{"id":830,"date":"2025-02-04T21:17:10","date_gmt":"2025-02-04T19:17:10","guid":{"rendered":"https:\/\/otterpack8.wordpress.com\/?p=830"},"modified":"2025-02-04T21:17:10","modified_gmt":"2025-02-04T19:17:10","slug":"10-letzte-tage-in-sudafrika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=830","title":{"rendered":"10. Letzte Tage in S\u00fcdafrika"},"content":{"rendered":"\n<p>Kaum haben wir den Nationalpark verlassen, wird die Autofahrt unangenehm. LKW ohne Ladung dr\u00e4ngen von hinten, die Potholes auf der Stra\u00dfe machen allerdings schnelles Fahren mit dem kleinen PKW unm\u00f6glich. Links und rechts der Stra\u00dfe steht dichtes Gr\u00fcn, hier liegen private Naturparks, die vom Ruf des Kr\u00fcgerparks profitieren. In regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden warnen Verkehrsschilder vor Flusspferden, Elefanten und Warzenschweinen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"868\" src=\"https:\/\/otterpack8.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/img_e2964.jpg?w=865\" alt=\"\" class=\"wp-image-868\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"866\" src=\"https:\/\/otterpack8.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/img_e2967.jpg?w=955\" alt=\"\" class=\"wp-image-866\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"871\" src=\"https:\/\/otterpack8.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/img_e2971.jpg?w=1024\" alt=\"\" class=\"wp-image-871\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"867\" src=\"https:\/\/otterpack8.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/img_e2965.jpg?w=785\" alt=\"\" class=\"wp-image-867\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"873\" src=\"https:\/\/otterpack8.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/img_e2982.jpg?w=1024\" alt=\"\" class=\"wp-image-873\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Ich bin froh, als wir nach rechts Richtung Gravelotte abbiegen k\u00f6nnen. Die Freude ist allerdings von kurzer Dauer, diese Stra\u00dfe hat mehr L\u00f6cher als Asphalt. Wir entschlie\u00dfen uns f\u00fcr einen gro\u00dfen Umweg, der uns durch riesige Obstplantagen f\u00fchrt. Die Villen der Besitzer sind gro\u00df und pr\u00e4chtig und die Hotels in dieser Gegend im oberen Preissegment angesiedelt. In Lorraine bei Trichardtsdal habe ich was gefunden. Wir sind \u00fcberrascht, einige franz\u00f6sische Namen zu lesen und gespannt, was uns erwartet. Die Malala-Lodge erreichen wir gegen 18 Uhr. Im Hof sitzen M\u00e4nner und Frauen herum und staunen \u00fcber die einzigen wei\u00dfen Besucher. Der Besitzer steht hinter der vergitterten Rezeption und weist uns den Weg durch die mit einem massiven Tor verschlossene Zufahrt zu den Zimmern. Unseres hat ein frisch bezogenes Bett, ein Badezimmer, das man ohne Schuhe nicht betreten m\u00f6chte und einen Wasserkocher, den man nicht einst\u00f6pseln kann, weil die Steckdose kurz unter der Zimmerdecke angebracht ist und das Kabel zu kurz ist. Unsere Frage nach einem Restaurant l\u00e4sst ihn mit den Schultern zucken. Wir m\u00fcssen schleunigst noch ein paar Kilometer zum n\u00e4chsten Einkaufszentrum fahren, wo &#8211; welche Freude &#8211; KFC der einzige offene Laden ist. Wir kaufen etwas zum Mitnehmen und sehen zu, dass wir zur\u00fcck in der Lodge sind, bevor es v\u00f6llig dunkel ist. Schlagl\u00f6cher, K\u00fche auf dem Heimweg, Autos ohne Licht und Menschen auf der Stra\u00dfe erschweren den R\u00fcckweg. Aber wir schaffen es.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen \u00fcberreichen wir dem Zimmerm\u00e4dchen unsere K\u00fchltasche mit den restlichen Lebensmitteln und die nach und nach angeschafften Kochutensilien. Ich werde herzlich umarmt und habe das Gef\u00fchl, die Sachen haben die richtige Besitzerin gefunden.  Die Suche im Internet nach Fr\u00fchst\u00fcckscaf\u00e9s zeigt gleich drei M\u00f6glichkeiten, alle mit franz\u00f6sischen Namen. Allerdings befinden sie sich in 30 bis 40 Kilometer Entfernung, und zwar in die entgegengesetzte Richtung. Bei dem Zustand der Stra\u00dfe kommt das \u00fcberhaupt nicht infrage. Wir fahren los und sehen bei Sonnenschein die Sch\u00f6nheiten Lorraines. Links in einer schiefen Wellblechh\u00fctte ein Sch\u00f6nheitssalon, rechts der &#8222;Coiffeur&#8220;. Es gibt L\u00e4den f\u00fcr alles und jeden, und man muss den Optimismus bewundern, gro\u00dfspurige Bezeichnungen auf rostigen Untergrund zu pinseln. Nach einer Stunde erreichen wir die h\u00fcbsche Stadt Tzaneen inmitten des fruchtbaren Obstanbaugebietes. Wir k\u00f6nnen in einer gro\u00dfen G\u00e4rtnerei fr\u00fchst\u00fccken. Wie bei vielen Lokalen gibt es einen gro\u00dfen Spielbereich f\u00fcr Kinder und die Eltern sitzen auf der \u00fcberdachten Terrasse oder auf dem Rasen, und schauen beim Essen ihren Kindern zu.