei Tageslicht sehen wir, dass Banyuwangi eine kunterbunte Stadt ist. H\u00e4user, Z\u00e4une und Mauern \u2013 alles ist irgendwie mit Farben versch\u00f6nert. Hier tragen die muslimischen M\u00e4nner Sarong, vielleicht weil sie gerade aus der Moschee kommen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc04374.jpg\" alt=\"DSC04374.JPG\" class=\"wp-image-4425\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die F\u00e4hre soll laut Fahrplan im Viertelstunden-Takt fahren. Heute passiert das jedenfalls nicht. Als sie endlich ablegt, f\u00e4hrt sie in einem Tempo, dass man sie schwimmend locker \u00fcberholen k\u00f6nnte und aus den \u00fcblichen 30 Minuten Fahrzeit das Doppelte wird. Endlich in Gilimanuk\/Bali angekommen will Klaus erst noch Essen gehen. Ich dr\u00e4nge auf Weitergehen, was seine Laune nicht unbedingt verbessert. Wir nehmen den erstbesten Bus und bekommen die beiden \u201eEhrenpl\u00e4tze\u201c neben dem Fahrer. Es ist eng und hei\u00df und die 150 Kilometer nehmen kein Ende. Obwohl die Landschaft sch\u00f6n ist und die vielen Tempelchen und Ahnenschreine mich begeistern, sitze ich auf hei\u00dfen Kohlen, Stunde um Stunde vergeht. Nach 5 Stunden erreichen wir den Busbahnhof, jetzt sind es noch 12 Kilometer bis zum vorgebuchten Hotel. Eine weitere halbe Stunde vergeht, bis wir endlich um kurz nach 20 Uhr in unserem Hotel ankommen. Heimlich tippe ich eine 11 in mein Handy und sende die Nummer an eine bekannte WhatsApp-Adresse. Kurz darauf klopft es an unsere Zimmert\u00fcr. Klaus \u00f6ffnet und als er sieht, wer vor der T\u00fcr von Nummer 11 steht, taumelt er drei Schritte r\u00fcckw\u00e4rts. Unsere Tocher und ihr Mann kommen lachend ins Zimmer. Die lange geplante \u00dcberraschung ist uns wirklich gegl\u00fcckt. Die Erz\u00e4hlungen und Umarmungen wollen kein Ende nehmen, und der Abend im nahe gelegenen Restaurant wird lang und sp\u00e4ter im Hotelzimmer fortgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag besuchen wir in die Innenstadt von Denpasar, um ein paar Eink\u00e4ufe. erledigen. Danach fahren wir zum alten Kumbasari Marktgeb\u00e4ude. F\u00fcr uns ist das ein vertrauter Anblick, f\u00fcr unsere Neuank\u00f6mmlinge gibt es viel zu staunen. Unbekannte Obst- und Gem\u00fcsesorten, ein buntes Angebot an Meeresfischen \u2013 frisch, getrocknet oder bereits gekocht. Dazu kann man die Br\u00fche in fest verknoteten Plastikbeuteln mitnehmen. Ich lasse mir ein paar Schlangenhautfr\u00fcchte einpacken. Ein kleines, etwa achtj\u00e4hriges M\u00e4dchen neben mir zupft an meinem T-Shirt und deutet auf den gro\u00dfen Korb, den es auf dem Kopf tr\u00e4gt. Es will mir unbedingt meine T\u00fcte tragen und ist traurig, dass ich nicht zustimme. Andere Lastentr\u00e4ger haben mehr Gl\u00fcck, die K\u00f6rbe auf ihrem Kopf sind randvoll, und wenn sie den Kunden ihre Waren zum Auto oder Moped bringen, gibt es ein Trinkgeld. Von einem Einheimischen wurden wir gewarnt, Kindern im schulpflichtigen Alter Waren abzukaufen oder ihnen Geld zu geben. Damit mache man sich strafbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir laufen durch die Stra\u00dfe der Stoffh\u00e4ndler und werden von einem&nbsp; pensionierten \u201eHochschulprofessor\u201c angesprochen, der uns zum nahe gelegenen Tempel f\u00fchren will.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/dsc01503.jpg?w=6000\" alt=\"DSC01503.JPG\" class=\"wp-image-4448\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst kl\u00e4rt er uns \u00fcber eine auf einer Art Verkehrsinsel stehende Figur mit vier Gesichtern (Catur Muka) aus der Vielzahl der Hindu-Gottheiten auf . \u201eFr\u00fcher,\u201c betont er, \u201egab es hier t\u00e4glich Autounf\u00e4lle, seit die 10 Meter hohe Figur hier steht, ist nichts mehr passiert.