{"id":7881,"date":"2018-02-25T14:37:00","date_gmt":"2018-02-25T14:37:00","guid":{"rendered":"http:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7881"},"modified":"2024-01-15T10:35:58","modified_gmt":"2024-01-15T10:35:58","slug":"7881","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=7881","title":{"rendered":"Khao Sok und Koh Pu &#8211; alles Natur (Thailand)"},"content":{"rendered":"\n<p>(wegen fehlender Bilder ist dieser Beitrag mit einer \u00e4lteren Version verlinkt)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-mit-140-um-die-welt wp-block-embed-mit-140-um-die-welt\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"UFRgaappLX\"><a href=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2018\/02\/25\/khao-sok-und-koh-pu-alles-natur-thailand\/\">Khao Sok und Koh Pu &#8211; alles Natur&nbsp;(Thailand)<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Khao Sok und Koh Pu &#8211; alles Natur&nbsp;(Thailand)&#8220; &#8212; HTTPS:\/\/www.Otterpack8.wordpress.com\" src=\"https:\/\/mit140umdiewelt.wordpress.com\/2018\/02\/25\/khao-sok-und-koh-pu-alles-natur-thailand\/embed\/#?secret=ybWexT1rjy#?secret=UFRgaappLX\" data-secret=\"UFRgaappLX\" width=\"525\" height=\"296\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Chinesisches Neujahr auf Penang (Malaysia)<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Gleis 10 \u2013 wo unser Zug abfahren soll \u2013 m\u00fcssen erst noch zwei versp\u00e4tete Z\u00fcge abgefertigt werden. Eine Stunde sp\u00e4ter als geplant laufen wir zum Bahnsteig. Er liegt voller dicker wei\u00dfer Pakete, die alle eingeladen werden. Es wird 20.15 Uhr, bis wir abfahren k\u00f6nnen. Der Schlafwagen hat auf jeder Seite mehrere Nischen, in denen sich zwei gegen\u00fcber liegende bequeme breite Sitze und dar\u00fcber ein Bett befinden. Nach einer Weile kommt der Schaffner und fragt, ob er die Betten machen darf. Erst die oberen, dann schiebt er die Sitzfl\u00e4chen der beiden Sessel zusammen, dr\u00fcckt die R\u00fcckenlehnen herunter und auf diese Weise entsteht eine ausreichende Liegefl\u00e4che. Darauf kommt eine Matratze, die er mit einem wei\u00dfen Laken \u00fcberzieht, das Kissen bekommt ebenfalls einen frischen wei\u00dfen Bezug, er legt eine in Plastik verschwei\u00dfte wei\u00dfe Decke darauf (die dicken wei\u00dfen Pakete waren also Bettw\u00e4sche nur f\u00fcr eine Nacht). Zum Schluss h\u00e4ngt einen gr\u00fcnen Vorhang vor die Bettnische. Das erinnert ein bisschen an \u201eManche m\u00f6gen\u2019s hei\u00df.\u201c Es gibt eine kurze Verstimmung, ein franz\u00f6sisches Paar will nicht glauben, dass wir die unteren Betten links und rechts gebucht haben, obwohl es auf unseren Fahrkarten steht. Der hinzugerufene Schaffner best\u00e4tigt die Richtigkeit, und sie klettern grummelnd ein Stockwerk h\u00f6her.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Die Liegefl\u00e4che ist bequem, das Bettzeug duftet angenehm frisch, aber an erholsamen Schlaf ist nicht zu denken. Mag sein, dass meine Erk\u00e4ltung Schuld ist, aber der Zug holpert und rumpelt \u00fcber die Gleise, dass man in seinem Bett hin- und hergeworfen wird. Als der Morgen d\u00e4mmert, setze ich mich auf und schaue aus dem Fenster. Der Zug f\u00e4hrt durch einsame gr\u00fcne Landschaft, Palmen, Zuckerrohr, bizarre Berge \u2013 einfach sch\u00f6n.