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"951\" src=\"https:\/\/otterpack8.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20250118_112211.jpg?w=1024\" alt=\"\" class=\"wp-image-951\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"950\" src=\"https:\/\/otterpack8.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20250118_105210.jpg?w=1024\" alt=\"\" class=\"wp-image-950\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Auf besserer Stra\u00dfe kommen wir gegen Mittag nach Polokwane. Da unser gebuchtes Zimmer nur unwesentlich teurer ist als das letzte, erwarten wir nichts besonderes. Aber dieses Mal werden wir positiv \u00fcberrascht. Das Zimmer befindet sich in einer Villa mit Pool. Die schwarze Haush\u00e4lterin begr\u00fc\u00dft uns, f\u00fchrt uns herum und fragt, ob wir ihr 5 Rand f\u00fcr den Bus geben k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen und dann genie\u00dfen wir die gepflegte Umgebung, unsere eigene kleine Terrasse und das duftende Bettzeug. Nach der vielen Fahrerei der vergangenen Tage haben wir keine Lust, die eigentlich sehenswerte Hauptstadt der Provinz Limpopo zu besichtigen. Auch abends wollen wir nicht mehr weg und bestellen uns \u00fcber einen Lieferdienst etwas zu Essen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag, es ist Sonntag, bereiten uns unsere Gastgeber ein leckeres Fr\u00fchst\u00fcck. Der burische Ehemann ist Bauunternehmer und hat dieses ungew\u00f6hnliche Haus mit von innen sichtbarem Reetdach selbst entworfen. Wir werden herzlich verabschiedet und machen noch einen kleinen Abstecher in die Mall, bevor wir uns auf die mehr als 300 Kilometer lange Strecke nach Johannesburg begeben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"949\" src=\"https:\/\/otterpack8.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20250120_085843.jpg?w=576\" alt=\"\" class=\"wp-image-949\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"875\" src=\"https:\/\/otterpack8.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/rahj5907.jpg?w=576\" alt=\"\" class=\"wp-image-875\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Wir haben eine Wohnung in Flughafenn\u00e4he gemietet. Pen, die Besitzerin begr\u00fc\u00dft uns mit Tyson, einem 12 Wochen alten schokoladenbraunen Dackel auf dem Arm. Die Wohnung ist gro\u00df und bequem. Wir haben genug Platz, unsere Koffer neu zu packen und \u00fcberz\u00e4hliges auszusortieren, bevor wir morgen zum Flughafen fahren. Da das nette Restaurant in der N\u00e4he sonntags schon um 16 Uhr schlie\u00dft, bem\u00fchen wir noch einmal den Lieferdienst. Als nach einer Stunde noch nichts passiert ist, fragt Klaus nach und erh\u00e4lt ein Foto, wo die Tasche mit dem Essen an ein schwarzes Tor gebunden worden ist, nur ist unser Tor wei\u00df. Und dann d\u00e4mmert es uns, die Lieferung ging an dieselbe Adresse in Polokwane wie am Abend zuvor. So kommt das nette burische Ehepaar unerwartet zu einem indischen Abendessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Pen macht uns Fr\u00fchst\u00fcck, dann fahren wir zum Flughafen und geben unseren Hyundai I10 ab, der uns 67 Tage lang \u00fcber Stock und Stein, durch L\u00f6cher, Schlamm und Wasserpf\u00fctzen transportiert hat. Wir haben keinen Unfall und keine Panne gehabt und m\u00fcssen ab jetzt wieder planen, wie wir weiterkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um 12:45 Uhr fliegen wir nach Victoria Falls in Simbabwe.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/otterpack8.wordpress.com\/\">zur\u00fcck<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum haben wir den Nationalpark verlassen, wird die Autofahrt unangenehm. LKW ohne Ladung dr\u00e4ngen von hinten, die Potholes auf der Stra\u00dfe machen allerdings schnelles Fahren mit dem kleinen PKW unm\u00f6glich. Links und rechts der Stra\u00dfe steht dichtes Gr\u00fcn, hier liegen private Naturparks, die vom Ruf des Kr\u00fcgerparks profitieren. In regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden warnen Verkehrsschilder vor Flusspferden, &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/mit140umdiewelt.de\/?p=830\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e10. 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