\u201c Das sollte man auch bei uns an Unfallschwerpunkten einf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Besuch im Tempel m\u00fcssen wir uns Sarongs leihen. Alle Figuren und Schreine sind mit schwarz wei\u00df karierten T\u00fcchern umwickelt und dicht mit Opfergaben umlegt. In der n\u00e4chsten Woche wird wieder ein Vollmondfest gefeiert, und die Vorbereitungen haben bereits begonnen. In einem Unterstand neben dem Tempel sind alle m\u00f6glichen Gamelan-Instrumente aufgebaut. Nachdem wir den Tempel verlassen haben will unser aufdringlicher F\u00fchrer uns unbedingt von seinem Cousin zu einer Veranstaltung fahren lassen, die nat\u00fcrlich ganz spektakul\u00e4r und einzigartig ist. Wir sch\u00fctzen M\u00fcdigkeit vor und setzen uns in einem gro\u00dfen Park gegen\u00fcber auf eine Bank. Doch er gibt nicht auf und setzt sich neben uns. Wir m\u00fcssen etwas energisch werden und ihm sagen, dass wir dort nicht hinwollen. Grummelnd verzieht er sich dann endlich nach einem Trinkgeld.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der gro\u00dfen Rasenfl\u00e4che ist allerhand los. Jungen spielen Fussball, Luftballonverk\u00e4ufer wittern gute Gesch\u00e4fte, Kleinkinder \u00fcben erste Schritte und Erwachsene sitzen plaudernd im Gras. Am anderen Ende ert\u00f6nt pl\u00f6tzlich Musik. Neugierig laufen wir in die Richtung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/img_20180324_175652.jpg\" alt=\"IMG_20180324_175652\" class=\"wp-image-4453\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf einer B\u00fchne tanzen kleine M\u00e4dchen in klassischen balinesischen Kost\u00fcmen &#8211; die Gesichter auf alt geschminkt &#8211; zur traditionellen Musik. Wir staunen, wie die acht bis zw\u00f6lf Jahre alten M\u00e4dchen sich bewegen, welche Mimik und Gesten sie bereits beherrschen. Eine Weile schauen wir ihnen zu, fotografieren und filmen kleine Szenen. Allerdings ist die Gamelan-Musik vom Band f\u00fcr unsere Ohren unertr\u00e4glich laut und schrill, so dass wir es nicht bis zum Schluss aushalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen holt uns ein Fahrer im Hotel ab.&nbsp; Durch den dichten Verkehr in Denpasar geht es an Ubud vorbei und dann nach Norden. Unz\u00e4hlige kleine Tempel s\u00e4umen die Stra\u00dfen.&nbsp;Viele haben diese an Frisuren erinnernden D\u00e4cher aus Zuckerpalmenfasern. Die meisten sind aus grauem Stein geschnitten. Wir sehen Reisfelder, erst flach dann in Terrassen angelegt und den Vulkan Agung, der im November mit einer gewaltigen Aschewolke auf sich aufmerksam machte und damit den Flugverkehr beeintr\u00e4chtigte. Unser Ziel ist eine Villa an der K\u00fcste, die f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage unser Zuhause sein wird. Obwohl der tropische Garten direkt an den Strand anschlie\u00dft, hat sie noch einen herrlichen Pool, den wir vier sofort ausprobieren m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p><em>Fischer an unserem Strand<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Am sp\u00e4ten Nachmittag wollen wir etwas einkaufen und unser liebenswerter guter &#8222;Hausgeist&#8220; Arif bestellt uns ein Auto \u2013 einen ehemaligen Kleinbus &#8211; in den man nur geb\u00fcckt steigen kann. Der Inhalt von zwei vollen Einkaufswagen wird in unserem Fahrzeug verstaut und mit offener T\u00fcr und Fenstern geht es zur\u00fcck zu unserer Villa. Nach vielen Monaten stehe ich zum ersten Mal wieder am Herd. Wie immer habe ich zuviel gekocht. Doch gerade, als Klaus beschlie\u00dft, die Reste am n\u00e4chsten Tag zu essen, schleichen drei ausgehungerte Gestalten durch den dunklen Garten. Erst als sie die Terrasse erreichen und ins Licht treten, erkennt Klaus in ihnen seinen Sohn, die Schwiegertochter und die schmerzlich vermisste Enkelin. Jetzt ist er vollkommen fertig mit den Nerven und springt komplett angezogen in den Pool. Wir sechs sind begeistert, dass die \u00dcberraschung perfekt gelungen ist. Und nun ist auch endlich das Geheimnis gegen\u00fcber Freunden und Bekannten gel\u00fcftet, warum wir uns so lange in S\u00fcdostasien aufgehalten haben. Unsere Kinder wollten den 70sten Geburtstag ihres Vaters unbedingt mit uns feiern und Bali ist das ideale Ziel.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir feiern ausgelassen Geburtstag, machen einen Ausflug an die Nord-Westspitze, wo wir tauchen und schnorcheln.