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz vor 9 Uhr erreichen wir Surat Thani. Gut, dass wir den Anschlussbus noch nicht gebucht haben, der ist schon seit einer halben Stunde weg. Der n\u00e4chste soll zwei Stunden sp\u00e4ter gehen. Jetzt fr\u00fchst\u00fccken wir erst einmal und lassen uns dann per Minibus zum Khao Sok Nationalpark fahren, wo wir f\u00fcr f\u00fcnf N\u00e4chte einen Bungalow in der N\u00e4he des Eingangs gebucht haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anlage ist riesengro\u00df, 16 verschieden gro\u00dfe Holzbungalows sind gro\u00dfz\u00fcgig darauf verteilt. Wir brauchen beide Schlaf und fallen ins Bett. Ich verbringe diesen und den n\u00e4chsten Tag angeschlagen im Bett. Dann f\u00fchle ich mich wieder so, dass wir einen Spaziergang machen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag wollen wir im Nationalpark wandern. Auf dem Weg dorthin kommen wir an einer Kleinstwerkstatt vorbei, in der Kautschukmilch verarbeitet wird. Wir schauen eine Weile zu, was mit der wie Sahne aussehenden Milch (sie soll auch so schmecken) passiert. Einer der Arbeiter sch\u00f6pft mehrere Eimer aus einem gro\u00dfen in einen kleinen Bottich und f\u00fcgt eine abgemessene Menge (Ameisens\u00e4ure, wie wir sp\u00e4ter nachlesen) hinzu, verr\u00fchrt das Ganze und gie\u00dft es randvoll in rechteckige Formen von ca. 35 x 25 cm Gr\u00f6\u00dfe. Die werden jeweils l\u00e4ngs und quer \u00fcbereinander gestapelt. Wie lange es dann dauert, bis die Mischung fest wird, konnten wir nicht feststellen. Es muss jedoch innerhalb eines&nbsp; Arbeitstages passieren. Ein anderer Arbeiter nimmt von einem anderen Stapel eine Form und st\u00fcrzt sie auf den Fliesenboden. Sieht lecker aus, wie eine Riesenportion Panna Cotta. Er schl\u00e4gt mit einem Rohr, so lange auf die wabbelige Masse ein, bis eine Platte von zweieinhalbfacher Gr\u00f6\u00dfe der Form entstanden ist. Die Platten werden zusammen mit einer durchl\u00e4ssigen Folie \u00fcbereinander geschichtet bis gen\u00fcgend Wasser abgelaufen ist, anschlie\u00dfend durch eine Mangel gedreht und auf Leinen zum Trocknen aufgeh\u00e4ngt. Fertig ist der getrocknete Rohkautschuk; es gibt ihn auch ger\u00e4uchert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Der Eintritt in den Park kostet 7,50 \u20ac pro Person. Das Geld wird gut verwendet. Es sind eine Reihe von Geb\u00e4uden entstanden: Ein Restaurant, ein Informationszentrum, eine Jugendherberge mit Campingplatz und die Wege sind durchweg gut beschildert. Nur die Gel\u00e4ndekarte k\u00f6nnte etwas besser gestaltet sein. Einen Teil der Strecke soll man nur mit F\u00fchrer gehen. Wir laufen jedoch ohne, noch wei\u00df ich nicht, wie weit ich komme. Der Weg f\u00fchrt durch dichten Urwald. Der Hauptweg ist breit und gut zu begehen, die Abzweigungen zu den einzelnen Besichtigungspunkten f\u00fchren jedoch \u00fcber Stock und Stein. Am ersten Punkt \u2013 der als Badeplatz bezeichnet wird \u2013 hat sich eine vierk\u00f6pfige Affenfamilie niedergelassen. Die Eltern laufen Richtung Wald, als wir uns n\u00e4hern. Die beiden Jungen sind so in ihr Kletter- und Verfolgungsspiel vertieft, dass sie das gar nicht bemerken. Die beiden sind so drollig, dass ich mit der Kamera n\u00e4her und n\u00e4her herangehe. Pl\u00f6tzlich h\u00e4lt der gr\u00f6\u00dfere der Beiden im Spiel inne und schaut mich irgendwie merkw\u00fcrdig an. Und dann sehe ich, dass zwanzig Zentimeter vor mir Papa Makakke fauchend und mit gefletschten Z\u00e4hnen auf dem Boden sitzt. Ganz langsam bewege ich mich r\u00fcckw\u00e4rts, bis ein paar Meter zwischen mir und dem w\u00fctenden Affen liegen. Der Schreck ist mir ganz sch\u00f6n in die Glieder gefahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir laufen weiter bis zum Punkt 3. Ab hier soll man nur mit F\u00fchrer gehen, aber wir wollen sehen wie weit wir es zu zweit schaffen und steuern den vierten Punkt an, an dem es eine Badestelle gibt. Der Weg wird jetzt sehr viel unebener als bisher, er f\u00fchrt \u00fcber Felsbrocken, Baumwurzeln und kleine Abh\u00e4nge. Die Belohnung ist eine idylische Stelle am Fluss. Hier kann man baden und wir wollen nur noch schnell ins Wasser. Das Ufer ist ein wenig schlammig, aber das Wasser hat eine wunder bare Temperatur und f\u00fchlt sich ganz weich an. Nach uns kommen noch zwei junge M\u00e4nner. Der eine starrt ins Wasser, und ruft: \u201eOh nein, alles voll!\u201c Dann kommt er zu der Stelle wo wir ins Wasser gegangen sind und starrt wieder. \u201eWas suchen Sie?\u201c frage ich. \u201eBlutegel,\u201c meint er und deutet ins Wasser. Da kann ich ihn beruhigen, die Blutegel sind harmlose Kaulquappen, und dann traut er sich auch ins Wasser. Bei so einem empfindsamen Gem\u00fct behalten wir die Entdeckung von zwei Wasserschlangen dann doch lieber f\u00fcr uns, sonst m\u00fcssen wir ihn noch wiederbeleben. Sp\u00e4ter kommt noch ein Ehepaar mit Tochter. Als sie sehen, dass wir uns im Wasser tummeln, trauen sie sich auch hinein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Auf dem R\u00fcckweg haben wir Gl\u00fcck und entdecken zwei Gibbons. Die in diesem Park heimische Raflesia (gr\u00f6\u00dfte Bl\u00fcte im Pflanzenreich) sehen wir zwar nicht, aber f\u00fcr uns hat der sich Ausflug wirklich gelohnt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den n\u00e4chsten Tag haben wir eine Seetour gebucht. Um 7.30 Uhr gibt es Fr\u00fchst\u00fcck, dann werden wir abgeholt. Der Fahrer sammelt noch verschiedene andere Touristen aus Frankreich, Rum\u00e4nien und der Schweiz ein und dann fahren wir 60 km bis zum Chiao-Lan-Stausee. 1982 wurde die Staumauer gebaut und nach und nach f\u00fcllten sich die T\u00e4ler mit Wasser.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Dreizehn D\u00f6rfer mussten daf\u00fcr umgesiedelt werden. Entstanden ist ein wundersch\u00f6nes Gebiet zwischen Karstfelsen. Gut eine Stunde fahren wir mit einem Longboat, bis wir zu einem auf dem Wasser schwimmenden Ressort kommen. Dort wartet bereits das Mittagessen auf uns. Danach haben wir eine Stunde Zeit zum schwimmen im unerwartet warmen Wasser des Sees.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann beginnt die Dschungel-H\u00f6hlen-Tour. Wir suchen uns aus mehreren K\u00f6rben passende Gummischuhe aus (Schuhgr\u00f6\u00dfe 45 f\u00fcr Klaus gab&#8217;s nat\u00fcrlich nicht), fahren noch ein St\u00fcck mit dem Boot und laufen den abenteuerlichsten Pfad durch den Dschungel, den wir je gegangen sind. Der Weg ist matschig und rutschig und f\u00fchrt durch geheimnisvoll knarrenden und \u00e4chzenden Baumbuswald, durch Wasserl\u00f6cher und Bachl\u00e4ufe. Anfangs versucht man noch, am Rand der Schlamml\u00f6cher zu laufen. Sp\u00e4ter l\u00e4uft man mittendurch. Einige haben einen Heidenspa\u00df, wenn der Schlamm bis \u00fcber die Kn\u00f6chel reicht. Vielleicht ist das ein Ausgleich daf\u00fcr, dass sie als Kinder nicht &#8222;mutkern&#8220; (matschen) durften. Bergauf und bergab geht es eine gute Stunde lang, bis wir zum Eingang der Nam Talu H\u00f6hle kommen. Hier bleiben ein paar aus unserer Gruppe zur\u00fcck, unter anderem ein Paar mit kleinem Kind.