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Tags darauf kommt&nbsp; eine Masseurin zu uns ins Haus und knetet uns der Reihe nach durch. Ein Ausflug f\u00fchrt uns zu dem in unserer N\u00e4he gelegenen&nbsp; sch\u00f6nsten Wasserfall der Insel. Als wir den Ausgangspunkt erreichen gibt es eine Zwangspause, weil ein Platzregen niedergeht. Wir m\u00fcssen in einem kleinen Laden warten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Dort&nbsp; haben wir das zweifelhafte Vergn\u00fcgen, gefangene Luwaks im K\u00e4fig zu sehen. Diese Schleichkatzenart produziert den teuersten Kaffee der Welt. Die Luwaks fressen die reifen Kaffeekirschen und scheiden die unverdauten Kaffeebohnen wieder aus. Durch die Magens\u00e4ure sind sie leicht fermentiert und sollen dadurch ihre Bitterstoffe verlieren. Leider sind inzwischen viele dieser possierlichen Tiere eingefangen und in K\u00e4fige gesteckt worden, wo sie mit Kaffeekirschen gem\u00e4stet werden. Wir probieren den Luwak-Kaffee und finden: Es lohnt sich nicht. Uns schmeckt der Kaffee nicht besser als anderer, der nicht durch eine Katze gewandert ist. Und eine Rechtfertigung f\u00fcr die Gefangenschaft dieser Tiere gibt es schon gar nicht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-6 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Als es nur noch tr\u00f6pfelt, laufen wir los. Es geht st\u00e4ndig bergab, zum Schluss nur noch \u00fcber Stufen. Es sind mindestens 100 Meter H\u00f6henunterschied, die vom Ausgangspunkt bis zum Grund der Schlucht. Wir m\u00fcssen durch einen str\u00f6menden Bach waten und halten uns alle an den H\u00e4nden. Der Blick auf den Wasserfall begeistert uns. Ein Wassernebel durchn\u00e4sst auch noch den letzten Rest unserer Kleidung, aber das ist allen egal, es ist so ein toller Anblick und jede Anstrengung wert. Wir schaffen den R\u00fcckweg gerade so, bevor es hier stockdunkel wird.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-7 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Am Ostersamstag ist ein besonderes Vollmondfest: Es ist der erste Fr\u00fchlingsvollmond. Arif l\u00e4dt uns ein dabei zu sein, aber zuvor m\u00fcssen wir entsprechende Kleidung kaufen. Alle brauchen Sarongs und Sch\u00e4rpen. Morgens kommt Arif und hilft beim richtigen Drapieren der Sarongs. F\u00fcr die M\u00e4nner bringt er noch traditionelle Kopfbedeckungen mit. So ausstaffiert f\u00e4hrt er uns in die Stadt. Viele festlich gekleidete Menschen s\u00e4umen bereits die Stra\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-8 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Selbst die Allerkleinsten sind zu unserem Entz\u00fccken entsprechend gekleidet. Wie so h\u00e4ufig auf Bali erschnuppern wir immer wieder den Geruch von R\u00e4ucherst\u00e4bchen. Wir verstehen nicht so richtig, was hier passiert. Erst im Nachhinein erfahren wir, dass das Fest diesmal zu Ehren des Eisengottes gefeiert wird. Deshalb sind viele Autos geschm\u00fcckt worden. Immer wieder kommen Gruppen vorbei, einige M\u00e4nner tragen einen Schrein auf den Schultern. Erst laufen sie in die eine, dann in die andere Richtung. Sp\u00e4ter macht sich die Menschenmenge auf den Weg zum Strand. Ein riesiger Lindwurm schiebt sich durch die Reisfelder begleitet durch Gamelan Kapellen. Ab un zu kommen Mopedfahrer mit K\u00fchlboxen vorbei und verkaufen Eis und Getr\u00e4nke. Nach rund 3 Kilometern erreichen wir das Ziel, den Tempel am Meer.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-9 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Hier sind etliche Verkaufsst\u00e4nde aufgebaut, eine Art Altar steht direkt am Strand, Opfergaben werden ins Meer getragen, kurz benetzt und dann auf dem Altar abgelegt. Man kann auch auf Bali lebende V\u00f6gel, Fische oder Grillen ind kleinen K\u00e4figen bzw. Plastikbeuteln kaufen und zur Freude der G\u00f6tter freilassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-10 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Im Tempel gibt es Segnungen durch Hindupriester. Sie tr\u00e4ufeln duftendes Wasser mit einem kleinen Bambusb\u00fcschel auf die knieenden Gl\u00e4ubigen und kleben ihnen Reisk\u00f6rner auf Stirn und Dekollet\u00e9. Die vielen glimmenden R\u00e4ucherst\u00e4bchen