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Wir bekamen schon in unserem Ressort wasserdichte Beutel und Stirnlampen zur Verf\u00fcgung gestellt, und die brauchen wir jetzt auch. Durch die trichterf\u00f6rmige H\u00f6hle \u2013 wir gehen an der schmalsten Stelle hinein &#8211; flie\u00dft ein Fluss. Zuerst ist er nur knietief. Das \u00e4ndert sich jedoch bald. In voller Montur m\u00fcssen wir ein St\u00fcck schwimmen und uns an einem Seil einen kleinen Wasserfall hochziehen. Danach ist das Wasser wieder flach. In der Dunkelheit sind die Steine nicht immer gut zu sehen, und so ist vorsichtiges Laufen zu empfehlen. Die H\u00f6hle weiter sich, zeigt Tropfsteingebilde und unz\u00e4hlige Flederm\u00e4use an der Decke. Wir passieren mehrere schmale Durchg\u00e4nge. Unser F\u00fchrer zeigt auf einen Steinhaufen, in dem unz\u00e4hlige winzige Leuchtpunkte auszumachen sind. Im Schein unserer Stirnlampen erkennen wir, das hier jede Menge Spinnen hausen. Was da leuchtet sind deren Augen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach 1,7 Kilometern verlassen wir die H\u00f6hle an einer anderen Stelle und m\u00fcssen erneut einen schwierigen Weg laufen. Nach eineinhalb Stunden treffen wir die zur\u00fcckgelassenen Leute wieder. Jetzt haben wir noch einen einst\u00fcndigen R\u00fcckweg vor uns. Unser F\u00fchrer, der diesen Weg bestimmt schon 5.000 mal gegangen ist, legt ein Tempo vor, dem man kaum folgen kann. Er hat Angst, das unser Boot das letzte ist, und hat wohl schon mal erlebt, dass der Motor nicht anspringen wollte. Erst als der Vater des kleinen M\u00e4dchens ihn zurecht weist, geht er etwas langsamer. Aber alles geht gut, au\u00dfer unserem Boot liegen noch drei weitere hier an der Anlegestelle. Und am schwimmenden Ressort sehen wir weitere. Noch eine Viertelstunde, um sich die zur\u00fcckgelassenen Sachen zu holen, den Matsch von den F\u00fc\u00dfen zu waschen und trockene Kleidung anzuziehen, dann startet das Boot und wir fahren zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-6 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Weitere eineinhalb Stunden mit dem Bus, dann lassen wir uns ersch\u00f6pft am Esstisch nieder, bestellen unser Abendessen und wollen uns nur noch langlegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um 5 Uhr klingelt der Wecker, wir packen routiniert zusammen und verlassen unseren Bungalow. Leider f\u00fchlen sich unsere gestern angekommenen Nachbarn im Bungalow nebenan gest\u00f6rt. Die Frau l\u00e4sst eine Schimpfkanonade los und br\u00fcllt noch hinter uns her, als wir schon 50 Meter weiter sind. Jetzt wei\u00df das ganze Ressort, dass wir abreisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus unserem Minibus genie\u00dfen wir noch einmal den Blick auf die herrlichen Berge und freuen uns ganz besonders \u00fcber zwei Elefanten, die in der fr\u00fchen Morgenstunde in der N\u00e4he der Stra\u00dfe \u201efr\u00fchst\u00fccken.\u201c Der Bus f\u00e4hrt Richtung S\u00fcdwesten, wir durchfahren Khao Lak, den Ort den wohl jeder mit der Tsunami-Katastrophe von 2004 verbindet. Au\u00dfer einem Denkmal erinnert nichts mehr an das verheerende Ungl\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-7 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>In Krabi gehen wir auf eine F\u00e4hre. Wir haben uns entschieden, ein paar Tage auf Koh Pu\/Jum zu verbringen, einer kleinen Insel die nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig viele Touristen anzieht. Vor der Insel stoppt die F\u00e4hre und f\u00fcnf Longboote legen an Back- und Steuerbord an. Wir m\u00fcssen mitten auf dem Meer umsteigen. Das Gep\u00e4ck wird her\u00fcbergereicht und die F\u00e4hre nimmt wieder Fahrt auf. Soweit wie m\u00f6glich f\u00e4hrt das Boot an den Strand, trotzdem bekommen wir nasse F\u00fcsse, als wir rausspringen. Das Personal unseres Ressorts hilft mit dem Gep\u00e4ck. Die Anlage beginnt mit Restaurant und Rezeption direkt am Strand, die Bungalows ziehen sich in angenehmem Abstand zueinander zwischen B\u00e4umen und Str\u00e4uchern einen H\u00fcgel hinauf. Wir beziehen den am h\u00f6chsten liegenden, ca. 20 Meter \u00fcber dem Strand. Der Besitzer gibt uns Verhaltensma\u00dfregeln mit auf den Weg: \u201eKeine Lebensmittel im Bungalow, nichts im Badezimmer lassen und vor allem immer Fenster und T\u00fcren geschlossen halten, wenn man den Bungalow verl\u00e4sst. Das gilt besonders auch f\u00fcr die Badezimmert\u00fcr, die man von au\u00dfen verriegeln kann. Die Aussenmauern des Bades sind nur halb hochgemauert und leicht \u00fcberwindbar&#8220;. Die ganzen Vorsichsmahmen richten sich gegen unerw\u00fcnschte Affenbesuche.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben noch Kekse im Rucksack, auch eine T\u00fcte Mandarinen. Die wollen wir nicht wegwerfen und so schlimm kann es ja wohl nicht sein, wenn die Kekse noch in der Verpackung sind. Trotzdem versuchen wir uns nach den Anweisungen zu richten, obwohl wir nicht damit rechnen, \u00fcberhaupt einen Affen zu Gesicht zu bekommen. Unsere Nachbarn zwei H\u00e4user denken wie wir. Sie stufen die Ratschl\u00e4ge so ein: Kann man befolgen, kommt aber sowieso h\u00f6chstens ein paar Mal im Jahr vor. Bis am n\u00e4chsten Tag die kleine Tochter etwas aus dem Bungalow holen will. Sie zieht die Doppelt\u00fcr nur zu, weil sie nicht an die Verriegelung kommt. W\u00e4hrend sie im Badezimmer ist, erobert eine Gruppe Affen den Bungalow und klaut alle T\u00fcten und Beh\u00e4lter wie: Zahnpastatuben, M\u00fcsliriegel, Kekse, Schokolade, Vitamin-Brausetabletten, Trinkflaschen, kurz alles was essbar sein k\u00f6nnte. Die arme Kleine traut sich nicht aus dem Badezimmer und muss von den Eltern gerettet werden. Die Affen sitzen keck auf dem Dach des Bungalows, die T\u00fcte mit den Naschereien in der Hand. Was ihnen nicht schmeckt, werfen sie weg. So bekommen wir auch unsere im Bad vergessene Seife wieder zur\u00fcck. Angebissen liegt sie hinter unserem Bungalow.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-8 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Danach k\u00f6nnen wir fast t\u00e4glich beobachten, wie die Affen in kleinen oder gr\u00f6\u00dferen Gruppen auf der Suche nach offenstehenden T\u00fcren oder Fenstern in die Anlage kommen. Wenn da nichts zu machen ist, spielen sie auf und hinter der aufgeh\u00e4ngten W\u00e4sche Verstecken, zerren Handt\u00fcchern oder T-Shirts von der Leine und haben nur Bl\u00f6dsinn im Kopf. Wenn sie allerdings versuchen, das Restaurant unten am Strand zu besetzen, schie\u00dft der Besitzer mit einer Pressluft-&#8222;Uzi&#8220; Plastikkugeln, dann verschwinden sie.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-9 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Wir verl\u00e4ngern unsere gebuchten f\u00fcnf Tage noch um zwei weitere und verlassen die Insel mit etwas Wehmut auf dieselbe Weise, wie wir gekommen sind.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-10 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n\n\n\n\n\n\n\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Noch eine \u00dcbernachtung in Krabi mit Abendessen auf dem Fischmarkt und dann ist es f\u00fcr uns Zeit, Thailand zu verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(wegen fehlender Bilder ist dieser Beitrag mit einer \u00e4lteren Version verlinkt) Chinesisches Neujahr auf Penang (Malaysia) Auf Gleis 10 \u2013 wo unser Zug abfahren soll \u2013 m\u00fcssen erst noch zwei versp\u00e4tete Z\u00fcge abgefertigt werden. 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