erschweren das Atmen und die Mittagshitze im Tempelbereich, in dem sich kein L\u00fcftchen regt, setzt uns zu. Pl\u00f6tzlich steht Arif neben uns und bietet an, uns am Strand entlang zu unserem Haus zu begleiten. Es geht durch schmale Gassen &#8211; an einem weiteren Tempel mit furchteinfl\u00f6\u00dfenden Steinfiguren vorbei &#8211; an den Strand. Ein Fischerboot liegt hier neben dem anderen, viele in leuchtenden Farben angestrichen. Das Laufen auf dem Vulkansand f\u00e4llt schwer. Mit jedem Schritt sinkt man ein, der Sand bildet keinen festen Untergrund. Das letzte St\u00fcck werden wir -den G\u00f6ttern sei Dank &#8211; in dem alten gelben Bus gefahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Und am n\u00e4chsten Tag, dem Ostersonntag, m\u00fcssen Tochter und Schwiegersohn schon wieder zur\u00fcckfliegen. Morgens um 9 Uhr werden sie abgeholt. Den Rest der Woche lassen wir es ganz ruhig angehen, schlie\u00dflich m\u00fcssen wir Kraft tanken f\u00fcr die Weiterreise. Hier kann ich noch mal alles waschen, kleine N\u00e4harbeiten erledigen, die Koffer s\u00e4ubern und Prospekte und Landkarten aussortieren. Am letzten Tag lassen wir uns noch zum Fu\u00df des Vulkans Agung fahren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.files.wordpress.com\/2018\/04\/p1100309.jpg\" alt=\"P1100309.JPG\" class=\"wp-image-4495\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Keiner von uns versp\u00fcrt auch nur die geringste Lust, den sechsst\u00fcndigen Aufstieg zum Kraterrand in Angriff zu nehmen. Von unten sieht der Vulkan auch sch\u00f6n aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Freitag verlassen wir f\u00fcnf dann endg\u00fcltig die uns so lieb gewordene Villa. Arif hat wieder seinen Onkel Kadek mit der Fahrt beauftragt. Wir wollen noch einen Stopp in Ubud einlegen. Die Stadt mit den vielen Sehensw\u00fcrdigkeiten bringt auch die negativen Seiten des Tourismus hervor. In der Innenstadt wechseln sich Souvenier- und Kleiderl\u00e4den mit Restaurants ab. Das Stra\u00dfenbild \u00e4hnelt dem von Chiang Mai in Thailand. Auch hier sieht man mehr Touristen als Einheimische. Ubud scheint das El Arenal der Australier zu sein. Wir sind froh, wieder im Auto zu sitzen.<br>Die Fahrt bis zum Flughafen in Denpasar zieht sich, h\u00e4ufig kommt der Verkehr zum Erliegen. Wir haben aber gen\u00fcgend Zeit eingeplant, damit wir rechtzeitig dort ankommen. Der Abschied von unseren restlichen Besuchern ist kurz und schmerzlich, wir versuchen alle, unsere Tr\u00e4nen zu unterdr\u00fccken und fl\u00fcchten f\u00f6rmlich ins Auto.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben noch f\u00fcr drei N\u00e4chte ein Hotel in Flughafenn\u00e4he gebucht; denn am 9. April verlassen wir S\u00fcdostasien. Auf uns warten neue Abenteuer auf einem anderen Kontinent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(wegen fehlender Bilder ist dieser Beitrag mit einer \u00e4lteren Version verlinkt) Es ist 3.30 Uhr, als der Gesangswettbewerb der Muezzin beginnt. Und mit einer Stunde ist es nicht getan, zwei m\u00fcssen es an einem Freitag schon sein. Ich werde unsere Vermieterin fragen, wie die Menschen damit zurecht kommen. Beim Fr\u00fchst\u00fcck erfahren wir, dass die Gl\u00e4ubigen &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7875\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eBali &#8211; Insel der G\u00f6tter (Indonesien)\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17,3],"tags":[],"class_list":["post-7875","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-suedostasien-2017-2018","category-laender"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7875","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7875"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7875\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9684,"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7875\/revisions\/9684"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7875"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7875"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7875"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}